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01.05.2016

17:47 Uhr

Premier League

Leicester muss die Meisterfeier vertagen

Außenseiter Leicester City hat den Gewinn der englischen Meisterschaft vorerst verpasst. Die „Foxes“ kamen in Manchester nur zu einem 1:1. Schon am Montag könnte das Überraschungsteam aber Grund zum Jubeln haben.

Der Außenseiter hat immer noch beste Chancen auf den englischen Meistertitel. Reuters

Leicester City

Der Außenseiter hat immer noch beste Chancen auf den englischen Meistertitel.

ManchesterLeicester City hat die erste Chance auf den Gewinn der englischen Fußball-Meisterschaft vergeben - und könnte trotzdem am Montag als Sensationsmeister feststehen. Das Team von Trainer Claudio Ranieri erkämpfte sich am Sonntag in der Premier League ein 1:1 (1:1) bei Rekordmeister Manchester United und hat nun acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Tottenham Hotspur.

Sollte der Tabellenzweite am Montag das Londoner Derby beim FC Chelsea nicht gewinnen, heißt der englische Champion erstmals Leicester City. „Ich würde das Spiel gerne gucken, allerdings bin ich auf dem Rückflug aus Italien und werde das Resultat wohl erst erfahren, wenn ich gelandet bin“, berichtete Leicester-Coach Ranieri nach dem Unentschieden. „Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis. Für uns ist nun wichtig, jetzt normal weiterzuarbeiten.“

Leicester City: Ein Milliardär, Mönche und der Meistertitel

Leicester City

Ein Milliardär, Mönche und der Meistertitel

Außenseiter Leicester City ist auf gutem Weg, englischer Fußballmeister zu werden. Hinter dem phänomenalen Aufstieg des Teams steht ein thailändischer Tycoon, der sich im Stadion gerne großzügig zeigt.

Ohne den weiterhin verletzten DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger hatten die Gastgeber in der Anfangsphase deutlich mehr vom Spiel. Bereits nach acht Minuten traf Anthony Martial zur Führung. „Wir waren in der ersten Viertelstunde zu ängstlich“, begründete Ranieri die Zurückhaltung seiner Elf. Die Gäste mit dem deutschen Abwehrspieler Robert Huth kamen erstmals in der 17. Minute gefährlich nach vorne und waren sofort erfolgreich. Kapitän Wes Morgen köpfte nach einem Freistoß den 1:1-Ausgleich.

Leicester fand ohne den gesperrten Torjäger Jamie Vardy erst in der zweiten Hälfte besser in die Partie, kam allerdings nicht zu hochkarätigen Torchancen. Vier Minute vor dem Ende musste zudem Daniel Drinkwater mit Gelb-Rot vom Platz und fehlt am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den FC Everton. Der Tabellenfünfte hatte Glück, dass der Schiedsrichter einen Faustschlag von Marouane Fellaini an Huth nicht ahndete. „Das war nicht gut von ihm“, sagte Ranieri.

Premier League – TV-Einnahmen 2014/2015

FC Chelsea und Manchester City

FC Chelsea: 134,3 Millionen Euro

Manchester City: 133,7 Millionen Euro

Manchester United und FC Arsenal

Manchester United: 131,3 Millionen Euro

FC Arsenal: 130,8 Millionen Euro

FC Liverpool und Tottenham Hotspur

FC Liverpool: 125,6 Millionen Euro

Tottenham Hotspur: 120,1 Millionen Euro

FC Southampton und FC Everton

FC Southampton: 111,4 Millionen Euro

FC Everton: 108,7 Millionen Euro

Swansea City und Newcastle United

Swansea City: 108,6 Millionen Euro

Newcastle United: 105,9 Millionen Euro

Stoke City und Crystal Palace

Stoke City: 104,8 Millionen Euro

Crystal Palace: 104,1 Millionen Euro

West Ham United und West Bromwich Albion

West Ham United: 102,7 Millionen Euro

West Bromwich Albion: 97,9 Millionen Euro

Leicester City und AFC Sunderland

Leicester City: 96,2 Millionen Euro

AFC Sunderland: 93,8 Millionen Euro

Aston Villa und Hull City

Aston Villa: 91,9 Millionen Euro

Hull City: 89,2 Millionen Euro

FC Burnley und Queens Park Rangers

FC Burnley: 87,5 Millionen Euro

Queens Park Rangers: 86,8 Millionen Euro

Jürgen Klopp und der FC Liverpool müssen nach dem 1:3 (0:2) bei Swansea City um einen internationalen Startplatz in der neuen Saison bangen. Die Reds stehen zwar mit 55 Punkten weiterhin auf dem letzten Europa-League-Platz, mussten allerdings innerhalb von vier Tagen die zweite Niederlage hinnehmen. „Die Leistung war nicht gut genug. Wir haben verdient verloren“, stellte Klopp fest.

Er veränderte im Vergleich zum 0:1 im Halbfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Villarreal seine Elf auf acht Positionen. Die Folge: Die Gastgeber dominierten in der ersten Halbzeit und gingen durch den ghanaischen Nationalspieler André Ayew (20. Minute) und Jack Cork (33.) mit 2:0 in Führung. Kurze Hoffnung kam auf in der 65. Minute, nachdem Christian Benteke auf 1:2 verkürzen konnte. Zwei Minuten später stellte Ayew den alten Abstand wieder her. Liverpool-Profi Brad Smith sah zudem nach 77 Minuten Gelb-Rot.

Der FC Arsenal bleibt durch einen glanzlosen 1:0-Erfolg über Abstiegskandidat Norwich City auf Champions-League-Kurs. Für mehr Aufsehen als der Treffer durch Danny Welbeck (59.) sorgten einige hundert Arsenal-Fans, die mit Plakaten die Trennung vom langjährigen Trainer Arsène Wenger forderten. Mit „Time for Change“-Schildern demonstrierten sie für einen Neuanfang beim Club von Mesut Özil und Per Mertesacker, der am Samstag aufgrund einer Oberschenkelverletzung vorzeitig vom Platz musste.

Von

dpa

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