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10.04.2016

18:42 Uhr

Revierderby

Dortmund lässt auf Schalke zwei Punkte liegen

Rückschlag im Titelrennen: Borussia Dortmund kommt gegen Schalke nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga scheint damit fast schon zugunsten des FC Bayern entschieden.

Dortmund und Schalke trennen sich Unentschieden. AFP; Files; Francois Guillot

Revierderby

Dortmund und Schalke trennen sich Unentschieden.

GelsenkirchenHohes Risiko, wenig Ertrag - Borussia Dortmund hat nach radikaler personeller Rotation einen wohl vorentscheidenden Rückschlag im Titelrennen erlitten. Die von BVB-Trainer Thomas Tuchel auf mehreren Positionen veränderte Mannschaft kam im 88. Derby beim Revierrivalen FC Schalke 04 am Sonntag nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus. Damit vergrößerte sich der Abstand des Zweiten der Fußball-Bundesliga zum Spitzenreiter FC Bayern München fünf Spieltage vor dem Saisonende auf sieben Punkte.

„Das ist ein sehr realistisches Szenario, dass die Bayern Meister werden. Die ganz große Aufholjagd - ich weiß nicht, ob's die noch gibt“, urteilte Tuchel. Sportchef Michael Zorc kommentierte: „Die Spiele werden immer weniger, die Bayern gewinnen immer weiter, wir sind doch alle Realisten.“ Die Schalker Torschützen Leroy Sané (51. Minute) und Klaas-Jan Huntelaar (66./Foulelfmeter) brachten den BVB trotz zweimaliger Führung durch Shinji Kagawa (49.) und Matthias Ginter (56.) um den Sieg. „Die Bayern gewinnen halt jedes Spiel“, sagte Ginter, betonte aber zugleich: „Wir sind soweit zufrieden mit der Saison - unabhängig von anderen Mannschaften.“ Nuri Sahin gestand: „Dass es immer schwerer wird, ist doch klar.“

Die Brandrede von Breitenreiter

    Auch das traditionell hohe Prestige des Derbys konnte Tuchel nicht davon abhalten, sein Team mächtig umzubauen. Mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag beim FC Liverpool liefen nur drei Profis auf, die auch beim Hinspiel (1:1) gegen die Engländer drei Tage zuvor dabei gewesen waren. „Wir spielen im Drei-Tagesrhythmus, dem muss man Rechnung tragen, da muss man schlau sein“, meinte Zorc später zur Aufstellung.

    Die Schalker rehabilitierten sich zumindest ein wenig für das peinliche 0:3 eine Woche zuvor beim Aufsteiger FC Ingolstadt. „Wir haben das gezeigt, was wir haben vermissen lassen in Ingolstadt: Echte Männer zu sein“, sagte Torwart Ralf Fährmann. Huntelaar lobte „eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft“.

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