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28.04.2014

14:55 Uhr

Real soll Höllen-Spektakel erleben

Guardiola sucht Final-Schlüssel für FC Bayern

Erstmals steht Pep Guardiola mit den Bayern mit dem Rücken zur Wand. Die 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel gegen Madrid wiegt schwer. Mit Mut zum Risiko soll die bisher erfolgreiche Deutschland-Reise von Real beendet werden.

Pep Guardiola weiß: Es muss sich etwas im Vergleich zum ertraglosen Münchner Dominanz-Auftritt in Madrid ändern. AFP

Pep Guardiola weiß: Es muss sich etwas im Vergleich zum ertraglosen Münchner Dominanz-Auftritt in Madrid ändern.

MünchenKarl-Heinz Rummenigge hat Real Madrid die „Hölle“ in München versprochen, auch Pep Guardiola und seine Spieler setzen bei der Aufholjagd im eigenen Stadion voll auf den Heimvorteil. „Wir, der Trainer und die Spieler, können es nicht alleine machen. Die Fans wollen auch das Finale schaffen“, warb Guardiola mit Blick auf das schwierigste Spiel seiner Amtszeit beim Champions-League-Sieger um totale Unterstützung.

Mit 68 000 frenetischen Zuschauern im Rücken möchte der Titelverteidiger das Traumziel Lissabon am Dienstagabend (20.45 Uhr/ZDF und Sky) trotz der 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel in Madrid doch noch buchen. „Real weiß, dass es noch nicht vorbei ist. Wir werden alles reinlegen, um ins Finale zu kommen“, verkündete Arjen Robben am Montag kämpferisch.

Die bislang erfolgreiche Deutschland-Tour von Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Co. über Schalke (Achtelfinale) und Dortmund, wo Real im Viertelfinale bei einer 0:2-Niederlage ganz dicht vor dem K.o. stand, soll in München ein weiteres Mal enden. Es wäre Reals drittes Halbfinal-Aus nacheinander - und Bayerns dritte Finalteilnahme in Serie nach 2012 und 2013.

Schon das verbale Vorspiel am Montag beschrieb die Brisanz einer Partie, über die 880 Medienvertreter berichten werden. In jedes Land der Welt, bis auf Nordkorea, sollen nach Angaben von Bayern-Sprecher Markus Hörwick TV-Bilder flimmern. Passend zu dem Spektakel dozierte der Kosmopolit Guardiola im Pressesaal gleich in vier Sprachen - deutsch, spanisch, englisch und italienisch - über das bayerisch-königliche Gigantenduell.

Der 43-Jährige verhehlte nicht, dass er trotz der fürchterlichen Deutschland-Bilanz von Real, das in München noch nie gewinnen konnte und gleich neun von zehn Partien verlor, rund um die Uhr nach dem passenden Final-Schlüssel fahndet. „Ich muss noch eine Nacht darüber schlafen, was ich verändern werde“, kündigte der Tüftler an. Viele Gespräche wollte er darum noch führen, die Mannschaft ließ er ausnahmsweise in der Nacht vor einem Heimspiel wieder mal in ein Hotel einrücken - zum Sinne schärfen.

Guardiola weiß, dass sich etwas ändern muss im Vergleich zum ertraglosen Münchner Dominanz-Auftritt in Madrid. „Wir müssen effektiver spielen“, sagte der Katalane. Vom Ballbesitz-Fußball will er aber auch beim Finale vor dem Finale nicht abrücken. Es gehe um die Balance, die er finden müsse, jene zwischen Mut zum Risiko und der Furcht vor Reals Konterstärke mit den Turbo-Stürmern Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und auch Hinspiel-Torschütze Karim Benzema. „Sie haben viele Spieler, die uns wehtun können. Wir müssen versuchen, sie von unserem Tor fernzuhalten“, betonte Guardiola.

Alles schwankt zwischen Mut und Vorsicht. „Mehr Aggressivität im Strafraum“, fordert Guardiola. Das könnte für die Hereinnahme des unberechenbaren Thomas Müller in der Offensive sprechen, in der die Flügelzange Ribéry/Robben zünden muss. „Es ist einfach: Wir müssen nach vorne spielen und Tore schießen“, verkündete Robben.

Kommentare (1)

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28.04.2014, 15:27 Uhr

Das klingt mir irgendwie wie das Pfeifen im Walde.
Aber wenn's einer packen kann, dann Pep!

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