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07.12.2011

12:13 Uhr

Posten des DFB-Präsidenten

Wolfgang Niersbach soll Theo Zwanziger beerben

Der Nachfolger von Theo Zwanziger für den Posten des DFB-Präsidenten steht so gut wie fest: Generalsekretär Wolfgang Niersbach soll ab Oktober 2012 das Amt übernehmen. Es warten einige Großbaustellen.

DFB-Chefsessel

Zwanziger wünscht sich Niersbach als Nachfolger

DFB-Chefsessel: Zwanziger wünscht sich Niersbach als Nachfolger

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FrankfurtWolfgang Niersbach soll Nachfolger von Theo Zwanziger als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden. Das Präsidium und die fünf Vertreter der Regionalverbände einigten sich am Mittwoch in Frankfurt am Main auf den bisherigen Generalsekretär als einzigen Kandidaten. Der 61-Jährige gab nach tagelangem öffentlichen Schweigen laut Zwanziger seine Zusage. Dieser will sein Amt im Oktober 2012 vorzeitig zur Verfügung stellen. Niersbach muss noch vom einem außerordentlichen DFB-Bundestag gewählt werden.

„Ich habe höchsten Respekt vor diesem Amt. Mir ist bewusst, welch großer Schritt das für mich persönlich bedeutet. Mein Vorteil ist sicher, dass ich den Fußball seit fast 40 Jahren und den DFB in all seinen Facetten seit über 20 Jahren kenne. Ich traue mir die Aufgabe zu, weil ich die breite Rückendeckung spüre. Ich war schon immer ein Mannschaftsspieler, daran wird sich nichts ändern“, so Niersbach.

„Ich freue mich, dass sich Wolfgang Niersbach nach intensiver Überlegung bereit erklärt hat, im Oktober 2012 meine Nachfolge als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes anzutreten. Ich habe ihn mir bereits für den Bundestag 2010 als meinen Nachfolger gewünscht. Damals war er dazu noch nicht bereit. Umso mehr freue ich mich heute über seine Zusage. Er erhält meine volle Unterstützung. Ich arbeite seit 20 Jahren freundschaftlich, eng und vertrauensvoll mit ihm zusammen und bin daher überzeugt, dass er den Verband in Zukunft optimal führen und dabei die ehrenamtliche Basis nicht aus den Augen verlieren wird“, sagte der scheidende DFB-Präsident Theo Zwanziger über Niersbach.

Porträt Wolfgang Niersbach

Aktuelle Funktion

Wolfgang Niersbach ist seit Oktober 2007 Generalsekretär beim Deutschen Fußball-Bund.

Image

Der 61-Jährige genießt auch in Kreisen der UEFA und der FIFA hohes Ansehen und war einer der maßgeblichen Macher der so erfolgreichen Weltmeisterschaft 2006.

Karriere beim DFB

Niersbach kam als Sportjournalist zum DFB, war bei der EM 1988 Pressechef und wurde später Mediendirektor.

Empfehlung vom „Kaiser“

Niersbach war DFB-Mediendirektor, als Deutschland 1990 unter Franz Beckenbauer Weltmeister wurde. Der glänzende Organisator und Kenner der Fußballszene ist mit dem „Kaiser“ befreundet, der ihn auch
Nachfolger von DFB-Präsident Theo Zwanziger empfahl: „Er ist in meinen Augen der Beste.“

Den kaiserlichen Segen hatte er schon vor der offiziellen Kandidatenkür: Wolfgang Niersbach ist ein Freund Franz Beckenbauers, wie auch von Günter Netzer. „Er ist in meinen Augen der Beste“, sagte Beckenbauer, als Niersbach am vergangenen Wochenende erstmals als möglicher Nachfolger von DFB-Präsident Theo Zwanziger gehandelt worden war.

Als Beckenbauer mit der Nationalmannschaft 1990 Weltmeister wurde, war Niersbach DFB-Mediendirektor. Und als der „Kaiser“ als höchster Repräsentant des WM-Gastgebers 2006 glänzte, wirbelte Niersbach im Hintergrund als geschäftsführender Vizepräsident und Pressechef des Organisationskomitees. Er hat das „Sommermärchen“ mit seinen Ideen, seinen Kontakten zu Sponsoren und zum internationalen Fußball maßgeblich geprägt. Im Oktober 2007 wurde der in Nettesheim bei Düsseldorf geborene Manager als Nachfolger von Horst R. Schmidt DFB-Generalsekretär.

Kommentare (2)

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Neuberger

07.12.2011, 13:21 Uhr

Ein Glück ist dieser unfähige und penetrante Zwanziger endlich weg! Der Mann war doch die personifizierte Aktion "Pleiten, Pech und Pannen"! Wenn Zwnziger in einem Kaufhaus eine Überwachungskamera sieht, fängt er gleich an, rein zu quatschen. Ein mediengeiler Wichtigtuer verläßt endlich (!) die Bühne. Niersbach ist ein Guter!

stephangruss@gmx.de

07.12.2011, 17:20 Uhr

Na endlich mal eine rasche Personalentscheidung beim DFB (aber auch nur auf Druck der Verbände!). Und Zwanziger sollte auf Volkes Stimme hören und vorzeitig gehen .... Man ist es doch irgendwie leid, diesen eitlen Gockel immer wieder bitten, äh hofieren, zu müssen. Seine Amtszeit, die nun hoffentlich sehr rasch zu Ende gehen wird, ist zu sehr geprägt von Affären und Skandalen, die teilweise immer noch schwelen .... Dazu keine Titel in seiner Amtszeit. Theo, bitte fahren Sie zugig in den Ruhestand. Wir werden Sie in keinster Weise vermissen ... Bodenständige Typen wie Niersbach sind gefragt, klasse.

Stephan Gruß

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