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19.11.2011

17:21 Uhr

Schiedsrichter Rafati

Bundesliga-Spiel fällt nach Suizidversuch aus

Das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 ist abgesagt, weil Schiedrichter Babak Rafati einen Selbsttötungsversuch unternommen hat. Inzwischen schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr.

Das Spiel Köln gegen Mainz konnte nicht angepfiffen werden, weil Schiedsrichter Babak Rafati fehlte. Reuters

Das Spiel Köln gegen Mainz konnte nicht angepfiffen werden, weil Schiedsrichter Babak Rafati fehlte.

Köln/BerlinDer deutsche Fußball-Schiedsrichter Babak Rafati hat einen Selbsttötungsversuch unternommen. Das bestätigte die Polizeidirektion Hannover der Sportnachrichtenagentur SID mit Berufung auf Kölner Kollegen. Mehrere Medien berichten, Rafati sei mit aufgeschnittenen Pulsadern in einem Kölner Hotel gefunden worden. Das bestätigt mittlerweile auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin der Polizei-Landesleitstelle Nordrhein-Westfalen der Nachrichtenagetur dapd. Ob es einen Zusammenhang zu den Ermittlungen gegen rund 70 deutsche aktive und ehemalige Schiedsrichter wegen Steuerhinterziehung gibt, ist unklar.

Rafati, ein 41-Jähriger iranischer Abstammung, hatte vor sechs Jahren beim Spiel des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05 sein Bundesliga-Debüt gegeben. Die Neuauflage dieses Spiels sollte er am Samstagnachmittag leiten. Das Spiel wurde abgesagt, wann es nachgeholt wird, stand zunächst nicht fest - die Partie wurde aus dem Spielkalender für diese Woche gestrichen.

Bankkaufmann Rafati aus Hannover ist seit 1997 DFB-Schiedsrichter, 2000 leitete er sein erstes Zweitligaspiel, fünf Jahre später sein erstes von bislang 84 Bundesligaspielen. Seit 2008 war er Fifa-Schiedsrichter, wurde allerdings im September 2011 vom DFB nicht mehr für internationale Einsätze nominiert.

Erste Reaktionen fielen schockiert aus. „Ich kenne ihn sehr gut, er ist Hannoveraner. Die Nachricht hat mich sehr geschockt“, sagte Mirko Slomka, Trainer von Hannover 96, bei Sky. Schalke-Coach Huub Stevens erklärte: „Es ist kaum zu glauben, dass so etwas passiert. Dafür finde ich kaum Worte. Die Gesundheit ist immer das Allerwichtigste. Da ist Fußball nur Nebensache. Ich kann mir vorstellen, dass nach solch einer Nachricht niemand spielen will.“

Kommentare (1)

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SaschaGudat

19.11.2011, 16:57 Uhr

Der Selbsttötungsversuch, wenn es denn einer war, ist dramatisch und daran gibt es nichts schön zu reden.

Allerdings muss ich den Bericht des Handelsblattes streng rügen: Erstens ist mal von einem 41-jährigen, dann vom 38 Jährigen Referee die Rede. Weiterhin ist der Artikel durch das Wiederholen der Aussagen von den Trainern Slomka und Stevens unnötig aufgebläht. Wie kann einem so renommierten Blatt so etwas passieren? PEINLICH!

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