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01.08.2014

11:13 Uhr

Red-Bull-Klub will nach oben

RB Leipzig gegen den Rest der Zweitliga-Welt

Die 2. Liga beginnt – und alles schaut auf RB Leipzig. Mit seinem zahlkräftigen Sponsor Red Bull plant der Klub den Durchmarsch in die Erstklassigkeit. Der vielfach kritisierte Verein setzt auf neuartige Synergien.

Das Stadion trägt ebenfalls den Namen des Klub-Sponsors: In der Red-Bull-Arena in Leipzig trägt RB seine Heimspiele aus. dpa

Das Stadion trägt ebenfalls den Namen des Klub-Sponsors: In der Red-Bull-Arena in Leipzig trägt RB seine Heimspiele aus.

DüsseldorfRichtig stolz ist die Deutsche Fußball Liga (DFL): Am Freitagabend wird die 2. Bundesliga eröffnet. Und gleich zum Start könnte ein neue Besucherrekord für das Eröffnungsspiel aufgestellt werden. „Wir rechnen mit mehr als 40.000 Zuschauern, das ist eine beeindruckende Zahl“, sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Bislang liegt der Rekord bei 48.385 Fans: Beim Saisonauftakt 2010/2011 spielten Hertha BSC und Rot-Weiß Oberhausen vor dieser außergewöhnlich großen Kulisse. Heute Abend spielen zwei alte Bekannte aus der Bundesliga gegeneinander: Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig.

Doch so spannend dieses Spiel auch ist – in der zweiten Liga steht ein anderer Verein im Mittelpunkt der Diskussionen: die „Roten Bullen“ aus Leipzig oder – wie sie richtig heißen – RB Leipzig. Der Aufsteiger, der vom Getränkekonzern Red Bull finanziert wird, spaltet die Fußballwelt.

2. Bundesliga: Fakten für Fußballfans

Spiele und Tabelle

Köln ist in die erste Bundesliga aufgestiegen. Paderborn ebenfalls. Fürth schaffte es dann als Dritter der letzten Saison doch nicht.

Stand: Juli 2014

Wert der Teams

Der Marktwert aller Teams in der zweiten Bundesliga lag in der Saison 2013/14 bei rund 270 Millionen Euro taxiert. Für die Saison 2014/15 liegt dieser Wert bei 250 Millionen Euro. Die wertvollsten Kader haben Nürnberg, Düsseldorf und Kaiserlautern mit mehr einem Transferwert von jeweils mehr als 18 Millionen Euro.

Quelle: Transfermarkt.de

Stadien

1860 München, Fortuna Düsseldorf und RB Leipzig verfügen in der Saison 2014/15 über die größten Stadien. Die meisten Stehplätze hat Union Berlin (knapp 18.000), die meisten Sitzplätze bietet die Allianz-Arena in München, wo neben 1860 auch die Bayern spielen (rund 57.000).

Ewige Tabelle

In der ewigen Tabelle der zweiten Bundesliga liegt Alemannia Aachen mit großem Vorsprung vor Fortuna Köln und Greuther Fürth.

Die Torjäger

Die meisten Tore schossen 2013/14 Mahir Saglik vom SC Paderborn, Jakub Sylvestr von Erzgebirge Aue, Ilir Azemi von SpVgg Greuther Fürth und Simon Zoller vom 1. FC Kaiserslautern.

Die meisten Karten

Die meisten gelben, gelb-roten und roten Karten sammelten in der Saison 2013/14 die Spieler Dominic Peitz vom Karlsruher SC, Christopher Buchtmann und Sören Gonther vom FC St. Pauli, Yannick Stark von 1860 München, Thomas Bertels vom SC Paderborn sowie Damir Kreilach von Union Berlin.

Die wertvollsten Spieler

Die wertvollsten Spieler der Saison 2014/15 sind Innenverteidiger Niklas Stark vom 1.FC Nürnberg (2,00 Millionen Euro), der Mittelstürmer Jakub Sylvestr von Nürnberg (1,80 Millionen Euro), der Innenverteidiger Marc Torrejón vom 1.FC Kaiserslautern sowie Mittelstürmer Terrence Boyd von RB Leipzig (beide 1,75 Millionen Euro).

Quelle: Transfermarkt.de

Nachrichten

Aktuelle Nachrichten aus der 2. Liga sind regelmäßig auf der Internetseite von Handelsblatt.com zu finden. Hier geht es zum Überblick.

Liveticker

Fans können die Spiele auf einigen Plattformen im Internet live auf Handelsblatt.com verfolgen. Hier geht es zum Liveticker.

Weitere Informationen zur zweiten Liga gibt es auch beim DFB.

Der Verein gilt als Emporkömmling, der von dem österreichischen Getränkehersteller mit etlichen Millionen Euro aufgepäppelt wurde. Doch gerade deswegen und wegen seiner professionellen Struktur hat RB Leipzig gute Aufstiegschancen. Als wirklich gern gesehener Gast gelten die „Roten Bullen“ bei der Konkurrenz aber nicht.

Viele Fußballmanager reagieren eher abweisend, wenn sie auf den Verein angesprochen werden. „Ich bin ein großer Freund des Financial Fairplay. Mehr möchte ich dazu nicht sagen", meinte etwa Fortuna-Manager Helmut Schulte ausweichend vor dem Spiel gegen Braunschweig.

Auch sein Braunschweiger Kollege Marc Arnold will sich nicht mit flotten Sprüchen in die Nesseln setzen: „Sie haben die Lizenz erhalten, sie sind daher ein Konkurrent, mit dem man sich auseinandersetzen muss.“ Allerdings spricht er damit zumindest das Lizenztheater an, für das die Leipziger vor Saisonbeginn gesorgt hatten.

Kommentare (6)

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Herr Tom Beck

01.08.2014, 11:29 Uhr

Fußball ist ja nicht erst durch das Engagement von Red Bull zu einem Geschäft geworden. Ich sehe keine Probleme wegen des starken Sponsors. Es wäre für die Bundesliga die zu einer Südwest Liga mit etwas Mittel und Norddeutschland Einfluss verkommen ist, eine Bereicherung einen Ostclub zu bekommen der wirtschaftlich mithalten kann. Die Bundesliga spiegelt doch deutlich die wirtschaftliche Struktur Deutschlands wieder. Die Namensgebung finde ich lächerlich, warum nicht weiterhin Red Bull, es heißt ja auch Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen? Das ist meines Erachtens Heuchelei, man hat Angst vor dem neuen Wettbewerber. Man stelle sich vor Leipzig spiele in der Champions League!!!

Herr Kurt Siegel

01.08.2014, 11:47 Uhr

Leverkusen und Uerdingen müssen ebenfalls sofort den Namen ändern !!

All dieses wolkige Gerede von Tradition ist doch Heuchelei, der Neidfaktor überlagert im Fall Red Bull alles.

Herr Dirk Becker

01.08.2014, 13:02 Uhr

korrekterweise KFC Uerdingen , aber es gib als weiteres
Beispiel ALBA Berlin beim Basketball

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