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28.10.2014

20:59 Uhr

Pleite im DFB-Pokal

Hannover stolpert in Aalen

Nach dem überraschenden Sieg in Dortmund ist Hannover 96 wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. In Aalen unterliegen die Niedersachen verdient. Damit ist 96 mal wieder früh im Pokal gescheitert.

Aalens Nejmeddin Daghfous (r) und Felipe von Hannover kämpfen um den Ball. dpa

Aalens Nejmeddin Daghfous (r) und Felipe von Hannover kämpfen um den Ball.

AalenDrei Tage nach dem Coup in Dortmund hat sich Hannover 96 im DFB-Pokal blamiert und ist mit 0:2 (0:1) beim VfR Aalen ausgeschieden. Beim Tabellen-Vorletzten der 2. Liga verpasste der Fußball-Bundesligaclub aus Niedersachsen am Dienstagabend vor nur 5448 Zuschauern zum siebten Mal in den vergangenen acht Jahren den Einzug ins Pokal-Achtelfinale. Aalen dagegen steht dank eines Eigentors von Ceyhun Gülselam (24. Minute) und dem Treffer von Michael Klauß (59.) zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der Runde der letzten 16 Mannschaften.

Allen Personalsorgen zum Trotz hatte 96-Trainer Tayfun Korkut sein Team vor der Partie als klaren Favoriten bezeichnet, entsprechend selbstverständlich übernahmen die Gäste nach dem Anpfiff die Kontrolle. Jan Schlaudraff gab den Ballverteiler, außer ihm rückten im Vergleich zum 1:0 gegen Borussia Dortmund noch Florian Ballas und Hiroki Sakai in die Startelf. Ballas, eigentlich für die zweite Mannschaft der Gäste aktiv, spielte in der Innenverteidigung als Ersatz für den gesperrten Marcelo eine unauffällige Partie - war dafür aber an der ersten klaren Torchance für Hannover beteiligt.

Fußball: DFB-Pokal im Oktober (1)

Chemnitzer FC - Werder Bremen 0:2

Der neue Trainerstab des SV Werder kann das erste Erfolgserlebnis feiern. Die Gäste übernehmen von der ersten Minute an das Spiel und gehen durch Bartels in Führung (31.). In der zweiten Halbzeit patzt CFC-Torhüter Philipp Pentke, der einen Rückpass halbherzig klärt. Fritz kommt an den Ball und passt ihn in die Spitze, wo Di Santo sicher zum 2:0 verwandelt (49.). Bremen zieht sich in der Folge zurück und lässt Chemnitz kommen, das aber nicht die spielerischen Möglichkeiten hat, das Bremer Tor unter Druck zu setzen.

Arminia Bielefeld - Hertha BSC 4:2 i.E.

In einem über weite Strecken schwachen und zum Teil ereignisarmen Spiel findet der Favorit kaum Mittel gegen defensiv sehr stabile Bielefelder, die vor allem in der ersten Hälfte und zum Ende der Verlängerung auch offensiv die besseren Aktionen vorweisen können. Nach 120 torlosen Minuten verschafft Berlins bester Mann Kraft seinem Team mit einem gehaltenen Elfer gegen Salger zunächst einen Vorteil. Sein Gegenüber Schwolow tut es ihm jedoch anschließend gegen Schieber und Wagner gleich, sodass am Ende Lorenz den Ball zum 4:2-Endstand versenken und die Hertha aus dem Pokal werfen kann.

Kickers Offenbach - Karlsruher SC 1:0

In der ersten Hälfte ist Karlsruhe die bessere Mannschaft und muss durch Gulde in der 16. Minute eigentlich in Führung gehen, doch Endres hält stark. In Hälfte zwei spielt dann nur noch Offenbach und kommt zu mehreren guten Chancen. In der 62. Minute ist es Pintol, der den Ball ins Tor schiebt. Die Hessen lassen die Karlsruher daraufhin zu keiner Torchance mehr kommen und verteidigen ganz stark. Sie schaffen die Überraschung und ziehen verdient in das Achtelfinale ein.

VfR Aalen - Hannover 96 2:0

Die Niedersachsen kontrollieren die Begegnung in der Anafangsphase, können sich aber vom Schock des Eigentores durch Gülselam (24.) nicht erholen. In der Folge gelingt es den Männern von Trainer Korkut nicht genügend Druck auszuüben, um sich zwingende Chancen zu erspielen. Das 2:0 der Aalener in der 59. Minute durch Klauß beendet auch das kurzzeitige Hoch der Niedersachsen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Unterm Strich ist Hannover über 90 Minuten hinweg harmlos und schwach. Der VfR hingegen überzeugt mit einer kämpferisch starken und spielerisch soliden Leistung und zieht somit verdient zum ersten Mal in der langen Historie des Vereins in die dritte Runde des DFB-Pokals ein.

Dynamo Dresden - VfL Bochum 2:1 n.V.

Die Schwarz-Gelben gewinnen letztlich verdient. Der VfL hat zunächst mehr vom Spiel und geht mit 1:0 durch Simon Terodde in Führung (53.). Anschließend kämpft sich Dynamo zurück ins Spiel und gleicht durch Justin Eilers aus (61.). Eilers wird durch sein Siegtreffer in der Verlängerung (94.) schließlich zum Dresdener Pokalheld. Bochum versucht in den Schlussminuten nochmal alles, kann aber keine Lücke im gegnerischen Bollwerk finden.

MSV Duisburg - 1.FC Köln 1:4 i.E.

Der 1. FC Köln ist nach einer schwachen Leistung glücklich ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Dem MSV Duisburg ist der Klassenunterschied während der gesamten Partie nicht anzumerken. Ab der 71. Minute muss der FC in Unterzahl weiterspielen, nachdem sich Slawomir Peszko eine Tätlichkeit leistet. Im Elfmeterschießen wird Timo Horn zum Matchwinner und pariert zwei von drei Strafstößen. Am Ende heißt es 4:1 für Köln.

1. FC Kaiserslautern - SpVgg Greuther Fürth 2:0

Durch einen Doppelpack von Philipp Hofmann (12., 23.) gewinnt der FCK verdient mit 2:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth. In der zweiten Halbzeit sind die Gäste zwar etwas besser im Spiel, agieren über die gesamten 90 Minuten aber einfach zu harm- und ideenlos und kommen kaum zu nennenswerten Chancen.

FC St. Pauli - Borussia Dortmund 0:3

In den ersten 45 Minuten zeigt sich nur der spielstarke BVB. St. Pauli versucht es mit einer kompakten Abwehr, aber allein Torwart Tschauner bleibt der Heim-Spieler ohne Tadel. In der 33. Minute schießt Immobile nach einer Kagawa-Vorlage das 1:0. Kurz vor der Halbzeit erhöht Reus ohne Probleme nach einem Immobile-Pass zum 2:0 (44.). Die zweiten 45 Minuten werden von willigen und aktiveren Paulianern bestimmt, die aber gegen die routinierte BVB-Abwehr keinen Stich sehen. Dortmund verwaltet und lauert auf schnelle Konter. Tschauner legt unfreiwillig für Kagawa zum 3:0-Endstand auf (86.).

Ballas' Kopfball nach Hiroshi Kiyotakes Ecke zwang Daniel Bernhardt in der 18. Minute zu einer spektakulären Parade. Bernhardt durfte wie in der ersten Runde anstelle von VfR-Stammkeeper Jasmin Fejzic spielen. Mit bester Sicht konnte er so beobachten, warum Hannover auswärts so wenig Tore schießt. Die Gäste hatten zwar ständig den Ball, aber gegen den dicht gestaffelt stehenden Zweitligisten keinen sichtbaren Plan, wie sie die Kugel gefährlich in den Strafraum bringen wollten.

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