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26.01.2016

10:27 Uhr

SC Paderborn

Stefan Effenberg übersteht Penis-Affäre

Quelle:SID

Stefan Effenberg bleibt Trainer des Zweitligisten SC Paderborn. Doch er steht nun stärker unter Druck. Gehen muss dagegen der Spieler Nick Proschwitz, um den sich die "Penis-Affäre" im Trainingslager drehte.

SID

Stefan Effenberg bleibt Trainer des SC Paderborn

PaderbornStefan Effenberg bleibt trotz der "Penis-Affäre" um Stürmer Nick Proschwitz im Trainingslager im türkischen Belek Trainer des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Dies bestätigte SCP-Präsident Wilfried Finke auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Montagabend.

Auch Manager Michael Born bleibt im Amt. Finke sprach von "sehr vertrauensvollen" Gesprächen mit Effenberg und Born, die er am Montag geführt hatte, und sagte, er sehe "keine Ursache, an deren Aussagen zu zweifeln." Allerdings steigt nun der Druck auf Effenberg, mit seinem Team Erfolge einzufahren.

"Tatsache ist, dass die Herrschaften nicht dabei waren und keine Kenntnis davon hatten. Die Bettruhe war um 1.00 Uhr, der Trainer, die Co-Trainer und auch Michael Born haben diese Bettruhe eingehalten. Wir konnten bei der Befragung nicht den Ansatz einer Unregelmäßigkeit feststellen", sagte Finke.

Dagegen wurde Proschwitz mit sofortiger Wirkung freigestellt. Finke sagte, dass "der Spieler Nick Proschwitz das Trikot des SC Paderborn nicht wieder überstreifen wird". Dies sei, so Finke, das Ergebnis seiner intensiven Recherche zu den Vorfällen im Trainingslager des SCP.

Der 29 Jahre alte Proschwitz hatte beim feuchtfröhlichen Abschlussabend des Trainingslagers in der Sportsbar eines Fünf-Sterne-Hotels offenbar jegliche Kontrolle verloren, entblößte dabei in Anwesenheit einer Frau sowohl sein Geschlechts- als auch sein Hinterteil. "Mir ist völlig egal, wie tief die Hose hing. Als Spieler des SC Paderborn, als Gast in einem muslimisch geprägten Land, ist dafür einfach kein Platz. Ich verurteile und verabscheue dieses Verhalten", sagte Finke.

Man werde nun prüfen, ob "Schadensersatzforderungen zu stellen sind", sagte Finke. Dafür habe man einen "Arbeitsrechtler hoher Qualität beauftragt", der sich mit dieser Thematik auseinandersetzen werde.

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