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22.08.2012

00:07 Uhr

Playoffs

Gladbach muss Champions League fast abschreiben

Beste Ausgangspositionen für den Einzug in die Champions League hat sich am Dienstag neben dem schottischen Traditionsclub Celtic Glasgow auch der rumänische CFR Cluj gesichert. Gladbach hingegen verlor gegen Kiew.

Enttäuschung bei Patrick Herrmann: Mönchengladbach hat verloren. dpa

Enttäuschung bei Patrick Herrmann: Mönchengladbach hat verloren.

BerlinBorussia Mönchengladbach hat sein internationales Comeback nach 16 Jahren verpatzt und muss den erstmaligen Einzug in die Gruppenphase der Champions League fast schon abschreiben. Die Fußball-Mannschaft von Trainer Lucien Favre verlor am Dienstag gegen Dynamo Kiew verdient mit 1:3 (1:2) und steht vor dem entscheidenden Qualifikations-Rückspiel am nächsten Mittwoch in der Ukraine unter riesigem Druck. Gladbach kassierte erst seine zweite Heimniederlage in diesem Jahr - Kiew holte nach fast 30 Jahren seinen ersten Erfolg auf deutschem Boden.

„Wir haben ziemlich gut gespielt und ein schönes Tor gemacht. Aber man darf die Konzentration nicht verlieren“, resümierte Favre. „Ein Spiel dauert nicht 30, sondern 90 Minuten“, meinte der Schweizer angesichts der dynamischen Gladbacher Anfangsphase. Derzeit fehle aber einfach die Durchschlagskraft im Spiel des Bundesligisten. „Es wird jetzt sehr, sehr schwer für das Rückspiel.“

Vor 45.075 Zuschauern im Borussia-Park sorgte Alexander Ring (13. Minute) nach starker Vorarbeit von Juan Arango für die verdiente Führung. Gladbach in seinem 125. Europapokalspiel konnte allerdings nur anfangs sein variables Flügelspiel umsetzen. Für das deutlich cleverere Dynamo waren noch in der ersten Hälfte Kapitän Taras Michalik (28.) und Andrej Jarmolenko (36.) erfolgreich; nach dem Wechsel traf Luuk de Jong (81.) ins eigene Tor.

„Wir sind verdient in Führung gegangen, haben dann zwei dumme Tore kassiert. Da wird es schwer gegen so eine Mannschaft, das Spiel zu drehen“, bilanzierte Filip Daems. „Ich bin Optimist, aber es wird jetzt sehr schwer“, meinte Mike Hanke mit Blick auf's Rückspiel. „Ich bin bedient und sehr sauer“, sagte Keeper Marc-André ter Stegen, der vor allem das zu offensive Spiel nach der Führung monierte.

Neben Gladbach-Bezwinger Dynamo Kiew haben sich auch der schottische Traditionsclub Celtic Glasgow und der rumänische Vertreter CFR Cluj hervorragende Ausgangspositionen für den Einzug in die Gruppenphase der Champions League gesichert.

Celtic gewann am Dienstagabend sein Auswärtsspiel bei Helsingborg IF mit 2:0 (1:0) und kann im Rückspiel am kommenden Mittwoch vor eigenem Publikum den Start in der Königsklasse perfekt machen. Cluj setzte sich beim FC Basel mit 2:1 (0:1) durch.

Spartak Moskau siegte gegen Fenerbahce Istanbul mit 2:1 (0:0), der FC Kopenhagen kam zu einem knappen 1:0 (1:0) gegen OSC Lille. An diesem Mittwoch stehen fünf weitere Hinspiele in der vierten Qualifikationsrunde auf dem Programm.

Die zehn Sieger aus den Playoff-Partien komplettieren das 32 Mannschaften starke Teilnehmerfeld für die Gruppenphase der Königsklasse. Die Auslosung ist am 30. August in Monte Carlo. Die Verlierer spielen in der kommenden Saison in der Europa League.

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