Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.08.2015

13:53 Uhr

Sammer nimmt Götze in Schutz

„Wir lassen den Mario einfach mal Fußball spielen“

Wieder kein Tor für Götze, trotz Bayern-Gala. Die Diskussionen um den hochtalentierten Angreifer reißen auch nach Ligastart nicht ab. Wechselt der WM-Siegtorschütze? Nein, erklärt Bayerns Sportvorstand Sammer.

Geht es nach den Bayern, soll Mario Götze sich beim Rekordmeister etablieren. dpa

Blick nach vorn

Geht es nach den Bayern, soll Mario Götze sich beim Rekordmeister etablieren.

MünchenMatthias Sammer ist das Thema leid. Leidenschaftlich warb der Sportvorstand des FC Bayern in seiner Heimatstadt Dresden um eine Atempause für Fußball-Weltmeister Mario Götze, aber auch für die Münchner Verantwortlichen. „Können wir uns auf eines einigen? Wir lassen den Mario jetzt einfach mal Fußball spielen“, appellierte Sammer eindringlich an die ihn umringenden Reporter.

Ob Sammer, ob Götze, ob Trainer Pep Guardiola, die ständigen Fragen und Debatten ermüden die Hauptdarsteller beim deutschen Meister. Von einem „Kaugummi“ sprach Sammer. „So ein zähes Gerede bringt einen nicht weiter. Es wird nicht besser, wenn wir permanent darüber reden“, klagte er nach dem 3:1-Sieg der Bayern am Montagabend im Benefizspiel beim Drittligisten Dynamo Dresden.

Nach 80 Minuten im strömenden Regen war für Götze vor über 30 000 Zuschauern in Dresden Feierabend gewesen. Der 23 Jahre alte Nationalspieler klatschte bei seiner Auswechslung kurz mit Guardiola ab, nach einer bemühten Leistung, der die Spezialeffekte gefehlt hatten. Die Tore schossen andere: Arjen Robben, Arturo Vidal und Juan Bernat. „Er hat gut gespielt, engagiert gespielt, so wie wir uns das wünschen. So kommt er in Rhythmus“, sagte Sammer wohlwollend.

Der Kaugummi Götze wird in München weiter durchgekaut werden, vermutlich auch noch nach dem Ende der Transferfrist Ende des Monats. Ein Last-Minute-Verkauf von Götze ist unwahrscheinlich. Es sei denn, das Ausnahmetalent weicht auf den letzten Drücker doch noch von dem Entschluss ab, es mindestens noch ein drittes Jahr beim Meister zu versuchen. „Wenn keine neue Initiative von Mario kommt, ist der Deckel drauf“, hatte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge erst vor wenigen Tagen zu den ewigen Transferspekulationen erklärt.

Götzes Stand im Bayern-Luxuskader ist zum Start in die EM-Saison unverändert schwierig. Sein Potenzial ist groß, ausspielen konnte er es im Trikot des Rekordmeisters bislang stets nur sporadisch. Beim 5:0 im Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen den HSV war der 2013 für 37 Millionen Euro aus Dortmund weggelockte Profi einmal mehr nicht erste Wahl. Im verlorenen Supercup-Finale gegen den VfL Wolfsburg und im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Nöttingen hatte Götze dagegen jeweils zur Startelf gehört, erzielte im Pokalspiel sogar ein Tor.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×