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14.12.2014

17:29 Uhr

Remis im Westderby

Gladbach sitzt Bayer weiter im Nacken

Leverkusen hat zwar die Rückkehr auf den dritten Tabellenplatz geschafft, im Verfolgerduell mit Gladbach kam Bayer aber nicht über ein 1:1 hinaus. Damit sitzen die Fohlen der Werkself weiter punktgleich im Nacken.

Torschütze Roel Brouwers (rechts) und Patrick Herrmann von Mönchengladbach jubeln über den Treffer zum 1:1-Endstand. dpa

Torschütze Roel Brouwers (rechts) und Patrick Herrmann von Mönchengladbach jubeln über den Treffer zum 1:1-Endstand.

LeverkusenChampions-League-Achtelfinalist Bayer Leverkusen hat mit dem 1:1 (1:1) im Westderby gegen Borussia Mönchengladbach wichtige Punkte verschenkt, bleibt aber zu Hause ungeschlagen und rückte auf Platz drei vor. In einem unterhaltsamen und rasanten Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga hat sich die Gäste-Elf von Trainer Lucien Favre den Auswärtspunkt dank einer beachtlichen Steigerung nach der Pause mehr als verdient. Hakan Calhanoglu brachte die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt am Sonntag vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena mit seinem vierten Saisontor in Führung (18. Minute). Dem Belgier Roel Brouwers glückte in einem unterhaltsamen Duell noch vor der Pause der Ausgleich (40.).

Bayer gehörte fünf Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League zwar fast die gesamte erste Halbzeit. Doch die Heim-Elf beherzigte das Credo von Schmidt „Bedingungslose Offensive“ nur vor der Pause. Angesichts der Überlegenheit war da ein Treffer aus zwölf Torschüssen zu wenig, der Coach hatte immer wieder die mangelnde Chancenverwertung kritisiert. Gladbach ist mit 24 Zählern hinter den punktgleichen Leverkusenern Vierter.

Die anfangs harmlosen Gladbacher, die in der vorigen Saison beide Westderbys gegen die Werkself verloren, hätten sogar in Führung gehen müssen: Nach einem mustergültigen Konter verzog Patrick Herrmann nach perfektem Querpass von Max Kruse nur knapp (7.). Auf der Gegenseite zwang Karim Bellarabi Gladbachs Keeper Yann Sommer mit einem 22-Meter-Schuss zu einer ersten Glanzparade (10.).

Beim 1:0 ging es dann blitzschnell: Abschlag Bernd Leno, Kopfball-Abtropfer von Stefan Kießling - bei Calhanoglus 18-Meter-Schuss in den Winkel stand Sommer allerdings etwas zu weit vor dem Tor. Zudem machten Alvaro Dominguez und Brouwers im Abwehrzentrum keine gute Figur. Fast hätte Bellarabi auf 2:0 erhöht (36.) - nur um Zentimeter segelte der Ball am langen Pfosten vorbei.

Der 15. Spieltag

TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 3:2

Frankfurt beginnt gut, Hoffenheim kommt erst nach und nach besser ins Spiel und geht kurz vor der Pause durch Volland in Führung (43.). Nach dem Seitenwechsel drängen die Gäste auf den Ausgleich und werden belohnt. Aigner trifft zum 1:1 (58.). Kurz darauf bringt Szalai die Hausherren wieder in Front (66.). Nach dem erneuten Frankfurter Ausgleich durch Seferovic (77.) markiert der überragende Firmino kurz vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer für die Kraichgauer (87.).

FC Augsburg - FC Bayern 0:4

Eine Stunde lang liefert Augsburg dem Rekordmeister einen heißen Kampf – und geht dann unter. Innerhalb von nur 12 Minuten machen Benatia (58.), Robben (59. und 71.) und Lewandowski (68.) alles klar. Durch den Sieg steht der Rekordmeister bereits als Herbstmeister fest.

Werder Bremen - Hannover 96 3:3

In einer unterhaltsamen Bundesliga-Partie trennen sich Werder und Hannover 3:3. In den ersten 30 Minuten dominiert Hannover das Spiel und geht verdient durch Stindl in Führung (12.). In der 36. Minute erzielt Zlatko Junuzovic den schmeichelhaften Ausgleich. In den zweiten 45 Minuten kommen die Bremer besser aus der Halbzeit uns gehen durch Melvyn Lorenzen sehenswert mit 2:1 in Führung (55.). Joselu und Hiroshi Kiyotake drehen das Spiel erneut (62.,64.). Kurz vor Schluss erzielt Davie Selke den verdienten Ausgleich (88.).

FC Schalke 04 - 1. FC Köln 1:2

Köln gewinnt durch die Tore von Anthony Ujah (46.) und Matthias Lehmann (67., Foulelfmeter) – und belohnt sich für eine starke Defensivleistung. Schalke hingegen rennt 90 Minuten lang an, ohne wirklich gefährlich zu werden. Auch der Anschlusstreffer von Leroy Sane (85.) kann nichts mehr daran ändern.

Hertha BSC - Borussia Dortmund 1:0

Durch das 1:0 des ehemaligen Dortmunder Schieber (40.) geraten die Borussen ins Hintertreffen. Mit viel Glück rettet sich die Klopp-Elf ohne zweites Gegentor in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel baut Dortmund Druck auf, kommt aber erst gegen Ende des Spiels zu guten Chancen. Immobile kann jedoch gleich zwei gute Kopfballchancen (86., 87.) nicht im Tor unterbringen.

SC Freiburg - Hamburger SV 0:0

Der SC Freiburg hat durch Darida nach zwei Minuten die große Chance in Führung zu gehen, doch der Tscheche vergibt einen Foulelfmeter leichtfertig. Danach führen beide Mannschaften eine intensive Partie, in der es kaum nennenswerte Szenen vor dem Tor gibt.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 1:1

Mainz geht dank eines Geniestreichs von Johannes Geis, der einen Freistoß sehenswert versenkt (36.), mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Nach Wiederanpfiff blieben die Rheinhessen dominant, machen aber das zweite Tor nicht. Stuttgart bäumt sich auf und gleicht durch den eingewechselten Filip Kostic glücklich aus (72.).

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 1:1

Vor der Pause bestimmt Bayer das Spiel und geht verdientermaßen durch Calhanoglu (18.) in Führung. In der Folge hält man den Druck hoch, doch die Gäste nutzen kurz vor der Pause eine ihrer wenigen Möglichkeiten zum Ausgleich durch Brouwers (39.). Der zweite Durchgang ist bietet nur noch vereinzelte Highlights.

VfL Wolfsburg - SC Paderborn 1:1

Vor der Pause wird über weite Strecken Einbahnstraßenfußball des VfL geboten, der durch ein Eigentor von Rafa (17.) führt, weitere Treffer aber unter anderem durch einen von Perisic verschossenen Foulelfmeter (30.) verpasst. Gleich nach der Pause gelingt den verbesserten Gästen aber der Ausgleich, Meha verwandelt einen von Naldo verursachten Strafstoß sicher (51.). Besonders der überragende Kruse im Kasten der Paderborner sorgt anschließend dafür, dass der 1:1-Pausenstand auch nach 90 Minuten Bestand hat.

Drei Tage nach dem Einzug in die K.o.-Runde der Europa League waren die Gäste nur bei sporadischen Kontern präsent, am 16er meistens nicht konsequent und präzise genug. Der Ausgleich traf die überlegenen Gastgeber dann auch wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Nach Eckball von Thorgan Hazard, der für Raffael in die Startelf rückte, traf Brouwers volley aus zehn Metern mit der Innenseite. Zweite Chance, erstes Tor - der Ausgleich beflügelte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre.

Nach der Pause stürmte Gladbach drauflos, stürzte sich in die Zweikämpfe und wurde immer stärker: Hazard (50.), Brouwers (55.) und Herrmann (59.) vergaben dicke Chancen zum 2:1, der Königsklassen-Achtelfinalist aus Leverkusen war über weite Strecken völlig abgemeldet. Weltmeister Christoph Kramer blieb unauffällig - für Schlagzeilen konnte der 23-Jährige, der zum Saisonende wieder nach Leverkusen zurück muss, diesmal nicht sorgen.

Von

dpa

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