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27.10.2014

09:43 Uhr

Real Madrid düpiert Barca

Toni Kroos schlägt den Beißer

Es war das Liga-Debüt von WM-Beißer Luis Suárez beim FC Barcelona. Im Clásico dominierte aber Real Madrid: Der Champions-League-Sieger versetzt die Konkurrenz in Angst und Schrecken – und hat ein Luxusproblem.

Bekannt als WM-Beißer: Luis Suárez feierte nach einer viermonatigen Sperre beim Clásico sein Liga-Debüt, konnte aber kaum Akzente setzen. ap

Bekannt als WM-Beißer: Luis Suárez feierte nach einer viermonatigen Sperre beim Clásico sein Liga-Debüt, konnte aber kaum Akzente setzen.

MadridToni Kroos war nach seinem ersten Triumph im spanischen Gigantenduell geradezu fasziniert. „Mein erster Clásico, 3:1, da kann ich sehr, sehr zufrieden sein. Die Zuschauer waren fantastisch, es war eine fantastische Atmosphäre“, schwärmte der Fußball-Weltmeister im ZDF nach dem 3:1 (1:1) von Champions-League-Sieger Real Madrid im 229. Aufeinandertreffen mit Erzrivale FC Barcelona.

Teamkollege Pepe schickte nach dem Prestigeerfolg gleich eine Warnung an die Konkurrenz in Europa: „Wir sind stärker als letzte Saison“, tönte der portugiesische Innenverteidiger. In der aktuellen Verfassung ist Real in der Tat nur schwer zu stoppen.

Mit Kroos und dessen am Ende eingewechselten deutschen Nationalmannschaftskollegen Sami Khedira fuhr der Rekordmeister den neunten Pflichtspiel-Sieg in Serie ein. Die Torbilanz: 38:6. Und Kroos hatte großen Anteil am Erfolg: Der Ex-Münchner bereitete per Ecke das wichtige 2:1 durch Pepes wuchtigen Kopfball vor (50.). Die Wende leitete aber zunächst Weltfußballer Cristiano Ronaldo ein.

Vor 81.000 Zuschauern im ausverkauften Santiago Bernabéu stach der Portugiese Kontrahent Lionel Messi aus: Er glich in der 34. Minute per Handelfmeter die frühe Führung der Gäste durch Neymar (4.) aus und traf damit bei all seinen letzten elf Einsätzen für die Königlichen. Insgesamt erzielte er dabei 19 Treffer. In der Liga erhöhte der 29-Jährige sein Konto auf 16 Tore in neun Runden.

Trotz der Superserie stand CR7 diesmal aber nicht im Mittelpunkt. Kroos und Luka Modric zogen gekonnt die Fäden. Beste Spieler auf dem Platz waren aber der Franzose Karin Benzema, der zum 3:1 traf (61.), und vor allem Regisseur Isco. Der U-21-Europameister wurde bei seiner Auswechslung (83.) mit Standing Ovations verabschiedet.

Das bereitet Real-Coach Carlo Ancelotti inmitten aller Euphorie ein nicht unwichtiges „Luxusproblem“. Fans und Medien fordern schon seit langem, dass das 22-jährige Supertalent, das auch die Räume hinten dichtmacht, anstelle von 100-Millionen-Mann Gareth Bale häufiger zum Einsatz kommt, damit Real hinten sicherer steht.

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