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05.04.2011

22:35 Uhr

Schützenfest in Mailand

Schalke zelebriert zauberhaften Champions-League-Abend

Diesen Abend werden sich Schalke-Fans rot im Kalender anstreichen: Die Königsblauen demontieren Titelverteidiger Inter Mailand im eigenen Stadion und stehen nach dem Hinspiel so gut wie im Champions-League-Halbfinale.

Mailand Es war ein Champions-League-Abend, der Erinnerungen weckte. Erinnerungen an die legendären Schalker Eurofighter, die 1997 im Guiseppe-Meazza-Stadion mit dem UEFA-Cup den wohl größten Triumph der Vereinshistorie einfuhren - gegen Inter Mailand. Jetzt haben Marc Wilmots, Jens Lehmann und Olaf Thon Erben bekommen: Sie heißen Raul, Edu und Kyriakos Papadopoulos und stehen ab heute auf einer Stufe mit den Titelträgern von '97. Es war ein Abend, der schon jetzt zur Legende geworden ist.

„Das war ein schöner Abend. Wir wollten einen Sieg, aber dass er so ausgefallen ist... Das ist ein wunderbarerer Tag und ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Beitrag leisten konnte“, zeigte sich Raul begeistert, Mitspieler Joel Matip ergänzte: „Ich muss erst einmal begreifen, was hier gelaufen ist. So etwas passiert nicht alle Tage. Wir haben alle gut zusammengearbeitet, und dieser Sieg ist das Produkt.“

Dabei ging es denkbar schlecht los: Der gerade genesene Inter-Stürmer Diego Milito sorgte indirekt für das erste Highlight. Schalkes Torhüter Manuel Neuer musste bereits nach 25 Sekunden 20 Meter aus seinem Tor herauslaufen, um den Ball per Kopf vor den Argentinier zu klären. Den Abpraller nahm der Serbe Dejan Stankovic fünf Meter vor der Mittellinie volley und schoss den Ball über Freund und Feind hinweg zum fünfschnellsten Treffer in der Champions-League-Geschichte in die Maschen.

Schalke zeigte sich nur kurz beeindruckt und suchte postwendend den Weg in die Offensive, wo Raul in der 4. Minute das Inter-Gehäuse mit einem Kopfball nur knapp verfehlte. Die Westfalen wehrten sich und sorgten stets für Torgefahr gegen die labile Mailänder Abwehr, die im laufenden Wettbewerb schon 14 Gegentore kassiert hatte. Nummer 15 folgte in der 17. Minute: Nach einem Eckball von Jefferson Farfan und einem Kopfball von Kyriakos Papadopoulos konnte Inter-Keeper Júlio César den Ball nur nach vorn abwehren. Den Abpraller staubte Matip zum 1:1 ab. Pech hatte Jose Jurado, der Torhüter César freistehend zu einer Fußabwehr zwang.

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