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09.06.2017

06:38 Uhr

Schalke 04

Manager Heidel will Trainer Weinzierl feuern

Markus Weinzierl soll als Trainer von Schalke 04 heute abgelöst werden. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. Übernehmen soll den Job ein Senkrechtstarter aus Aue.

Schalke-Trainer Markus Weinzierl (Mitte) soll abgelöst werden. Manager Heidel (rechts) hatte ihn erst vor einem Jahr persönlich geholt. dpa

Trainerwechsel

Schalke-Trainer Markus Weinzierl (Mitte) soll abgelöst werden. Manager Heidel (rechts) hatte ihn erst vor einem Jahr persönlich geholt.

GelsenkirchenNach einer enttäuschenden Premieren-Saison als Schalke-Trainer steht Markus Weinzierl Medienberichten zufolge vor der Ablösung. Manager Christian Heidel habe sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem 42-Jährigen entschieden, meldete die „Bild“-Zeitung.

Heidel wolle sich am Freitagvormittag mit Weinzierl treffen, um ihm seinen Entschluss zu erklären. Nachfolger soll demnach Trainer-Senkrechtstarter Domenico Tedesco (31) werden, der den Zweitligisten Erzgebirge Aue in der abgelaufenen Saison souverän vor dem Abstieg rettete.

Auch der „kicker“ berichtete über den sich anbahnenden Wechsel auf der Trainerbank des Revierclubs, besiegelt sei dieser aber noch nicht. Die Gelsenkirchener hatten unter Weinzierl einen völlig verpatzten Saisonstart hingelegt und die Runde letztlich auf dem zehnten Platz beendet - zu wenig für die Ansprüche des Traditionsvereins mit seinem teuren Kader.

Schalke 04: Warum Trainer Weinzierl gehen muss

Ziele verpasst

Nur Platz 10 in der Bundesliga ist zu wenig für die Ansprüche von Schalke 04. Das bedeutet: kein internationales Geschäft

Ohne Konzept

Manager Christian Heidel hat beim Trainer, den er selbst holte, kein Konzept erkannt. Das sagte er öffentlich.

Schwacher Manager

Auf Schalke hat Manager Heidel noch wenig Erfahrung. Er hat erst vor einem Jahr angefangen – mit gehörig Vorschusslorbeeren. Die sind nun weg. Seine Stellung ist durch den Misserfolg geschwächt.

Eigenschutz

Heidel hatte Weinzierl für einige Millionen vom FC Augsburg freigekauft. Nun schützt er die eigene Position, indem er den erfolglosen Trainer wieder fallen lässt.

Im Team umstritten

Mehrere Spieler äußerten sich negativ über Weinzierl nach der Saison. Einer nannte ihn sogar einen „Feigling“.

Und nun?

„Schalke muss über Tuchel nachdenken“, fordert „Sport Bild“. Hintergrund: Heidel hat in Mainz mit Tuchel schon zusammengearbeitet, allerdings endete das im Streit.

Leverkusen?

Spekuliert wird, dass Weinzierl nach Leverkusen geht. Laut Bild soll er bei Manager Rudi Völler hoch im Kurs stehen.

Lothar Matthäus

„Das Duo Christian Heidel/Markus Weinzierl sollte für einen Schalker Neuanfang stehen, doch Platz zehn zeigt, dass sie die hohen Erwartungen weit unterboten. Mit diesen finanziellen Möglichkeiten und dem Kader ist für Schalke einfach mehr drin.“

Beim FC Augsburg (2012 - 2016) und Jahn Regensburg (2008 - 2012) hatte sich Weinzierl durch kontinuierliche Arbeit einen guten Namen im Fußballgeschäft erworben. Von Augsburg schied er allerdings im Streit, in Schalke geriet er dann sogar in schweres Fahrwasser.

Der angebliche Schalke-Favorit Tedesco hingegen übernahm Erzgebirge Aue vor dem 24. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz und führte die Sachsen mit einer starken Bilanz von 20 Punkten aus elf Spielen noch auf Rang 14.

Aues Vereinsboss Helge Leonhardt sagte der „Bild“: „Dass unser Trainer in der Bundesliga im Gespräch sein soll, ist eine Wertschätzung unserer Arbeit. Bisher gibt es aber keine offizielle Anfrage.“ Das hat im Fußballgeschäft jedoch wenig zu zu bedeuten.

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