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05.01.2016

14:31 Uhr

Real Mallorca

Basketballer Nash übernimmt Klub von Utz Claassen

Steve Nash ist einer der besten Freunde von Deutschlands Basketball-Star Dirk Nowitzki. Und nun Mehrheitseigner des spanischen Fußballklubs Real Mallorca. Bisher war das der deutsche Unternehmer Utz Claassen.

Spielmacher Steve Nash und seine Investorengruppe möchten künftig bei Real Mallorca die Fäden ziehen. ap

Basketball-Legende

Spielmacher Steve Nash und seine Investorengruppe möchten künftig bei Real Mallorca die Fäden ziehen.

MadridDer frühere Basketball-Star Steve Nash hat mit Partnern die Mehrheitsanteile am spanischen Fußball-Zweitligisten Real Mallorca übernommen. Nach Club-Angaben erwarb Nash unter anderen gemeinsam mit Phoenix-Suns-Besitzer Robert Sarver bei einer Kapitalerweiterung Anteile im Wert von mehr als 20 Millionen Euro.

Sarver löste den deutschen Topmanager und Unternehmer Utz Claassen am Montagabend als Haupteigner ab. Claassen bleibt aber vorerst Präsident. Sarver will den Verein nach eigenen Angaben spätestens in drei Jahren wieder in die Primera División zurückführen.

Mit einem Gesamtkapital von gut 26 Millionen Euro ist Real Mallorca jetzt mit deutlichem Abstand der finanziell stärkste Verein der Liga Adelante. Als Tabellen-18. kämpft der Club aber gegen den Abstieg.

Der langjährige Erstliga-Club Real Mallorca stieg 2013 in die 2. Liga ab. Nash war sechs Jahre lang Teamkollege von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA und ist Partner von Sarver in der Firma Liga ACQ Lagacy Partners. Nash und Nowitzki gelten als enge Freunde. Der Kanadier, einer der besten Spielmacher aller Zeiten, beendete vor der laufenden NBA-Saison seine aktive Karriere. Mit dem Fußball verbindet Nash alte Leidenschaft.

Utz Claassen und Real Mallorca: Aufstieg um jeden Preis

Utz Claassen und Real Mallorca

Premium Aufstieg um jeden Preis

Utz Claassen rettete Real Mallorca vor dem Ruin – nun will der deutsche Manager das Stadion umbauen und einen Spitzenklub formen. Mallorca, sagt er, sei nach London und Moskau der beste Standort für einen europäischen Profiverein.

Der 52 Jahre alte frühere EnBW-Vorstandschef Claasen war bereits im November 2010 als Investor bei Real Mallorca eingestiegen. Kurz vor Weihnachten 2014 war er zum Präsidenten des Clubs gewählt worden und Anfang 2015 auch zum Mehrheitsaktionär aufgestiegen. Nach der Kapitalerweiterung sinkt sein Anteil von 98 auf gut 22 Prozent.

Für das Geld hat Real Mallorca reichlich Verwendung. Im Interview mit dem Handelsblatt erklärte Claassen noch im November, den Fußballstandort Mallorca stark ausbauen zu wollen. Dazu zählt nicht nur der sportliche Wiederaufstieg, sondern auch die Immobilienentwicklung des Vereinsgeländes. Als Präsident steht Claassen angesichts der schlechten Tabellenlage jedoch in der Kritik.

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