Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.11.2013

13:21 Uhr

Schock für BVB vor Gipfel

Hummels und Schmelzer fallen wochenlang aus

Schwerer Schlag für Borussia Dortmund vor dem Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern am Samstag: Nach Subotic fallen zwei weitere Stammverteidiger verletzt aus. Sportdirektor Zorc kritisiert die Ansetzung des Gipfels.

Sorgenfalten bei Mats Hummels: Der BVB-Verteidiger droht, das Duell gegen die Bayern am Samstag zu verpassen. dpa

Sorgenfalten bei Mats Hummels: Der BVB-Verteidiger droht, das Duell gegen die Bayern am Samstag zu verpassen.

Dortmund/MünchenVerteidiger Mats Hummels erlitt im Fußball-Länderspiel gegen England (1:0) am Dienstag einen knöchernen Bandausriss am rechten Fersenbein und fällt für den Rest der Hinrunde aus, teilte der BVB am Mittwoch mit. Marcel Schmelzer zog sich unterdessen einen Faserriss in der Muskulatur der linken Wade zu und steht dem BVB in den nächsten drei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Beide Abwehrspieler hatten sich im Länderspiel verletzt.

Damit vergrößern sich die Dortmunder Abwehrsorgen vor dem Bundesliga-Schlager gegen Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) fast schon dramatisch. Zuvor hatte sich in Neven Subotic der zweite etatmäßige Innenverteidiger schwer verletzt (Kreuzbandriss). Zudem erlitt im Test gegen Paderborn am Dienstag (1:2) auch der Ersatz für Subotic oder Hummels infrage kommende Testspieler Manuel Friedrich eine Blessur am Knie. Die Pechsträhne kommt für den BVB zur Unzeit: Ausgerechnet vor der wohl wichtigsten Woche der Hinrunde mit dem Showdown der Bundesliga-Branchenriesen und dem nicht minder vorentscheidenden Champions-League-Duell mit Neapel herrscht bei der Borussia nun der personelle Notstand.

BVB-Coach Jürgen Klopp ist nun zu einem Personal-Puzzle gezwungen: Als Hummels-Ersatz kommt Sven Bender infrage, dessen Platz im defensiven Mittelfeld der wiedergenesene Kapitän Sebastian Kehl einnehmen könnte.

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund kritiserte die Ansetzung des Bundesliga-Hits gegen die Bayern München. „Das ist für mich persönlich eine unglückliche Terminierung“, sagte Zorc der Sport Bild: „Dieses Spiel vor einem fünften Spieltag in der Champions League zu setzen, an dem es im Normalfall noch um viel geht - und unmittelbar nach einer langen Länderspiel-Pause. Es ist nicht optimal für alle Beteiligten, von der Vorbereitung her, von der Vorfreude, von allem.“ Die Borussia spielt drei Tage nach der ersten Liga-Neuauflage des Champions-League-Finals in der europäischen Königsklasse gegen den SSC Neapel und braucht dabei unbedingt einen Sieg. Die Bayern sind bereits für das Achtelfinale qualifiziert.

Im Gegensatz zu den Dortmundern halten sich die Verletzungssorgen der Münchner trotz des Ausfalls von Bastian Schweinsteiger in Grenzen. Sowohl Arjen Robben, der sich im Testspiel der Niederländer gegen Japan am Knöchel verletzt hatte, als auch der leicht angeschlagene Franck Ribéry scheinen einsatzbereit. Der Einsatz des in London wegen Beschwerden an der Ferse ausgewechselten Jérôme Boateng dürfte ebenfalls nicht gefährdet sein.

Die Hoffnungen vieler Fußball-Fans, dass der Bundesliga ein ähnlich trister Titelkampf wie in der Vorsaison durch einen Sieg der Dortmunder erspart bleibt, sind in den vergangenen Tagen nicht größer geworden. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen den FC Arsenal und den VfL Wolfsburg und den wenig erfreulichen Nachrichten aus dem BVB-Krankenlager geht der BVB nicht unbedingt als Favorit in den Gipfel. Dennoch verbreitete der ebenfalls fehlende Nationalspieler Ilkay Gündogan Zuversicht: „Wir haben im Supercup und im Champions-League-Finale gezeigt, dass wir die einzige Mannschaft sind, die dem FC Bayern Paroli bieten kann. Wir glauben an unsere Stärke.“

Doch der Rückstand auf die Münchner beträgt bereits vier Zähler. Ein Sieg des Triple-Siegers hätte nach Einschätzung von Franz Beckenbauer vorentscheidende Bedeutung: „Sieben Punkte Vorsprung würde sich der FC Bayern vermutlich nicht mehr nehmen lassen“, sagte der Münchner Ehrenpräsident der „Sport Bild“. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hofft, dass dieser Fall nicht eintrifft: „Natürlich wollen wir die Bundesliga interessant halten.“ Der BVB habe aber den Anspruch, dass man zu Hause „jedes Spiel gewinnen möchte - auch gegen Bayern München.“

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

20.11.2013, 14:11 Uhr

Wie war das von Löw, Kritik an ihm, vor dem Bundesligagipfel zu viele BVB-Profis einzusetzen wäre nur Populismus? Bravo Löw, jetzt steht der BVB im Spitzenspiel ohne sein komplette Verteidigung da. Soviel zum Populismus, Löw sollte sich nur noch um seine Niveaprodukte kümmern!

WestfaleInBerlin

20.11.2013, 15:13 Uhr

Bitter, bitter, bitter! Neben Piszczek, Gündogan und Subotic nun auch noch Hummels und Schmelzer... Die komplette Abwehr! Und das drei Tage vor dem Bayern-Spiel (und vielleicht schlimmer: fünf Tage vor dem CL-Spiel vs Neapel). Pech!

Egal. Wichtig ist, dass Klopp seinen Vertrag wieder schön verlängert hat (bis Mitte 2018). Gleiches wird sicher auch für Susi Zork und Aki Watzke gelten. Solange diese drei zusammen weitermachen, bleibt Dortmund ne dicke Nummer (in der Bundesliga und CL). Und wenn diese Saison nicht so doll ausläuft (CL-Gruppe nicht überleben), so what? Dann wird der 3.Platz für die CL-Teilnahme fürs nächste Jahr wieder alle Türen offen halten (oder mit dem 4.Platz über die Qualifikation in die CL)... Alles gut!

Wahre Liebe!

Wahrhaftigkeit

20.11.2013, 15:46 Uhr

Der Bundestrainer hat auch den Vereinen und den Spielern gegenüber eine Verantwortung. Dieser wird er derzeit nicht gerecht. Er tut alles um endlich als Trainer einen internationalen Titel zu gewinnen. Aber er tut genau das Falsche. Dumm für Dortmund. Dumm für Real Madrid und dumm für die Deutsche Nationalmannschaft.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×