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05.03.2013

10:14 Uhr

Prominente WM-Baustelle

Arbeiten am Maracanã-Stadion im Verzug

Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro – Brasiliens legendärer Fußballtempel – will einfach nicht fertig werden. Dabei soll dort in diesem Sommer das Confed-Cup-Endspiel ausgetragen werden. Die Fifa macht Dampf.

Hier soll am 13. Juli 2014 der nächste Weltmeister gekürt werden. dpa

Hier soll am 13. Juli 2014 der nächste Weltmeister gekürt werden.

Rio de JaneiroWenn man mit der grünen „Linie 2“ der Metro in den Norden Rios fährt, erhebt sich kurz vor der „Estação Maracanã“ auf der linken Seite majestätisch Brasiliens legendärer Fußball-Tempel, das Maracanã-Stadion. Hier wird am 13. Juli 2014 der nächste Weltmeister gekürt. Hier erlebte die stolze Fußball-Nation Brasilien 1950 aber auch ihr Trauma, als die siegessichere „Seleção“ den WM-Titel durch ein 1:2 gegen Uruguay verlor.

Eine ganze Nation verfiel damals in Schockstarre. Gespannt starrt das Land auch jetzt auf das Maracanã, wo schon in diesem Sommer das Confed-Cup-Endspiel ausgetragen werden soll. Im April muss die Sanierung weitgehend abgeschlossen werden, so diktiert es die Fifa. Doch es bestehen Zweifel.

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Es wäre wohl ein nationales Fiasko, wenn ausgerechnet die Ikone Maracanã nicht rechtzeitig fertig würde. Zwei Mal schon ging das zuständige öffentliche Bauunternehmen EMOP in die Verlängerung, weil Termine nicht eingehalten werden konnte. Das Stadion in Rio ist noch von gigantischen Kränen und vielen Baugerüsten umstellt. Riesige orange und schwarze Plastikplanen flattern von der oberen Kante des Stadions im Wind. Rund um das Maracanã türmen sich Zement-, Sand- und Steinhügel. Alles muss noch verbaut werden.

Auf einem großen Scania-LKW werden Generatoren und Lichtmasten angekarrt und dann um das Stadion herum verteilt. „Nach Karneval laufen auch die Außenarbeiten nachts“, sagte einer der inzwischen über 6000 Arbeiter. „Wir arbeiten 24 Stunden, damit das Stadion eröffnet werden kann.“ Die Reform kostet mindestens 860 Millionen Reais (rund 321 Millionen Euro), doch viele vermuten, dass es zum Schluss eine Milliarde Reais werden. Um das Stadion herum werden die ersten Palmen gepflanzt. Es entstehen neue Zugangswege und Drainagen. Täglich zerpflügen noch Baulaster und Bagger die Wege, auf denen man knöcheltief im Matsch versinkt.

Die Zeit läuft, denn am 2. Juni sollen das Maracanã mit einem Testspiel zwischen Brasilien und England eröffnet werden. Rund zwei Wochen später findet dort das zweite Spiel des Confederations Cups (15.-30. Juni) statt, bei dem Italien auf Mexiko trifft. Auch das Turnier-Finale wird im Maracanã angepfiffen. Der Boss des nationalen Fußballverbandes CBF, José Maria Marin, weiß, das Prestige des Rekordweltmeisters steht auf dem Spiel. Er habe Garantien bekommen, dass das Maracanã im April fertig werde, sagt er zuversichtlich.

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