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06.08.2015

22:41 Uhr

Qualifikation zur Europa League

Mchitarjan krönt Dortmunds Gala-Auftritt

Thomas Tuchel hatte am Ende mehr als gut lachen. Fünf Tore gab es zum Pflichtspieleinstand vor heimischer Kulisse – wenn auch späte. Mit dem 5:0 gegen den Wolfsberger AC zieht der BVB in die Playoffs der Europa League ein.

Im Qualifikations-Rückspiel für die Europa League kämpft der Dortmunder Sokratis (vorn) mit Manuel Weber um den Ball. Die Borussen gewann die Partie klar mit 5:0. dpa

Borussia Dortmund - Wolfsberger AC

Im Qualifikations-Rückspiel für die Europa League kämpft der Dortmunder Sokratis (vorn) mit Manuel Weber um den Ball. Die Borussen gewann die Partie klar mit 5:0.

DortmundTrainer Thomas Tuchel hat bei Borussia Dortmund dank einer starken zweiten Halbzeit ein umjubeltes Heimdebüt gefeiert. Angeführt vom überragenden Dreifach-Torschützen Henrich Mchitarjan fertigte der BVB am Donnerstagabend den Wolfsberger AC mit 5:0 (0:0) ab und zog souverän in die Playoffs der Europa League ein. Nach dem 1:0-Zittersieg im Hinspiel kam der hohe Favorit zwar erst in der zweiten Halbzeit richtig auf Touren, zeigte dabei aber vielversprechende Ansätze. „Die zweite Halbzeit war eine gute Reaktion auf die erste“, sagte Tuchel der ARD: „Fünf Tore gemacht, deshalb bin ich mit der zweiten Hälfte sehr zufrieden.“

Einen Tag vor der Auslosung der nächsten Runde sorgten Marco Reus (48. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (67.) und Mchitarjan mit einem Hattrick in weniger als einer Viertelstunde (73./82./86.) vor 65.100 Zuschauern im Signal Park für den verdienten Sieg des BVB. Tuchel und seine Schützlinge dürfen damit weiter auf den Einzug in die Gruppenphase hoffen. „Wir haben viel gearbeitet und uns gute Chancen in der zweiten Halbzeit herausgespielt. Das hat funktioniert“, sagte Mchitarjan. „Wir haben in der zweiten Halbzeit das umgesetzt, was der Trainer von uns will.“

Borussia Dortmund: Große Ziele im Fußballgeschäft (1)

Finanzvorstand

Die Analysten von GSC Research haben mit dem Vorstand Thomas Treß von Borussia Dortmund über die wirtschaftliche Lage geredet. Hier die Kernaussagen von Treß.

Quelle: GSC Research

Gewinnrückgang 2013/2014

Das Vorjahresergebnis war transfergetrieben, so dass der Ergebnisrückgang im Wesentlichen mit Wegfall der hohen Transfererlöse zusammenhängt.

 

Verkäufe an Fans

Man muss hier allerdings beachten, dass der Ergebnisbeitrag des Merchandisings deutlich hinter anderen Erlösbereichen zurück liegt und insoweit dieser strategisch betrachtet einen deutlich geringeren Stellenwert hat als beispielsweise das Sponsoring.

Asien

Ein wichtiger Baustein in diesen Überlegungen wird sein, ein oder zwei namhaften Sponsoren aus dieser Region für den BVB zu gewinnen.

Shinji Kagawa

Dass sich dies im konkreten Fall natürlich positiv auf unsere Wahrnehmung in Asien und vor allem auch in Japan auswirkt ist ein schöner zusätzlicher Effekt, den wir neben den überlagernden sportlichen Notwendigkeiten sehr gerne mitnehmen.

 

Ticketpreise

Es ist nicht unser Ziel, die Ticketpreise wesentlich über die Inflationsrate hinaus zu erhöhen, sondern darauf zu achten, dass Fußball für unsere Fans bezahlbar bleibt.

Sponsoren

Auch wenn der BVB auf diesem Gebiet inzwischen gut aufgestellt ist, können wir mit den ganz großen Clubs in Europa noch nicht mithalten.

Kapitalerhöhung

Zuerst wollen wir die restlichen Kreditverbindlichkeiten von rund 41 Millionen Euro tilgen. Damit wird der BVB schuldenfrei.

Neue Mittel

Die verbleibenden Mittel sollen erst einmal unser Festgeldkonto stärken.

Teure Spieler

Um es ganz klar zu sagen, wir wollen das eingeworbene Geld nicht zu großen Teilen in Transfers von Spielern investieren. Das wäre am Ende bestenfalls ein Pyrrhussieg.

Wie zuvor von Tuchel angekündigt, stand diesmal nicht Neuzugang Roman Bürki, sondern Weltmeister Roman Weidenfeller im Tor. Jonas Hofmann, Schütze des Siegtreffers im Hinspiel, wurde durch Shinji Kagawa ersetzt.

Obwohl die Gäste ein 0:1 aufzuholen hatten, setzten sie erneut auf ihre bewährte Defensivtaktik. Das bereitete der Borussia in der Anfangsphase einige Probleme. Zwar erarbeitete sie sich ein deutliches Plus von 75 Prozent beim Ballbesitz, aber zunächst keine Torchancen. Vor allem dem Mittelfeld, wo Kagawa Regie führte, mangelte es an zündenden Ideen, um die gut organisierte Wolfsberg-Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

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