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24.01.2007

14:30 Uhr

Bayern-Präsident dpa

Franz Beckenbauer spricht bei der Jahreshauptversammlung des Bayern München 2006.

dpa MÜNCHEN. Unmittelbar vor dem Rückrundenstart hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Druck auf die Führungsspieler beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München erhöht.

„Alle wissen, dass sie in der Hinrunde selten 100 Prozent gebracht haben“, sagte Rummenigge in einem Interview der Münchner „Abendzeitung“. „Aber das werden sie jetzt müssen, wenn wir an unsere Ziele heran wollen.“ Präsident Franz Beckenbauer forderte unterdessen die Verpflichtung eines Spielmachers zur neuen Saison.

Nicht nur von Jungstars wie Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski, sondern generell von allen WM-Teilnehmern im Bayern-Kader werde nun mehr erwartet, betonte Rummenigge. Der Vorstandschef zeigte sich aber überzeugt, dass sich der Meister nach der Weihnachtspause in besserer Verfassung präsentieren wird: „Jetzt beginnt das Wintermärchen des FC Bayern.“

„Ich glaube, dass im Mittelfeld etwas passieren muss“, sagte Beckenbauer. Nach dem Fortgang von Michael Ballack zum FC Chelsea sowie dem Rücktritt von Sebastian Deisler stehe der deutsche Fußball-Rekordmeister vor einem „Umbruch“. „Es wäre schön, wenn der eine oder andere kommen würde“, sagte Beckenbauer.

Wichtig sei das Engagement eines kreativen Kopfes für den Spielaufbau. „Ein Spieler vom Typ Deco, Diego oder Messi, so einen haben wir nicht, einen jungen Mehmet Scholl“, sagte Beckenbauer. Den vom FC Bayern schon offiziell umworbenen Franck Ribéry von Olympique Marseille bezeichnete der Vereinschef als interessanten Akteur. Die Investitionssumme sei dabei nicht maßgeblich. „Man kann das nicht an einer Zahl festmachen“, sagte er. In der Winterpause hatte der FC Bayern eine Verpflichtung eines Stars für bis zu 30 Mill. Euro für möglich erklärt.

In Angriff und Abwehr sieht Beckenbauer hingegen keinen Handlungsbedarf. „Da haben wir genug Spieler.“ Neben dem nach der Vorsaison nach London abgewanderten Ballack und dem zurückgetretenen Deisler verliert der FC Bayern im Sommer auch Hasan Salihamidzic an Juventus Turin. Owen Hargreaves wird derweil weiter von Clubs aus England umworben. Schweinsteiger und Roque Santa Cruz hatten in der Bundesliga-Hinrunde als Ballack-Ersatz in der zentralen Mittelfeldposition nicht überzeugen können.

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