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11.01.2006

19:42 Uhr

Schäuble zur Stadionsicherheit

„In Sicherheitsfragen dreimal hinsehen“

VonDie Fragen stellten Ruth Berschens, Thomas Sigm

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat im Streit um die Sicherheit der WM-Stadien die Rolle der Verbraucherschützer kritisiert. Im Handelsblatt-Interview stellte er klar, dass Sicherheit oberste Priorität habe - und ein Einsatz der Bundeswehr zur WM deshalb unabdingbar sei.

Herr Schäuble, vermiest Ihnen als Sportminister die Studie über die mangelhafte Sicherheit der WM-Stadien die gute Laune?

Ich nehme die Dinge ernst. Der schreckliche Unfall in Bad Reichenhall ist erst eine Woche her. Mir ist es lieber wir schauen bei solchen Sicherheitsfragen dreimal hin. Wir trüben damit auch nicht die Vorfreude auf die WM.

Zuvor gab es bereits die Debatte über den Ticketverkauf. Befürchten Sie nicht, dass jede Woche eine neue Hiobsbotschaft eintrifft und die gute WM-Stimmung sich in Luft auflöst?

Noch einmal. Mögliche Sicherheitsprobleme nimmt man im Zweifel ernst. Man hätte dem Ganzen selbstverständlich auch nachgehen können, ohne sich medial so groß zu erregen. Das sollten sich auch einige Verbraucherschützer mal überlegen. Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass die Stadien zur WM sicher sind.

Ist der Deutsche schon jetzt Weltmeister im Jammern und Kritisieren?

Die Deutschen sind besser als ihr Ruf. Ein gutes Beispiel ist die Nationalmannschaft. Vor der letzten WM hatte niemand das Team von Rudi Völler so hoch eingeschätzt. Dann ist die Mannschaft letztendlich Vizeweltmeister geworden. Wenn das Endspiel nicht ganz so unglücklich verlaufen und Michael Ballack nicht gesperrt gewesen wäre, dann hätte unser Team sogar gewinnen können.

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