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25.11.2011

15:08 Uhr

Rhein-Derby

Gladbach kann die Tabellenspitze erobern

Nach drei Siegen in Serie will Borussia Mönchengladbach seinen Höhenflug in der Fußball-Bundesliga fortsetzen. Da kommt der 1. FC Köln als „Lieblingsgegner“ gerade recht. Außerdem winkt die Tabellenspitze.

Während die Kölner derzeit auf Rang elf rangieren, hat Mönchengladbach mit Jungstar Marco Reus bereits für Furore gesorgt und belegt überraschend Platz drei. dapd

Während die Kölner derzeit auf Rang elf rangieren, hat Mönchengladbach mit Jungstar Marco Reus bereits für Furore gesorgt und belegt überraschend Platz drei.

Derby-Fieber in Köln, Höhenrausch in Mönchengladbach - mit einem Sieg im 79. Aufeinandertreffen der beiden rheinischen Traditionsclubs winkt den Gladbachern zum zweiten Mal in dieser Spielzeit die Bundesliga-Tabellenführung. Doch trotz der Fünf-Tore-Gala gegen Bremen und der beeindruckenden Bilanz gegen ihren Lieblingsgegner FC sind die Borussen gewarnt. „Wir wissen, was in so einem Derby auf uns zukommt. Aber wir wollen bis zur Winterpause oben dran bleiben“, sagte der überragende Gladbacher Torjäger Marco Reus vor dem Vergleich am heutigen Freitag (20.30 Uhr).

4:0 und 5:1 fertigte der Fast-Absteiger der vergangenen Saison die Kölner zuletzt ab, gegen keinen Club in der Liga verlor der FC häufiger - zu Hause 21 Mal in 39 Begegnungen. Der letzte FC-Heimsieg liegt mehr als sechs Jahre zurück. Borussias Trainer Lucien Favre will aber von der Favoritenrolle seines Teams nichts wissen. „Das Bremen-Spiel ist vorbei. Köln ist sehr gefährlich und gut organisiert. Wir sind gewarnt“, meinte der Borussen-Coach, der auf seinen Innenverteidiger Martin Stranzl (Knieverletzung) verzichten muss. Für ihn rückt Roel Brouwers in die Startelf.

Sein Team hat mit drei Siegen nacheinander einen Lauf, die Kölner hingegen sind wegen des Spielausfalls gegen Mainz ein wenig aus dem Rhythmus gekommen und seit fast drei Wochen ohne Wettkampfpraxis. Das Team tritt erstmals nach dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Overath vor heimischem Publikum an.

Trainer Stale Solbakken hat auf die neue Situation reagiert, den trainingsfreien Montag gestrichen und bereits am Sonntag ein Testspiel unter Wettkampfbedingungen für seine Stammelf angesetzt. „Gladbach ist momentan die Mannschaft der Stunde, aber am Freitag ist eine neue Situation. Ich vertraue meiner Mannschaft, dass sie ein gutes Ergebnis erzielen wird“, sagte der FC-Coach, der neben fünf verletzten Profis nun im Derby auf die beiden noch gesperrten Martin Lanig und Henrique Sereno verzichten muss.

Im Mittelpunkt steht natürlich auch das Duell der Torjäger beider Teams. Reus erzielte für Gladbach zuletzt sieben Treffer in drei Spielen und rangiert mit insgesamt zehn Toren auf Platz vier der aktuellen Torschützenliste. Nationalmannschaftskamerad Lukas Podolski (9) steht ebenfalls in den Top Five der Bundesliga-Torjäger und traf bei den zuletzt drei aufeinanderfolgenden Heimsiegen seines Clubs fünfmal. „Beide haben schon viele Spiele für ihre Teams entschieden. Gut möglich, dass das auch diesmal so ist“, meinte Solbakken.

Vor großer Kulisse im mit 50.000 Besuchern ausverkauften Kölner Stadion hoffen die Beteiligten auf ein Derby ohne Zwischenfälle. „Das ist natürlich ein Spiel mit eigenen Gesetzen. Ich hoffe, dass wir ein emotionsgeladenes, aber friedliches Spiel sehen. Auf dem Platz soll es zur Sache gehen, aber daneben soll es ruhigbleiben“, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Von

dpa

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