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02.09.2014

12:48 Uhr

Schweinsteiger neuer DFB-Kapitän

Endgültig Chef

Der Bundestrainer hat entschieden: Bastian Schweinsteiger ist neuer DFB-Kapitän. Während diese Wahl von Jogi Löw erwartbar war, fällt sein Votum für die Flick-Nachfolge als Assistenztrainer schon überraschender aus.

Löw hat entschieden

Schweinsteiger wird Kapitän

Löw hat entschieden: Schweinsteiger wird Kapitän

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DüsseldorfBastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Nationalmannschaft. Dies teilte Bundestrainer Joachim Löw in Düsseldorf mit. Damit ist der einst als „Chefchen“ verspottete Mittelfeldspieler des FC Bayern München, spätestens seit dem WM-Triumph von Rio de Janeiro aber über jeden Zweifel erhabenen Boss im Team auch auf dem Papier der Chef in der DFB-Auswahl. Schweinsteiger war der Leitwolf im WM-Finale und hatte durch seinen großartigen Einsatz maßgeblich zum Gewinn des Weltmeister-Titels beigetragen.

Löw musste nach dem Rücktritt von Philipp Lahm noch vor dem Argentinien-Spiel seinen neuen Kapitän benennen. Der bisherige „Vize“ Schweinsteiger, Neuer sowie Champions-League-Sieger Khedira galten als die aussichtsreichsten Kandidaten. „Es ist gefordert, dass er eine große Persönlichkeit und ein Kommunikator ist“, sagte Bierhoff, früher selbst jahrelang DFB-Kapitän, zum Anforderungsprofil.

WM-Bilanz der deutschen Elf - Teil 1

Gesamtüberblick vom Tor bis zum Mittelfeld

Ein Golden Boy, ein WM-Rekordtorschütze, ein Super-Joker und ein Standardkönig: Auf dem Weg zum Weltmeister brachten die 23 deutschen Spieler viele Qualitäten ein. Die Bilanz der Brasilien-Fahrer im Überblick – vom Tor bis ins Mittelfeld, von Neuer bis Höwedes.

Quelle der Analyse: dpa.

Roman Weidenfeller

Null Minuten Einsatzzeit, 100 Prozent Trainingseifer. Die Nummer 2 stärkte Neuer jederzeit den Rücken.

Manuel Neuer

Ob auf der Linie oder als Torwart-Libero: Einfach Weltklasse. Keiner ist besser, nur vier Gegentore. Zurecht mit dem Goldenen Handschuh geehrt.

Erik Durm

Nicht eingesetzt, aber der Dortmunder hat viel gelernt. Der 22-jährige umgeschulte Verteidiger darf sich Weltmeister nennen.

Kevin Großkreutz

Im Trainingslager von Löw scharf verwarnt, in Brasilien mit Rolle als WM-Tourist. Fügte sich ins Team.

Matthias Ginter

Nimmt viel Erfahrung, aber keinen WM-Einsatz mit. Und hat sich für Spitzenclubs ins Gespräch gebracht.

Ron-Robert Zieler

Nicht gespielt, aber ein Topverdiener. Bekommt als Teilnehmer aller Quali-Spiele als WM-Champ eine halbe Million.

Jérome Boateng

Begann rechts hinten, dann wieder als Innenverteidiger. Schnell und robust. Im Finale ein Sieggarant.

Benedikt Höwedes

Die WM-Überraschung. Links in der Abwehr gewann er immer mehr Sicherheit. Spielte durch, im Finale traf er den Pfosten.

Löw hat das Endspiel der Europameisterschaft in zwei Jahren in Frankreich zum klaren Ziel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. „Das nächste große Ziel nach dem großen Finale von Rio soll und muss heißen: EM-Finale in Paris“, sagte Löw. „Die Reise beginnt mit dem nächsten Spiel gegen Schottland“, kündigte er vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Dortmund an.

Der Bundestrainer hat zudem einen Nachfolger gefunden für seinen bisherigen Assistenten Hansi Flick, der inzwischen auf den Stuhl des DFB-Sportdirektors gerückt ist. Thomas Schneider wird neuer Assistenztrainer der deutschen Nationalmannschaft. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Fußball-Lehrer einigten sich auf einen Vertrag bis einschließlich der EM 2016.

Zu seinem neuen Assistenztrainer sagt Joachim Löw: “Thomas passt sehr gut zu uns. Von seinen menschlichen Qualitäten und seinen Fähigkeiten als Trainer bin ich zu 100 Prozent überzeugt. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit, er wird sich wunderbar in unser Team einfügen.”

„Das ist die wichtigste Personalie für den Trainer, mit ihm arbeitet er ganz eng zusammen“, betonte Manager Oliver Bierhoff. Bei den Länderspielen gegen Argentinien am 3. September in Düsseldorf und dem Start in die EM-Qualifikation am 7. September in Dortmund gegen Schottland wird der 41-Jährige noch nicht neben Joachim Löw auf der der Bank Platz nehmen. Seinen ersten Einsatz für das DFB-Team hat Schneider im Oktober bei den EM-Qualifikationsspielen in Warschau gegen Polen (11. Oktober) und in Gelsenkirchen gegen Irland (14. Oktober).

Kommentare (1)

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Paul Oberste

02.09.2014, 17:57 Uhr

Der ungelenke Stolperer ist meistens verletzt. Jetzt mit 30 Kapitän. Habe vom korrupten DFB nichts anderes erwartet.

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