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16.10.2012

23:26 Uhr

Schweden kommt sensationell zurück

Deutschland verspielt Vier-Tore-Vorsprung

Erst gezaubert, dann die ganz große Ernüchterung: Das Team von Joachim Löw hat auf seinem Weg zur WM 2014 eine gefühlte Niederlage hinnehmen müssen und einen haushohen Vorsprung leichtfertig verspielt.

Spiel gegen Schweden

Deutsche Fußballer verspielen hohe Führung

Spiel gegen Schweden: Deutsche Fußballer verspielen hohe Führung

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BerlinUnfassbar, so etwas gab es noch nie: Nach einer Galastunde hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Schweden noch einen 4:0-Vorsprung verschenkt. Im Hochgefühl von 60 brillanten Minuten leistete sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag in Berlin in der zweiten Halbzeit gleich mehrere unglaubliche Abwehrschnitzer und kassierte noch vier Gegentore. Eine so deutliche Führung hatte eine deutsche Elf noch nie in der Länderspielgeschichte verspielt. So reichten die Tore von Miroslav Klose (8. Minute/15.), dem jetzt nur noch ein Treffer zum nationalen Rekord von Gerd Müller fehlt, sowie Per Mertesacker (39.) und Mesut Özil (56.) nur zu einem 4:4 (3:0).

Mit nun 10 Punkten bleibt die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikationsgruppe C Spitzenreiter. Die Serie von 13 Siegen in Qualifikationsspielen ist jedoch gerissen. Dafür sorgten vor 72 369 Zuschauern im Olympiastadion Superstar Zlatan Ibrahimovic (62.), Mikael Lustig (64.), Johan Elmander (76.) und Rasmus Elm (90.+3) mit den Toren für die Schweden.

„Dass wir uns so aus dem Rhythmus bringen lassen, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Wir haben alles vermissen lassen“, befand Coach Löw. In der Kabine sei es „totenstill“ gewesen, alle seien sprachlos, berichtete der Bundestrainer. „Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren“, urteilte Kapitän Philipp Lahm ernüchtert. Bastian Schweinsteiger fand es „unerklärlich. Ich habe so etwas noch nie erlebt“, sagte der Bayern-Profi und meinte: „Jeder hat ein Stück zu wenig gemacht.“ Toni Kroos stellte fest: „Dafür gibt es keine Ausreden.“

Die Schweden konnten es auch kaum fassen. „Als Spieler ist das eine der allergrößten Sachen, die ich erlebt habe“, bekannte Ibrahimovic. „Aus der Halbzeit sind bei uns elf andere Spieler gekommen.“ Nationaltrainer Erik Hamrén schwärmte: „Wir haben eine Wahnsinnsmoral gezeigt. Ich bin stolz auf meine Spieler.“

Vor der Partie hatte der Bundestrainer zwei Umstellungen vornehmen müssen, weil Sami Khedira wegen einer Oberschenkelblessur ebenso passen musste wie der am linken Fuß verletzte Marcel Schmelzer. Für Khedira rückte Kroos ins zentrale Mittelfeld neben Schweinsteiger. Für Schmelzer spielte Lahm, der nach seiner Gelbsperre wieder dabei war, einmal mehr auf der linken statt auf der rechten Abwehrseite.

Kommentare (34)

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blackstone

16.10.2012, 23:10 Uhr

Regie:

Und die Regie führte: odsett, Hoyzer und bwin.

Mehr ist nicht zu sagen.

LG
Blackstone

Account gelöscht!

16.10.2012, 23:20 Uhr

Hochmut kommt vor dem Fall.
Gott sei Dank möchte man sagen.

Wer die unsäglich abgehobenen Kommentare verfolgt hat und das Geseiere der von sich selber aufgeblasenen Egomanen Kerner und Mechmed Scholl ("Golf - was ist Golf") in der Pause ertragen hat, war froh, dass die Schweden ab Minute 60 ins Spiel gefunden haben.

Eine Mannschaft, die einen 4:0 Vorsprung nicht halten kann, ist keine Spitzenmannschaft. Auch wenn sie es mental selber vielleicht glaubt.

Account gelöscht!

17.10.2012, 01:11 Uhr

Wird Zeit das Adler zurück kommt! Schweinsteiger war und ist ein Looser, der sollte abtreten.

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