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07.10.2014

11:23 Uhr

Schalke feuert den Trainer

Keller muss Di Matteo weichen

2012 wurde Jens Keller Trainer von Schalke. Von Anfang an galt der Schwabe als angezählt. Nun hat der Gelsenkirchener Stadtteilklub den Trainer entlassen. Kellers Nachfolger ist ein Champions-League-Sieger.

Nach Informationen von „Sky Sport News HD“ hat sich Schalke 04 von Trainer Jens Keller getrennt. dpa

Nach Informationen von „Sky Sport News HD“ hat sich Schalke 04 von Trainer Jens Keller getrennt.

BerlinDer FC Schalke 04 hat Chefcoach Jens Keller und dessen Trainerteam mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Zugleich gab Schalke die Verpflichtung von Roberto Di Matteo als Nachfolger bekannt. Der Schweizer erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017, hieß es in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten am Dienstag.

Gegen den Londoner Stadtteilklub, mit dem Di Matteo die Champions League gewann, wird der FC Schalke in der aktuellen Champions-League-Saison noch zum Rückspiel antreten. Das Hinspiel an der Stamford Bridge ging unter Keller 1:1 unentschieden aus – was den Schalkern und ihrem Trainer noch als Achtungserfolg angerechnet worden war.

Seitdem gibt es Diskussionen um den 43-Jährigen. Zwischenzeitlich versuchte Schalke-Manager Horst Heldt bereits, Keller durch einen neuen Fußballlehrer zu ersetzen. Doch offenbar konnte lange Zeit kein bereitwilliger Nachfolger aufgetrieben werden. Zumindest in der vergangenen Saison gab es auch auf Schalke – abgesehen von diversen Debakeln in der Champions League – keinen wahren Anlass für einen Trainerwechsel: Die Königsblauen beendeten die Saison als drittbeste Kraft hinter Bayern München und Borussia Dortmund. Tatsächlich gelang dem Keller-Team die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte.

Doch in der aktuellen Spielzeit hat Schalke den Saisonauftakt verpatzt – trotz des emotionalen Derbysieges gegen die Dortmunder Borussia. Zuletzt verloren die „Knappen“ gegen die TSG Hoffenheim. Aktuell steht Schalke mit acht Punkten aus sieben Spielen auf dem elften Tabellenplatz. Damit stehen die Gelsenkirchener immerhin zwei Plätze vor dem Revierrivalen Borussia Dortmund, wo allerdings nicht der leiseste Hauch einer Trainerdiskussion zu vernehmen ist.

Nach dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals und nach dem enttäuschenden Unentschieden in der Champions League gegen den slowenischen Meister Maribor hat Schalkes Vereinsboss Clemens Tönnies offenbar Handlungsbedarf gesehen. „Wir werden analysieren, woran es liegt und treffen dann die notwendigen Entscheidungen“, hatte der Aufsichtsratsvorsitzende am Montag der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ gesagt. Die Analyse hat dann wohl letztendlich Keller als Hauptverantwortlichen für die Misere ausgemacht.

Keller selbst hatte am Sonntagabend in einer TV-Sendung festgestellt. „Ich freue mich, ich bin gerne Trainer bei Schalke. Wir haben zweimal die Champions League erreicht. Viele Trainer beneiden mich für diesen Job.“ Sein Vertrag war im Mai 2013 um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2014/15 verlängert worden.

Schalkes Trennung vom 43-Jährigen, der im Dezember 2012 das Cheftrainer-Amt der Königsblauen als Nachfolger des Niederländers Huub Stevens übernommen hatte, bedeutet die zweite Trainer-Entlassung in der laufenden Bundesliga-Saison. Als erster Coach hatte Mirko Slomka seinen Posten beim Hamburger SV räumen müssen.

Kommentare (6)

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Herr Woifi Fischer

07.10.2014, 09:20 Uhr

Schalke trennt sich von Jens Keller?
Warum trennt man sich vom Trainer, anstatt die komplette erste Mannschaft und deren Ersatz das Gehalt und am Ende sie selbst zu entlassen? Denn diese Herren rennen dem Ball nach.

Horst Schmidt

07.10.2014, 09:36 Uhr

Schalke ist eine Zirkusnummer mit einem vollkommen durchgeknallten Präsidium. Als Verein mit 80 Mio überschuldet , also insolvent, als Fussballmannschaft mittelmäßig.

Herr Stefan Lehnert

07.10.2014, 10:04 Uhr

@Herr Schmidt, Ich glaube Schulden haben und insolvent sein ist schon ein gewisser Unterschied ;-) ansonsten wären ja so gut wie alle insolvent! ja schalke ist eben schalke, wenn der trainer von der ersten sekunde an keine sympathie genießt kann man ihn eigentlich gleich wieder entlassen...

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