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29.11.2014

20:27 Uhr

Sieben Tore im Abendspiel

Hoffenheim siegt in furiosem Spiel

Was für ein Spiel am Samstagabend! Hoffenheim und Hannover spielten beide mit offenem Visier, immer wieder wog das Spiel hin und her. Am Ende hatte die TSG mehr Fortune, nun kann die Truppe wieder auf Europa hoffen.

Hoffenheims Eugen Polanski jubelt über sein Traumtor zum zwischenzeitlichen 3:2. dpa

Hoffenheims Eugen Polanski jubelt über sein Traumtor zum zwischenzeitlichen 3:2.

Sinsheim1899 Hoffenheim hat sich nach zuletzt drei Niederlagen in der Fußball-Bundesliga wieder aufgerappelt. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol besiegte am Samstagabend Hannover 96 mit 4:3 (2:1) und zog in der Tabelle an den Niedersachsen vorbei. Pirmin Schwegler (19. Minute), Kevin Volland (37.), Eugen Polanski (58.) und Niklas Süle (62.) trafen vor 22 716 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena für die TSG, Lars Stindl (43./86.) und der Ex-Hoffenheimer Joselu (52.) für die Gäste.

So konnte Hannover auch im siebten Anlauf nicht bei den Kraichgauern gewinnen - da nutzte es auch nichts, dass Chefcoach Tayfun Korkut einst Jugendtrainer in Hoffenheim war. Sein Kollege Markus Gisdol hatte seine Aufstellung mächtig durcheinandergewirbelt: Nationalspieler Sebastian Rudy, Tarik Elyounoussi und Tobias Strobl mussten zunächst auf die Bank. Im Angriff spielte Sven Schipplock für den gesperrten Adam Szalai und bot eine überzeugende Leistung. Eine neue Chance erhielten auch Steven Zuber und Jin-Su Kim.

Der 13. Spieltag

SC Freiburg - VfB Stuttgart 1:4

Der VfB Stuttgart und sein neuer/alter Trainer feiern ein perfektes Comeback in der Bundesliga. Das ehemalige Tabellenschlusslicht gewinnt beim SC Freiburg mit 4:1 (1:1) und bereitet seinem Coach eine triumphale Rückkehr auf die Trainerbank. Martin Harnik (31., 76.), Carlos Gruezo (52.) und Timo Werner (68.) schießen einen klaren Sieg heraus, mit dem so lange nicht zu rechnen ist. Aber die bis zur 60. Minute überlegenen Gastgeber, die durch Vladimir Darida zum Ausgleich kommen (42.), leisten sich böse Fehler. Vor allem Mitrovic erwischt einen rabenschwarzen Abend. Nicht nur, dass seine Ballverluste die Gegentore zwei und drei nach sich ziehen, wegen einer Notbremse fliegt der Serbe auch noch mit Rot vom Platz (70.).

FC Schalke 04 - Mainz 05 4:1

S04 gewinnt durch eine gute Chancenverwertung und einen starken Choupo-Moting. Die Tore erzielen Klaas-Jan Huntelaar (9./25./61.) per Hattrick und Tranquillo Barnetta (54.). Mainz hat zwar viele Spielanteile, kommt aber nicht oft gefährlich vor das Tor von Fährmann und lässt sich zu einfach auskontern. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer schießt Shinji Okazaki (44.).

Bayer Leverkusen - 1. FC Köln 5:1

Die Kölner erwischen einen perfekten Start in die Partie. Lehmann trifft in der vierten Minute per Strafstoß zum 1:0. Der Ausgleich in der 26. Minute durch Bellarabi erfolgt unter gütiger Mithilfe von Kölns Schlussmann Timo Horn, der einen Freistoß von Calhanoglu nicht festhalten kann. In der zweiten Halbzeit kommt Leverkusen sehenswert durch Calhanoglu per Freistoß zur Führung (61.). Ein Doppelpack von Drmic (79., 88.) und wieder Bellarabi (90+1.) entscheiden die Partie. Leverkusen gewinnt verdient aber etwas zu hoch mit 5:1.

FC Augsburg - Hamburger SV 3:1

Nach dem Schock zum Halbzeitpfiff durch Rafael van der Vaart (45.) kommen die Gastgeber mit mehr Schwung aus der Kabine. Nach dem frühen Ausgleich durch Halil Altintop (50.) dreht Raul Bobadilla in der 62. Minute das Spiel endgültig. Nach dem umstrittenen Elfmeter von Paul Verhaegh (70.) ist das Spiel praktisch entschieden. Durch die Leistungssteigerung der Gastgeber im zweiten Durchgang geht der Sieg in Ordnung.

Hertha BSC - FC Bayern München 0:1

In der ersten Hälfte dominieren die Münchner das Spiel. Ein Schuss nach dem andere segelt auf das Berliner Tor. In der 27. Minute ist es dann Robben, der einen sehenswerten Schuss links im Kasten versenkt. In Hälfte zwei zeigen die Berliner dann auch gute Szenen. Von Beginn an sind sie offensiver und trauen sich auch mal vor das Tor von Neuer. Eine richtig zwingende Chance ist aber nicht dabei, und so gewinnt der Rekordmeister knapp, aber verdient bei der Hertha.

SV Werder Bremen - SC Paderborn 4:0

Über die gesamten 90 Minuten ist Werder Bremen im Heimspiel gegen Paderborn das bessere Team. Die Bremer sind bissiger in den Zweikämpfen und zielstrebiger in ihren Offensivaktionen. Vor allem bei Standards wissen die Norddeutschen zu gefallen. Zlatko Junuzovic (10.), Davie Selke (48.), Fin Bartels (50.) und Levent Aycicek (80.) sind die Torschützen. Paderborn enttäuscht auf der ganzen Linie.

TSG Hoffenheim - Hannover 96 4:3

In einem Torfestival behält Hoffenheim die Oberhand. Schon in der ersten Halbzeit sind die Schwaben das bessere Team und gehen durch Schwegeler (19.) und Volland (37.) in Führung. Doch 96 gelingt noch vor der Pause der Anschlusstreffer durch Stindl (43.). In Hälfte zwei sind die Niedersachsen dann stärker und gleichen durch Joselu in der 52. Minute aus. Hoffenheim will aber gewinnen und geht durch Polanski (59.) und Süle (63.) wieder in Führung. Zum Schluss machen es die Hannoveraner nochmal spannend als Stindl in der 86. Minute das 4:3 macht. Zum Schluss geht aber 1899 als Sieger vom Platz und das verdient.

VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 1:0

Der VfL Wolfsburg bleibt Bayern-Jäger. Mit 1:0 behalten die Wölfe gegen Borussia Mönchengladbach die Oberhand. Das Tor des Tages erzielt Knoche. Nach Flanke von Schäfer bringt der Verteidiger aus kurzer Distanz die Kugel zum 1:0-Siegtreffer im Tor unter (12.). Gladbach agiert über weite Strecken zu schwach, um wenigstens einen Punkt zu entführen

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:0

Eintracht Frankfurt setzt seinen Siegeszug fort. Die Hessen behalten mit 2:0 gegen Borussia Dortmund die Oberhand. Die 1:0-Führung gelingt Meier nach Pass von Russ (5.). Ein Missverständnis zwischen Ginter und Weidenfeller bestraft Seferovic mit dem 2:0-Endstand (78.).

Bei Hannover bestritt Nationalkeeper Ron-Robert Zieler seine 121. Partie in Serie - Vereinsrekord! - und geriet gleich unter Druck: Schipplock schoss in der 6. Minute nach einem Chaos im 96er Strafraum den Ball an die Latte. Hiroki Sakai legte dann den zielstrebigen Kevin Volland genau auf der Strafraumlinie - dennoch pfiff WM-Schiedsrichter Felix Brych keinen Elfmeter. Ausgleichende Gerechtigkeit: Schwegler traf beim Freistoß zum 1:0 ins rechte Toreck. Es war das erste Bundesliga-Tor des Ex-Frankfurters für die TSG; Zieler sah dabei nicht gut aus.

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