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28.09.2012

22:23 Uhr

Schalke verspielt klare Führung

Fortuna feiert Torjäger Schahin

Fortuna Düsseldorf hat die beiden ersten Gegentore der Saison kassiert - und bleibt trotzdem weiter ungeschlagen. Der Aufsteiger rettete dank toller Moral und Goalgetter Dani Schahin einen Punkt gegen Schalke. Für die Königsblauen war das Remis dagegen viel zu wenig.

Düsseldorfs Dani Schahin (li.) bejubelt mit Teamkamerad Andreas Lambertz den Ausgleich, während Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes das Unglück nicht fassen kann. dapd

Düsseldorfs Dani Schahin (li.) bejubelt mit Teamkamerad Andreas Lambertz den Ausgleich, während Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes das Unglück nicht fassen kann.

DüsseldorfDie „Panzerknacker“ von Schalke 04 haben Fortuna Düsseldorfs Granit-Abwehr nach 462 Bundesliga-Minuten gesprengt, den vierten Saisonsieg aber leichtfertig verspielt. Das Team von Trainer Huub Stevens kam am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga trotz 2:0-Führung beim immer noch ungeschlagenen Aufsteiger nur zu einem 2:2 (2:0). Während Schalke seine Generalprobe für das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den HSC Montpellier zumindest teilweise vermasselte, kennt die Euphorie in Düsseldorf keine Grenzen. Das Team von Trainer Norbert Meier zeigte nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit eine tolle Moral und kam verdient zum Ausgleich. Am Ende hätte sogar der erste Bundesliga-Heimsieg der Fortuna nach 5655 Tagen herausspringen können. Die Fans in der Esprit-Arena feierten aber auch den Punkt wie einen Sieg.

Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar (13.) und Joel Matip (20.) erzielten die Tore für die Königsblauen. Dani Schahin (48.) traf zum Anschluss für die Düsseldorfer, die als erster Aufsteiger in den ersten fünf Spielen ohne Gegentor geblieben waren. Erneut Schahin (77.) markierte den Ausgleich mit seinem bereits vierten Saisontreffer. Damit bleibt der deutsche Meister von 1933 im Jahr 2012 daheim ungeschlagen und zumindest bis Samstag Tabellen-Fünfter.

„Nicht jeder hat damit gerechnet, dass wir nochmal zurückkommen. Wir haben uns in der Halbzeit noch einmal zusammengerauft. Im Endeffekt können wir zufrieden sein mit dem Punkt“, sagte Schahin. Torwart Fabian Giefer meinte: „Wir wissen, was in uns steckt, das haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Das fühlt sich fast wie ein Sieg an.“ Trainer Norbert Meier sprach von einem wunderschönen Gefühl für die Mannschaft. „Wir hatten in der ersten Halbzeit ein bisschen den Mut verloren“, gestand Meier.

Die weiter auf Rang drei stehenden Schalker verpassten es, ein ganzes Stück näher zum Spitzenduo Bayern München und Eintracht Frankfurt aufzuschließen. „Ich bin stinksauer“, schimpfte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes. „Wir führen 2:0 in Düsseldorf, das Spiel müssen wir nach Hause fahren. Wir haben zweimal geschlafen. Letzten Endes muss man fast noch froh sein, dass sie nicht noch das 3:2 gemacht haben.“ Manager Horst Heldt stellte nach dem „maßlos enttäuschenden Unentschieden“ fest: „Das darf uns nicht passieren.“

Im Verfolgerduell war alles angerichtet für den ersten richtigen Fortuna-Festtag seit der Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs. Nach den Zuschauer-Teilausschlüssen in den Begegnungen mit Mönchengladbach und Freiburg, die beide 0:0 endeten, fieberten 54 000 Fans in der ausverkauften Düsseldorfer Arena dem West-Derby gegen den Champions-League-Starter entgegen.

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