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06.01.2011

16:20 Uhr

Schalke 04

Eine Hängepartie namens Farfan

Der Fall Jefferson Farfan wird bei Schalke 04 zur Hängepartie. Trainer Felix Magath kritisierte den wechselwilligen Stürmer scharf, kündigte eine Geldstrafe für ihn an und erklärte sich auch gesprächsbereit für einen Transfer. Ein Angebot liegt indes nicht vor.

Zwischen Hängepartie und Schwebezustand: Jefferson Farfan lässt den FC Schalke 04 über seine Zukunft im Ungewissen. Reuters

Zwischen Hängepartie und Schwebezustand: Jefferson Farfan lässt den FC Schalke 04 über seine Zukunft im Ungewissen.

HB BELEK/TüRKEI. Trainer Felix Magath hat die Eskapaden von Jefferson Farfan scharf kritisiert, eine Ende der Hängepartie um den wechselwilligen Stürmer ist beim FC Schalke 04 aber nicht in Sicht. „Was hier und auch in Hoffenheim abgeht, ist langsam nicht mehr erträglich“, sagte Magath am Donnerstag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im türkischen Belek. „Manche Spieler tun so, als ginge es sie nichts an, dass sie Verträge unterschrieben haben“, verglich der Trainer seinen Sorgenfall mit den Problemen der badischen Konkurrenz um den dort streikenden Stürmer Demba Ba, der sich seit Montag weigert, nach La Manga (Spanien) zu reisen. Der 25-Jährige will in die englische Premier League wechseln. Bei Hoffenheim soll er nach Aussagen von Manager Ernst Tanner und Mäzen Dietmar Hopp nicht mehr spielen.

Konkrete Folgen oder eine direkte Standpauke des Trainers gab es für Farfans Fehlen beim Trainingsauftakt, seine verspätete Ankunft in Belek und seine über peruanische Medien verbreiteten Abwanderungs-Gelüste allerdings noch nicht. Magath kündigte eine Geldstrafe für den 26 Jahre alten Peruaner an und verordnete ihm nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining noch eine individuelle Zusatzschicht, um Verpasstes aus den Einheiten vom Dienstag und Mittwoch aufzuholen.

„Mit Geld kann man fast alles wiedergutmachen“, meinte Magath, der Farfan ansonsten erst einmal schmoren lässt. „Für mich gibt es keinen Grund, hektisch ein Gespräch zu suchen“, erklärte der Schalker Trainer, Manager und Vorstandssprecher. „Bei mir hat sich kein Verein gemeldet. Und solange das nicht der Fall ist, brauchen wir einen Transfer auch nicht in Betracht zu ziehen.“

In aller Deutlichkeit stellte Magath klar, Farfan nur dann zu verkaufen, „wenn wir für ihn jemanden im Offensivbereich dazubekämen. Das muss ihm klar sein“. Ein Wechsel sei grundsätzlich nichts Außergewöhnliches. „Aber es müssen alle Seiten etwas davon haben. Es kann nicht sein, dass nur eine Seite sagt: Jetzt gehe ich.“

In seiner Heimat hatte Farfan erklärt, eine lukrative Offerte eines anderen Vereins zu haben und Schalke verlassen zu wollen. Nach seiner Ankunft in Belek am Mittwochabend bestätigte er: „Es ist richtig, dass es Angebote gibt. Aber ich weiß auch, dass ich beim FC Schalke einen Vertrag bis 2012 habe. Darüber müssen wir reden.“

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