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18.10.2011

23:12 Uhr

Serie gerissen

Bayerns „weiße Weste“ bekommt Flecken

Zwar blieb der FC Bayern auch im 13. Pflichtspiel in Folge ungeschlagen, doch musste Manuel Neuer beim SSC Neapel nach 1147 Minuten wieder einen Treffer hinnehmen. Zudem versagte ein sonst sicherer Schütze vom Punkt.

NeapelManuel Neuer ist doch bezwingbar, der FC Bayern aber nicht: Im Hexenkessel „San Paolo“ hat der deutsche Fußball-Rekordmeister mit einem 1:1 (1:1) beim SSC Neapel das Minimalziel erreicht und Kurs auf das Achtelfinale in der Champions League gehalten. Die Münchner vergaben allerdings am Dienstagabend den möglichen Sieg, führen aber die Tabelle der Gruppe A mit sieben Punkten vor den Italienern (5) weiter an. Die große Chance zum „Dreier“ vergab Torjäger Mario Gomez, dessen zu schwach geschossener Handelfmeter Morgan de Sanctis im SSC-Kasten sicher halten konnte (49.). „Wir hätten natürlich lieber gewonnen“, gab Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem Match zu, „aufgrund der zweiten Halbzeit wäre das auch nicht unverdient gewesen“.

Vor 60.000 enthusiastischen Zuschauern hatte Toni Kroos die Bayern bereits in der 2. Minute in Führung gebracht. Beim Ausgleich (39.) lenkte dann Nationalspieler Holger Badstuber eine Hereingabe von Christian Maggio unglücklich ins eigene Tor ab - für Torhüter Neuer war es das erste Gegentor nach 1146 Pflichtspielminuten. „Es war mir nicht wichtig wegen der Gegentore, sondern damit wir das Spiel hier gewinnen“, betonte Neuer. Es sei „schon schwer hier zu bestehen. Napoli hat uns das Leben schwer gemacht“. Ehe es in zwei Wochen in München zum Rückspiel kommt, räumte Coach Heynckes ein: „Wir können auch mal Fehler machen.“

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Seine Mannschaft hatte allerdings wieder einen optimalen Start erwischt: Erster Angriff, erster Torschuss, erster Treffer. Nur drei Tage nach der furiosen Anfangsphase beim 4:0-Erfolg über Hertha BSC in der Bundesliga ließen es die Münchner auch am Fuße des Vesuvs krachen. Nach Hereingabe von Jérôme Boateng von der rechten Seite nahm Kroos den Ball gekonnt an und traf ebenso cool und abgeklärt wie die Bayern die erste halbe Stunde der Partie bestimmten, ins linke untere Eck. Gespielt waren da gerade mal 99 Sekunden.

Die Heynckes-Rechnung ging zu Beginn auf: Über die Außenpositionen wollte er Neapels Dreier-Abwehrkette mit Defensivchef und SSC-Kapitän Paolo Cannavaro - Bruder des Ex-Weltfußballers Fabio Cannavaro - knacken. „Das war natürlich ein sehr guter Angriff“, lobte Heynckes die Kombination zum 1:0.

Neun Minuten nach seinem zweiten Champions-League-Treffer tauchte Kroos erneut vor dem Kasten der Gastgeber auf, bekam diesmal nach Vorlage von Bastian Schweinsteiger den Ball aber nicht unter Kontrolle. Während vom gefürchteten neapolitanischen Angriff zunächst nichts zu sehen war, verpassten Torjäger Gomez mit einem Distanzschuss und Vorbereiter Boateng mit feiner Volleyabnahme, die Führung der Gäste auszubauen.

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