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31.01.2007

16:24 Uhr

Schwere Aufgabe für neuen Coach

Hitzfeld löst Magath beim FC Bayern ab

Nach dem blamablen Rückrunden-Fehlstart und dramatisch gesunkenen Titelchancen hat der FC Bayern München überraschend schnell die Reißleine gezogen und sich von Trainer Felix Magath mit sofortiger Wirkung getrennt. Nachfolger bis zum Saisonende wird frei nach dem Motto „zurück in die Zukunft“ ein alter Bekannter: Ottmar Hitzfeld soll nun retten, was noch zu retten ist – und bekommt dafür einen weiteren alten Bekannten zur Seite gestellt.

Ab Donnerstag wieder bei den Bayern in Lohn und Brot: Ottmar Hitzfeld. Foto: ap ap

Ab Donnerstag wieder bei den Bayern in Lohn und Brot: Ottmar Hitzfeld. Foto: ap

HB MÜNCHEN. Hitzfeld wird bereits am Donnerstag gemeinsam mit seinem ehemaligen Co-Trainer Michael Henke, der sich zuletzt erfolgslos als Cheftrainer beim 1. FC Saarbrücken und zuvor beim 1. FC Kaiserslautern versucht hatte, das Training übernehmen. Der 58-Jährige hatte die Bayern bereits vom 1. Juli 1998 bis 30. Juni 2004 trainiert. Hitzfeld, der vor kurzem die Angebote von Borussia Dortmund und des Hamburger SV ausgeschlagen hatte, führte den deutschen Vorzeigeklub unter anderem zum Champions-League-Triumph 2001. Seit seiner vorzeitigen Trennung von den Bayern im Sommer 2004 hatte er als Trainer pausiert und war als TV-Experte für „Premiere“ im Fußball tätig.

Die blamable Nullnummer am Dienstagabend im Heimspiel gegen VfL Bochum sowie der Sturz auf den vierten Tabellenplatz wurden zum persönlichen Schluss-Punkt für Magath. „Wir bedauern diesen Schritt“, erklärte Vorstandschef Karl- Heinz Rummenigge und dankte Magath für zweieinhalb Jahre „sehr gute Arbeit mit großartigen Erfolgen, allen voran den zweifachen Double-Gewinn“.

Auch der Gewinn der zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiege in seinen ersten beiden Amtsjahren konnten Magath nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Rückrundenspielen gegen Borussia Dortmund (2:3) und den VfL Bochum (0:0) nicht vor seiner Ablösung bewahren. Denn bei den Verantwortlichen schrillen die Alarmglocken: „Wir müssen als Club-Verantwortliche die aktuellen Entwicklungen sehen und darauf reagieren. Die Sorge um die Qualifikation für die Champions League in der kommenden Saison hat uns zur heutigen Entscheidung veranlasst“, erläuterte Rummenigge. Die Bosse fürchten nicht mehr nur um den Titel, sondern wichtige Millionen-Einnahmen aus der „Königsklasse“.

Magaths Vertrag war erst vor Saisonbeginn vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2008 verlängert worden. „Natürlich ist dies keine schöne Situation“, wurde der Trainer in einer Presseerklärung des FC Bayern zitiert. Er sei „stolz“ auf „zweieinhalb schöne und erfolgreiche Jahre. Aber es war mir immer klar, dass dies ein Engagement auf Zeit ist“.

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