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26.08.2014

22:24 Uhr

Premier-League-Rekord

Di Maria für 75 Millionen zu United

75 Millionen Euro, anderthalb Mesut Özils: Der Argentinier Angel di Maria wird neuer Transferrekord der Premier League. Manchester United greift für den Vizeweltmeister tief in die Tasche – und saniert Real Madrid.

Jubelt künftig für Manchester United: Angel di Maria. dpa

Jubelt künftig für Manchester United: Angel di Maria.

LondonBei seinem ersten Wechsel als vierjähriger Knirps war er seinem neuen Club Rosario Central damals immerhin 35 Fußbälle wert. Am Dienstagabend wurde für den Transfer des argentinischen Fußball-Nationalspielers Angel Di María von Real Madrid zum englischen Rekordmeister Manchester United die britische Rekordsumme von umgerechnet 75 Millionen Euro fällig. Noch nie wurde in der Premier League so viel Geld für einen Fußballer ausgegeben.

Noch nie waren aber auch die Erwartungen so hoch. Der 26 Jahre alte Flügelflitzer vom Champions-League-Sieger soll den kriselnden Club nach einer verkorksten Spielzeit und einem genauso wenig erbaulichen Saisonstart unter dem neuen Trainer Louis van Gaal im Alleingang endlich aus der Krise führen.

Der Angreifer unterzeichnete bei den Reds einen Fünfjahresvertrag. „Ich bin absolut erfreut. United ist der einzige Club, für den ich Real Madrid verlassen hätte“, sagte Di María . Van Gaal sei ein fantastischer Trainer. „Ich bin beeindruckt von der Leidenschaft, mit der jeder hier den Club nach oben führen will. Dort gehört er hin“.

Auch sein neuer Coach zeigte sich hoch erfreut über seinen vierten Transfer. „Angel ist ein Weltklasse-Mittelfeldspieler, aber vor allem ist er ein Teamplayer. Er sorgt in den versiertesten Abwehrreihen für Schrecken. Es ist eine Freude, seine Dribblings zu verfolgen“, meinte van Gaal.

Der ehemalige Bondscoach verspricht sich von dem Transfer nicht nur viele Vorlagen für Robin van Persie und Wayne Rooney, sondern auch einen massiven Schub in Sachen Selbstvertrauen. Das kann seine gebeutelte Mannschaft nach einer Heimniederlage gegen Swansea City und einem Remis beim AFC Sunderland zum Start derzeit gut gebrauchen. Im Ligapokal-Match bei den MK Dons war Di María am Abend aber noch nicht dabei. Sein Debüt wird er wohl am Wochenende bei Aufsteiger FC Burnley geben.

Der Argentinier kam 2007 aus Südamerika zu Benfica Lissabon. Drei Jahre später schloss er sich den Königlichen an. In vier Jahren in Madrid brachte er es trotz großer Konkurrenz in drei Spielzeiten jeweils zu mehr als 30 Einsätzen. Im Champions-League-Finale im vergangenen Mai gegen Atletico Madrid wurde Di María zum besten Spieler gewählt.

Von

dpa

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