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28.10.2014

22:31 Uhr

Sieg im DFB-Pokal

BVB ballert sich den Frust von der Seele

Nach der Schock-Niederlage gegen Hannover in der Bundesliga hat sich der BVB gegen St. Pauli rehabilitiert. Am Millerntor zogen die Dortmunder in die nächste Pokal-Runde ein. Nicht ohne Probleme.

Dortmunds Shinji Kagawa konnte nach einer engen Partie den Sack zu machen. Reuters

Dortmunds Shinji Kagawa konnte nach einer engen Partie den Sack zu machen.

HamburgBorussia Dortmund hat sich im DFB-Pokal den Bundesliga-Frust von der Seele geschossen und ist souverän in das Achtelfinale eingezogen. Mit dem hochverdienten 3:0 (2:0) beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli rehabilitierten sich die Westfalen am Dienstagabend ein wenig für die Negativ-Serie in der Bundesliga mit vier Niederlagen nacheinander und machten vor dem Gipfeltreffen am Samstag beim deutschen Meister und Erzrivalen Bayern München einen kleinen Schritt aus der Krise.

Ciro Immobile (33.) und Nationalspieler Marco Reus (44.) schossen schon vor der Pause für den in der Bundesliga auf Platz 15 abgestürzten Vizemeister eine klare Führung heraus. Shinji Kagawa (86.) sorgte für den Endstand. Nur der starke St. Pauli-Keeper Philipp Tschauner, dessen einziger Fehler zum Kagawa-Treffer führte, und fehlende Dortmunder Konsequenz vor dem Tor hielten die Niederlage der limitierten Hamburger vor 29 063 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion in Grenzen. Sie können sich als Zweitliga-16. nun ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren.

Fußball: DFB-Pokal im Oktober (1)

Chemnitzer FC - Werder Bremen 0:2

Der neue Trainerstab des SV Werder kann das erste Erfolgserlebnis feiern. Die Gäste übernehmen von der ersten Minute an das Spiel und gehen durch Bartels in Führung (31.). In der zweiten Halbzeit patzt CFC-Torhüter Philipp Pentke, der einen Rückpass halbherzig klärt. Fritz kommt an den Ball und passt ihn in die Spitze, wo Di Santo sicher zum 2:0 verwandelt (49.). Bremen zieht sich in der Folge zurück und lässt Chemnitz kommen, das aber nicht die spielerischen Möglichkeiten hat, das Bremer Tor unter Druck zu setzen.

Arminia Bielefeld - Hertha BSC 4:2 i.E.

In einem über weite Strecken schwachen und zum Teil ereignisarmen Spiel findet der Favorit kaum Mittel gegen defensiv sehr stabile Bielefelder, die vor allem in der ersten Hälfte und zum Ende der Verlängerung auch offensiv die besseren Aktionen vorweisen können. Nach 120 torlosen Minuten verschafft Berlins bester Mann Kraft seinem Team mit einem gehaltenen Elfer gegen Salger zunächst einen Vorteil. Sein Gegenüber Schwolow tut es ihm jedoch anschließend gegen Schieber und Wagner gleich, sodass am Ende Lorenz den Ball zum 4:2-Endstand versenken und die Hertha aus dem Pokal werfen kann.

Kickers Offenbach - Karlsruher SC 1:0

In der ersten Hälfte ist Karlsruhe die bessere Mannschaft und muss durch Gulde in der 16. Minute eigentlich in Führung gehen, doch Endres hält stark. In Hälfte zwei spielt dann nur noch Offenbach und kommt zu mehreren guten Chancen. In der 62. Minute ist es Pintol, der den Ball ins Tor schiebt. Die Hessen lassen die Karlsruher daraufhin zu keiner Torchance mehr kommen und verteidigen ganz stark. Sie schaffen die Überraschung und ziehen verdient in das Achtelfinale ein.

VfR Aalen - Hannover 96 2:0

Die Niedersachsen kontrollieren die Begegnung in der Anafangsphase, können sich aber vom Schock des Eigentores durch Gülselam (24.) nicht erholen. In der Folge gelingt es den Männern von Trainer Korkut nicht genügend Druck auszuüben, um sich zwingende Chancen zu erspielen. Das 2:0 der Aalener in der 59. Minute durch Klauß beendet auch das kurzzeitige Hoch der Niedersachsen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Unterm Strich ist Hannover über 90 Minuten hinweg harmlos und schwach. Der VfR hingegen überzeugt mit einer kämpferisch starken und spielerisch soliden Leistung und zieht somit verdient zum ersten Mal in der langen Historie des Vereins in die dritte Runde des DFB-Pokals ein.

Dynamo Dresden - VfL Bochum 2:1 n.V.

Die Schwarz-Gelben gewinnen letztlich verdient. Der VfL hat zunächst mehr vom Spiel und geht mit 1:0 durch Simon Terodde in Führung (53.). Anschließend kämpft sich Dynamo zurück ins Spiel und gleicht durch Justin Eilers aus (61.). Eilers wird durch sein Siegtreffer in der Verlängerung (94.) schließlich zum Dresdener Pokalheld. Bochum versucht in den Schlussminuten nochmal alles, kann aber keine Lücke im gegnerischen Bollwerk finden.

MSV Duisburg - 1.FC Köln 1:4 i.E.

Der 1. FC Köln ist nach einer schwachen Leistung glücklich ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Dem MSV Duisburg ist der Klassenunterschied während der gesamten Partie nicht anzumerken. Ab der 71. Minute muss der FC in Unterzahl weiterspielen, nachdem sich Slawomir Peszko eine Tätlichkeit leistet. Im Elfmeterschießen wird Timo Horn zum Matchwinner und pariert zwei von drei Strafstößen. Am Ende heißt es 4:1 für Köln.

1. FC Kaiserslautern - SpVgg Greuther Fürth 2:0

Durch einen Doppelpack von Philipp Hofmann (12., 23.) gewinnt der FCK verdient mit 2:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth. In der zweiten Halbzeit sind die Gäste zwar etwas besser im Spiel, agieren über die gesamten 90 Minuten aber einfach zu harm- und ideenlos und kommen kaum zu nennenswerten Chancen.

FC St. Pauli - Borussia Dortmund 0:3

In den ersten 45 Minuten zeigt sich nur der spielstarke BVB. St. Pauli versucht es mit einer kompakten Abwehr, aber allein Torwart Tschauner bleibt der Heim-Spieler ohne Tadel. In der 33. Minute schießt Immobile nach einer Kagawa-Vorlage das 1:0. Kurz vor der Halbzeit erhöht Reus ohne Probleme nach einem Immobile-Pass zum 2:0 (44.). Die zweiten 45 Minuten werden von willigen und aktiveren Paulianern bestimmt, die aber gegen die routinierte BVB-Abwehr keinen Stich sehen. Dortmund verwaltet und lauert auf schnelle Konter. Tschauner legt unfreiwillig für Kagawa zum 3:0-Endstand auf (86.).

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte im Vergleich zum 0:1 gegen Hannover 96 am Samstag gleich auf sechs Positionen sein Team verändert. Unter anderen rückte Mitchell Langerak für Nationalspieler Roman Weidenfeller ins Tor, Immobile in die Angriffsspitze.

Die Dortmunder versuchten gegen St. Pauli an ihre zumindest in dieser Champions-League-Saison überlegenen Auftritte anzuknüpfen. Doch taten sie sich trotz der Klopp-Rotation anfangs schwer und strotzten nach den jüngsten Bundesliga-Pleiten nicht gerade vor Selbstbewusstsein.

Kommentare (1)

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Herr wulff baer

29.10.2014, 10:10 Uhr

Ganz toll, die Performance der Dortmunder Millionäre und Möchtegern-Nr.2-Spieler.
Hauen sie dem Underdog glatt 3 Tore rein und denken, jetzt gehts wieder zur Spitze, weg von der Relegation.

Auf die Formel 1 übertragen, haben wir einen Wettbewerb zwischen Formel 1 und Formel 3 gesehen, wo die "Spitzenmannschaft" mit einem Transfer-Wert von 250 Millionen gegen die armen Schlucker aus Hamburg gesiegt haben, weil sie sich einmal analog zu ihren Spitzengehältern ein bischen angestrengt haben. Lächerlich!

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