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18.04.2015

19:49 Uhr

Sammer widerspricht Müller-Wohlfahrt

„Keiner hat ihm die Schuld gegeben“

Quelle:SID

Matthias Sammer hat Ex-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt widersprochen. Niemand habe ihm die Schuld an einer Niederlage gegeben. Der Arzt solle aufhören Dinge „hochzuspielen“. Das sei „eine Stilfrage“.

„Keiner hat ihm die Schuld an der Niederlage in Porto gegeben“: Mathias Sammer würde die Debatte um Ex-Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt gern schnell beenden. SID

Sammer widerspricht Müller-Wohlfahrt

„Keiner hat ihm die Schuld an der Niederlage in Porto gegeben“: Mathias Sammer würde die Debatte um Ex-Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt gern schnell beenden.

SinsheimSportvorstand Matthias Sammer vom Fußball-Rekordmeister Bayern München hat am Samstag der Darstellung von Ex-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt widersprochen, wonach diesem von Vereinsseite die Schuld für die 1:3-Pleite beim FC Porto in der Champions League am vergangenen Mittwoch gegeben worden sei.

„Keiner hat ihm die Schuld an der Niederlage in Porto gegeben“, sagte der Europameister von 1996 vor dem Bundesligaspiel bei 1899 Hoffenheim bei Sky. Müller-Wohlfahrt hatte am Donnerstag in einer Presseerklärung allerdings behauptet, der medizinischen Abteilung des FC Bayern unter seiner Führung sei die Schuld in die Schuhe geschoben worden.

Allerdings bemühte sich Sammer, das Thema nicht weiter hochzukochen. „Ich habe Verständnis für die Fragen, doch es ist am Freitag alles gesagt worden. Daher muss man nun nicht zusätzlich versuchen, Dinge zu interpretieren oder hochzuspielen. Es ist die Entscheidung von Müller-Wohlfahrt gewesen. Wir haben es zur Kenntnis genommen und es bedauert. Es ist alles dazu gesagt“, sagte er am Sky-Mikrofon.

Für den FC Bayern „ist es eine Stilfrage, in solchen Situationen die Dinge kurz und prägnant zu beantworten“, so Sammer. Man könne sicherlich viel darüber sprechen, „aber ich bitte um Verständnis für unsere Vorgehensweise. Das muss man nicht gut finden, aber man muss es akzeptieren“, betonte der ehemalige DFB-Sportdirektor.

Der 29. Spieltag im Überblick

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 0:0 (0:0)

Keine Tore, dafür aber eine durchaus sehenswerte Partie erleben die Zuschauer in Frankfurt. In der ersten Halbzeit ist Gladbach nach Chancen besser, Herrmann hat früh die Chance zur Gästeführung (11.). Auch die Eintracht hat einen Hochkaräter: Valdez scheitert an Sommer (34.). Nach dem Seitenwechsel kommt von der Borussia so gut wie gar nichts mehr nach vorne, dafür hat Aigner die Möglichkeit, den Treffer des Tages für Frankfurt zu erzielen (70.). Kurz vor dem Abpfiff kommt der eingwechselte Hazard zur besten Gladbacher Chance, doch auch er kommt nicht am souveränen Trapp vorbei. Am Ende ein leistungsgerechtes Resultat.

Bayer Leverkusen - Hannover 96 4:0 (2:0)

Die Werkself ist von Anfang an die bessere Mannschaft und belohnt sich mit vier Toren für eine starke Leistung. Ömer Toprak (20.), Julian Brandt (40.), Kyriakos Papadopoulos (49.) und Stefan Kießling (70.) sorgen für diesen Endstand. Hannover ist unglaublich harmlos und sieht sich nun wieder dem Abstiegskampf gegenüber. Die Werkself zieht hingegen an Gladbach vorbei auf den dritten Platz.

Hertha BSC - 1. FC Köln 0:0 (0:0)

Es ist das gefürchtet zähe Spiel im Olympiastadion geworden. Beide Mannschaften neutralisieren sich in Halbzeit eins durch ihre defensivtaktische Disziplin. In den zweiten 45 Minuten nimmt die Hertha das Spiel in die Hand, ohne übermäßig gefährlich zu sein. Die Hauptstädter zeichnen trotzdem für die größeren Chancen verantwortlich - Langkamp (17.) und Stocker (49.) scheitern am guten Horn, Skjelbred (30.) und Haraguchi (59.) verziehen freistehend. Köln kann mit dem Remis leben, sich aber auch über einen nicht gegebenen Elfmeter nach einem Skjelbred-Foul an Maroh ärgern (23.).

SC Freiburg - FSV Mainz 05 2:3 (0:2)

Der FSV kann mit einer eiskalten Torausbeute die Begegnung für sich entscheiden. Die Breisgauer machen zwar das Spiel, können ihre zahlreichen Chancen allerdings nicht nutzen. Okazaki bringt die Mainzer nach seinem Doppelpack (39. und 45+1.) in Führung. In der zweiten Hälfte nimmt Freiburg das Spiel erneut in die Hand. In der 81. Minute kann Mehmedi auf 1:2 Verkürzung. Im direkten Gegenzug erhöht Malli allerdings auf 3:1 und entscheidet die Partie. Der Sport-Club kommt in der Nachspielzeit nochmal auf 2:3 durch Schmid heran (90+1.). Doch dabei bleibt es, Mainz nimmt die drei Punkte mit.

1899 Hoffenheim - Bayern München 0:2 (0:1)

In einem mäßigen Bundesliga Spiel reicht den Bayern eine durschnittliche Leistung, um souverän in Hoffenheim zu gewinnen. Die Gäste aus München kontrollieren den Ball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Im Stile einer Spitzenmannschaft nutzt Rode die erste Chance der Gäste (38.). In der zweiten Halbzeit hat Rudy für die Gastgeber die beste Chance. Der Freistoß geht aber Millimeter am linken Pfosten vorbei (84.). Das Eigentor von Beck in der Nachspielzeit sorgt dann für die Entscheidung.

Borussia Dortmund - SC Paderborn 3:0 (0:0)

Anfangs ist der BVB noch ideenlos, aber je länger das Spiel dauert, desto mehr bekommt Dortmund Zugriff auf die Partie. Kurz vor der Halbzeit haben Aubameyang, Mkhitaryan und Ginter gute Chancen, vergeben aber allesamt. Kurz nach dem Seitenwechsel ist es Mkhitaryan, der mit seinem zweiten Saisontor Dortmund in Führung bringt (48.). Wenig später erhöht Aubameyang auf 2:0 (55). Zehn Minuten vor Schluss macht dann Kagawa den Deckel drauf (80.). Die Westfalen bringen diese Führung nach Hause.

FC Augsburg - VfB Stuttgart 2:1 (1:1)

Der FCA kommt besser in die Partie und geht dürch Tobias Werner (7.) verdient in Führung. Stuttgart wacht dann auf und gleicht durch Ginczek (22.) aus. In der zweiten Hälfte ist das Spiel weitestgehend offen, Raul Bobadilla (73.) entscheidet die Partie für die Augsburger.

Werder Bremen - Hamburger SV 1:0 (0:0)

Auch unter Bruno Labbadia taumelt der Hamburger SV weiter dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Der HSV verlor das 102. Nordderby beim Erzrivalen Werder Bremen am Sonntag durch ein spätes Elfmetertor von Franco Di Santo (84.) 0:1 (0:0) - es war die fünfte Niederlage der Hamburger in Serie unter dem dritten Trainer.

VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 1:1 (0:0)

Der VfL Wolfsburg ist gegen Schalke 04 überlegen. Muss sich aber mit einem Punkt begnügen. Nach der Pleite gegen Neapel im Europacup wirken die Niedersachsen etwas müde. Die erste Heimniederlage der Saison verhindert der Club-Superstar.

Sammer versuchte, die derzeitige Situation beim Titelverteidiger gelassen darzustellen: „Ich weiß, dass Bayern lange vorneweg gerannt ist. Nun glaubt man, einen Ansatzpunkt zu haben, um Dinge zu dramatisieren. Doch da würde ich mir mehr Sachlichkeit wünschen. Wir haben eine glänzende Ausgangsposition. Wir müssen jetzt aber die Ärmel hochkrempeln und kämpfen. Doch es ist nichts Dramatisches passiert.“

Von

sid

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