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01.12.2013

12:12 Uhr

S04 boykottiert ZDF

Schalke ist nach Heimsieg sprachlos

Der Befehl kam von ganz oben: Spieler und Trainer von Schalke 04 gaben dem ZDF nach dem Spiel am Samstag keine Interviews. Grund: Die Schalker sind sauer – da das ZDF in der Champions League Borussia Dortmund bevorzugt.

Schalke-Manager Horst Heldt: Der Verein fühlt sich vom ZDF ungerecht behandelt. dpa

Schalke-Manager Horst Heldt: Der Verein fühlt sich vom ZDF ungerecht behandelt.

GelsenkirchenDer FC Schalke 04 hat dem Fernsehsender ZDF nach dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag jegliche Einzelinterviews verweigert. „Wir fanden es nicht attraktiv genug, uns ihnen in Interviews zu stellen“, erklärte Schalkes Manager Horst Heldt nach dem 3:0-Sieg. Spieler, Trainer Jens Keller und Heldt standen der TV-Anstalt nicht Rede und Antwort.

Der öffentlich-rechtliche Sender besitzt die Rechte im frei empfangbaren Fernsehen für das Topspiel am Samstagabend, das im „Aktuellen Sportstudio“ ausgestrahlt wird. „Jetzt bekommen sie nur Stimmen vom Verlierer. Aber das muss man dann auch mal aushalten“, betonte Heldt. „Die Schalker fühlen sich ungerecht behandelt“, sagte „Sportstudio“-Moderator Sven Voss. In der Sendung wurden daraufhin die Aussagen von Keller aus der Pressekonferenz ausgestrahlt.

Hintergrund der Ablehnung ist, dass das ZDF entschieden hatte, am letzten Spieltag der Champions League am 11. Dezember statt Schalke gegen den FC Basel die zeitgleiche Partie von Borussia Dortmund bei Olympique Marseille live zu übertragen. Der Sender darf in der Gruppenphase der Königsklasse jeweils mittwochs ein Spiel live zeigen, während die anderen Partien dem Bezahlsender Sky vorbehalten sind.

Beide Revierclubs – die in der Champions League immer zeitgleich spielen – können sich am letzten Spieltag aus eigener Kraft noch für das Achtelfinale qualifizieren. Bereits an den ersten beiden Mittwoch-Spieltagen hatte sich das ZDF für die Spiele von Borussia Dortmund entschieden. Außerdem wurden zwei Spiele von Bayern München und ein Heimspiel von Bayer Leverkusen gezeigt. Schalke ist damit der einzige deutsche Champions-League-Teilnehmer, der in der Gruppenphase kein einziges Mal im frei empfangbaren Programm zu sehen ist.

Insbesondere waren die Schalker sauer über die Begründung von ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz. Dieser hatte unter anderem erklärt, der BVB spiele „derzeit den attraktiveren Fußball“.

Von

dpa

Kommentare (6)

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KST

01.12.2013, 13:06 Uhr

Wo liegt das Problem? Die Schalker sollten sich nicht so benehmen als wären sie der Nabel der Welt. Es gibt jede Menge gute Mannschaften in Deutschland. Das was Schalke da jetzt macht nennt man "Kindergarten". Wer will schon ein langweiliges 0:0 gegen so einen Verein wie Bucarest sehen?

Account gelöscht!

01.12.2013, 13:26 Uhr

Vielleicht die Schalke-Fans, sie Ignorant

ferdester

01.12.2013, 13:29 Uhr

Wer die Kurt-Schuhmacher-Brücke in Gelsenkirchen auf dem RHK passiert,findet auf dem Fundament die Aufschrift:TOD DEM BVB
Es handelt sich nicht um eine hastige Schmiererei, sondern um qualitativ hochwertige Darstellung in mannshohen Lettern, die von Ordnungsbehörden, Schalke-Fans u. hunderten Passanten täglich billigend akzeptiert werden. Vor dem Hintergrund recht wechselhafter Spielergebnisse sollte S04 zufrieden sein, dass das ZDF nicht die primitive Selbstdarstellung bundesweit veröffentlicht. Nicht nur die Trikots auf dem Platz sollten sauber sein !!

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