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30.05.2012

09:50 Uhr

Relegationsspiel

Hertha-Mitglieder gegen neuen Einspruch

Herthas Mitglieder sind gegen einen neuen Einspruch gegen die Wertung des Relegationsspiels in Düsseldorf. Das ergab ein Votum auf der Mitgliederversammlung. Manager Michael Preetz hat noch keine Entscheidung getroffen.

Vereinsmitglieder verfolgen die Mitgliederversammlung des Vereins Hertha BSC in Berlin. dpa

Vereinsmitglieder verfolgen die Mitgliederversammlung des Vereins Hertha BSC in Berlin.

BerlinNach den sportlichen Pleitewochen und dem bevorstehenden Absturz in die Zweitklassigkeit bleibt Hertha BSC zumindest das große Führungschaos erspart. Bei einer emotionalen Mitgliederversammlung wurde Werner Gegenbauer am Dienstagabend als Präsident des Hauptstadtclubs mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Damit dürfte auch die Zukunft des in der vollen Berliner Messehalle heftig kritisierten Managers Michael Preetz gesichert sein. „Wir müssen natürlich den Wiederaufstieg schaffen und ein etablierter Erstligist werden“, sagte Unternehmer Gegenbauer in seiner Wahlrede. „Ich werde alles geben für Hertha“, meinte er.

Nach 1 Uhr am Mittwochmorgen durften sich die Mitglieder auch zu einem möglichen erneuten Einspruch gegen die Wertung des Chaos-Relegationsspiel bei Fortuna Düsseldorf äußern - eine deutliche Mehrzahl sprach sich gegen einen weiteren Protest aus.

Zuvor hatte Preetz erklärt, dass die schriftliche Urteilsbegründung des DFB-Bundesgerichts noch nicht vorläge, erst danach will Hertha entscheiden. Bereits vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatten die Berliner keinen Erfolg gehabt. Sollte kein weiterer Einspruch eingelegt werden, steht Hertha endgültig als dritter Absteiger aus der Bundesliga fest.

Trotz klaren Votums für Gegenbauer war der Abend für Preetz zuvor zum erwartet schweren Gang geworden. Schon als der Sport-Geschäftsführer ans Rednerpult trat, schlug ihm der Unmut der Fans entgegen. Selbst während Preetz' Rede bei der Mitgliederversammlung schallten immer wieder Buh-Ruhe und laute Pfiffe durch den riesigen Saal 1 des Berliner ICC. „Hertha bietet ein Bild großer Zerrissenheit“, stellte Ex-Präsident Bernd Schiphorst kurz zuvor fest. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats forderte: „So weitermachen wie bisher, kommt nicht infrage.“

Kommentare (3)

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Berliner

30.05.2012, 10:21 Uhr

Damit haben die Hertha-Mitglieder bewiesen, wie charakterlos sie sind. Wer vorher die Klappe aufreißt und nach Neuanfang schreit, sollte dann aber auch den Arsch in der Hose haben und es durchziehen. Letzten Endes bleibt alles wie gehabt.
Gute Nacht Hertha

AllesQuatsch

30.05.2012, 15:59 Uhr

im gegenteil. die berliner haben anstand und würde bewiesen und gezeigt, dass ein einspruch der hertha doch lächerlich ist. sollen sie halt sportlich beweisen, dass sie als aufsteiger nächstes jahr in die 1. bundesliga gehören.

Berliner

05.06.2012, 09:14 Uhr

Das habe ich auch nicht gemeint. Gemeint war, dass man mit der Wahl alles beim Alten belässt, wo man doch vorher geschrien hat, Preetz muss weg. Und ist er weg??? Außerdem ist es eine Frechheit von Gegenbauer zu sagen, die Mitglieder sollen entscheiden, ob man das Schiedsgericht anruft. Nun haben sie sich dagegen entschieden und Herr Gegenbauer tönt, man wolle erst die Begründung abwarten. Von wegen die Mitglieder haben entschieden!!!

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