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27.09.2016

13:30 Uhr

Rekorde des 1. FC Köln

Die Geißböcke sind zu schwach für Europa – noch!

VonThomas Schmitt

Der 1. FC Köln in Feierlaune: Endlich Rekorde – und das sogar in der Bilanz. Doch aktuell ist viel zu wenig Geld da, um auf der großen Fußballbühne mitzuspielen. Fünf Jahre brauchen die Kölner mindestens noch dafür.

„Wir stehen wir für Professionalität, Vertrauen und Demut“, sagte Präsident Werner Spinner während der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln. dpa

Mitgliederversammlung vom 1. FC Köln

„Wir stehen wir für Professionalität, Vertrauen und Demut“, sagte Präsident Werner Spinner während der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln.

KölnDie Kölner Fußballseele erlebt gerade ungeahnte Höhenflüge. Sportlich läuft es super mit Platz 3 in der Bundesliga. Und wirtschaftlich verkündete der Verein am Montagabend seinen Mitgliedern den besten Umsatz und den höchsten Gewinn vor Steuern in der Vereinsgeschichte. Allerdings sind diese Zahlen kein Grund, gleich euphorisch zu werden.

Das sieht Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle auch ganz klar – er dämpft er allzu hohe Erwartungen. Aufgrund seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten sei es dem 1. FC Köln nicht möglich, international zu spielen. Zwar würden die Geißböcke eine Platzierung unter den Top 7 der Bundesliga gerne mitnehmen, doch mehr als ein kurzes Gastspiel in der Europa League wäre wohl nicht drin.

Fakten zum 1. FC Köln

Verein

„Der 1. FC Köln ist nicht irgendein Club. Er ist besonders. Zum Beispiel, weil Fans und Mitglieder diesem Club selbst dann nicht verlorengehen, wenn er keine Titel gewinnt. Weil sein Stadion selbst in der 2. Bundesliga ausverkauft ist. Weil er Humor hat und trotzdem ernsthaft professionell ist.“

www.fc-koeln.de

Mitglieder und Fans

Anfang 2015 zählt der Club rund 70.000 Mitglieder, knapp die Hälfte davon kommen aus Köln und dem Umland. 1.400 FC-Fan-Clubs gibt es in Deutschland, aber auch in Belgien, England, Spanien und sogar in Kanada, Costa Rica und Nigeria haben sich Fans zusammengeschlossen.

Maskottchen

1950 schenkte die Zirkusdirektorin Carola Williams dem 1. FC Köln auf einer Karnevalssitzung einen kleinen Geißbock als Glücksbringer. Benannt wurde er nach dem späteren Meistertrainer Hennes Weisweiler. Mittlerweile ist Hennes das bekannteste Maskottchen und Wappentier Deutschlands. Seit dem 24. Juli 2008 ist Hennes VIII. im Amt, er lebt im Kölner Zoo.

Umsatz

In der Saison 2015/16 stieg der Umsatz erstmals über die Marke von 100 Millionen Euro – ein Rekord.

Gewinn

2012 war der Verein nahe an der Insolvenz. Inzwischen fällt wieder ein Gewinn nach Steuern an, der in der Saison 2015/16 deutlich gestiegen ist.

Trikots

Sponsor ist die Handelskette REWE. Bis 2018 fließen so 6 Millionen Euro pro Jahr an den Verein. Ausrüster ist bis 2018 Erima.

Trikotpreise

Ohne Beflockung: 79,99
Mit Standard-Beflockung: 92,94 Euro
Mit besonderer Beflockung: 97,94 Euro
Kindertrikots: 59,99 Euro

Stadion

Rheinenergiestation – Kapazität: 50.000 Plätze, nahezu ausverkauft
Namensrechte vergeben bis 2018, bringen 2,5 Millionen Euro pro Jahr
Eigentümer: Kölner Sportstätten GmbH (Stadt Köln)

Ticketpreise

Tagestickets: 16 bis 75 Euro
Dauerkarten: 165 bis 785 Euro
verkauft: 25.000

Geschäftskunden

Logen: 57
Logenplätze: 780
VIP-Plätze: 2927

Noch immer drücken den FC „dumme Schulden“ im Volumen von 15,5 Millionen Euro, die spätestens bis 2024 verschwinden sollen. Plätze im oberen Drittel der Bundesliga würden dabei natürlich helfen, weil Köln dann zum Beispiel etliche Plätze im TV-Ranking klettern könnten. Derzeit ist es Platz 14, und jeder höhere Platz bringt ungefähr zwei Millionen Euro mehr in die Kasse.

Geld, das sie gerne in den Profi-Kader investieren würden. Dessen Marktwert hat sich zwar in den vergangenen drei Jahren verdreifacht, wie sich aus den Daten des Internetportals Transfermarkt.de ergibt. Doch damit liegen die Kölner im Bundesliga-Ranking immer noch in der unteren Hälfte der Tabelle. Wobei die Kader der Top 6 mindestens doppelt so viel wert sind. Da klafft eine große Lücke.

Noch weniger konkurrenzfähig sind die Kölner, wenn man die Spielergehälter vergleicht. In der vergangenen Saison hat der Profi-Kader rund 31 Millionen Euro verschlungen. Das ist zwar ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zur Vorsaison, doch immer noch wenig. Die Top 6 geben im Schnitt 88 Millionen Euro aus. Bei den Plätzen 7 bis 13 sind es 38 Millionen Euro.

Konkurrenzlos Spitze ist Branchenführer Bayern München. Inzwischen geht es in München um die Marke von 200 Millionen Euro. Borussia Dortmund hat gerade im Geschäftsbericht mitgeteilt, dass in der vergangenen Saison 111 Millionen Euro für den Profi-Kader ausgegeben worden sind. Das waren schon 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 115 bis 120 Millionen Euro könnten es diese Saison werden.

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Der 1. FC Köln war fast pleite. Inzwischen ist er saniert. Doch noch fehlt ein Super-Stadion, um fit zu werden.

Es sind keine großen Rechenkünste nötig, um vorherzusagen, dass Köln das Gehaltsniveau der Topvereine in den nächsten fünf Jahren nicht erreichen dürfte. Das wäre auch gar nicht sinnvoll und ein viel zu großer Sprung. Erst müssen die Kölner die wirtschaftlichen Grundlagen dafür schaffen, um dauerhaft oben mitspielen zu können.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.09.2016, 17:05 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

Account gelöscht!

27.09.2016, 17:16 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

Herr carlos santos

27.09.2016, 17:38 Uhr

Abschied als Kommentar -schreiber beim Handelsblatt:
TEIL 1 :
In meine Jugendjahren da kaufte ich jeden Freitag den Handelsblatt und auch die Frankfurter Allgemeine...denn es gab noch kein Internet !
Ich studierte die Tendenzen der Weltmärkte und verfolgte die Weltpolitik !
Regeln die damals für Wirtschaft und Politik galten, gelten heute nicht mehr da es innerhalb von Sekunden auf dem ganzen Erdball zu ganz andere Entscheidungen in der Welt-Wirtschaft oder in der Welt-Politik kommen können dass alles was bisher Gut war ins negative drehen kann und sämtliche Anstrengungen vernichten können.

Heute lese ich, dank meiner Sprachkenntnisse in Afrika, USA, Cuba, Deutschland, Schweiz, Österreich so viele verschiedene Tageszeitungen wie nur möglich.
NUR SO ENTKOMMT MAN EINE DIKTATUR DIE NACHRICHTEN UNTERDRÜCKT !

Es ist unerträglich mit zu bekommen wie gerade das Europäischer Kontinent in Wirtschaftliche, Politische oder auch gesellschaftlicher belange sich so schlecht entwickelt hat durch die Unqualifizierte Kräfte die es steuerten geworden ist als auch dass es weiterhin unmenschlicher von Tag zu Tag wird !
Weder eine Europäische Union noch einzelne Europäische Staaten haben eine Lösung für die vergangene aufgekommene Problematiken...und noch viel weniger für uns bis heute noch nicht in der Bevölkerung bekannt gewordene Probleme die sich in den kommenden Zeiten zeigen werden müssen aber unsere Staats-und Wirtschaft führende nicht kompetent sich schon heute erweisen den wachsende Probleme je einmal gerecht zu werden.
Durch den Handelsblatt wurde mir möglich zu zeigen was alles weit im voraus abzufangen wäre...Wirtschaftlich, Politisch als auch gesellschaftlich !
Es war mir ein vergnügen die auszulachen die einst mich nicht bei sich haben wollten !!!


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