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23.09.2014

22:02 Uhr

Sieg im „Spitzenspiel“

Bayern lässt Paderborn keine Chance

Das Spitzenspiel des fünften Spieltags war leider keines – der Rekordmeister aus München versohlte die armen Paderborner am Ende doch recht deutlich. Der große Matchwinner war natürlich ein Weltmeister.

MünchenAngeführt von Weltmeister Mario Götze hat Bayern München mit einer Angriffs-Gala die Kräfteverhältnisse im deutschen Fußball wieder zurechtgerückt. Der deutsche Meister fügte dem SC Paderborn am Dienstagabend beim 4:0 (2:0) nicht nur die erste Niederlage in der Bundesliga zu, sondern löste den Aufsteiger auch als Tabellenführer ab. Die Treffer von Götze (8./78. Minute), Robert Lewandowski (14.) und Thomas Müller (85.) waren vor 71 000 Zuschauern Ausdruck der Münchner Überlegenheit und auch der großen individuellen Klasse der Bayern-Stars.

Das überraschende Spitzenspiel am 5. Spieltag entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Angelegenheit, auch wenn Paderborns Torjäger Elias Kachunga mit einem Seitfallzieher für eine erstes Raunen in der Allianz Arena sorgte (4.). Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte alle verfügbaren Offensivstars aufgeboten, besonders die Rückkehr des wiedergenesenen Arjen Robben gab dem Spiel des Rekordmeisters Schwung und Zielstrebigkeit. Der Holländer war auch Ausgangspunkt des 1:0. Sein Zuspiel in die Tiefe leitete Thomas Müller mit der Hacke weiter auf Weltmeister-Kollege Götze, der überlegt und unhaltbar abschloss. Eine klasse Kombination.

David gegen Goliath: Paderborn will Bayern ärgern

Spitzenspiel

Am 5. Spieltag der Bundesligasaison 2014/15 lautet das Spitzenspiel: FC Bayern München gegen SC Paderborn 07. Der Tabellenvierte aus München spielt gegen den Spitzenreiter aus Ostwestfalen. Ein Vergleich des Davids gegen den Goliath.

Die Vereine

SC Paderborn: Der heutige SC Paderborn 07 entstand 1985 unter dem Namen TuS Paderborn-Neuhaus durch eine Fusion des TuS Schloß Neuhaus und des 1. FC Paderborn. Beide Vereine waren wiederum Produkte früherer Fusionen.

FC Bayern: Der 1900 gegründete FC Bayern München ist der Rekordmeister der Bundesliga. Aus den Reihen der Bayern gingen u.a. Stars wie Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Paul Breitner, Gerd Müller und Oliver Kahn hervor.

Größte Erfolge

SC Paderborn: 13/14 Aufstieg in die Bundesliga, 08/09 Aufstieg in die 2. Liga, 03/04 Landespokalsieger Westfalen

FC Bayern: 24 x Deutscher Meister, 17 x Deutscher Pokalsieger, 2 x Champions-League-Sieger, 3 x Europapokal der Landesmeister

Stadion

SC Paderborn: 15.000 Plätze, davon 5800 Sitzplätze

FC Bayern: 71.137 Plätze, davon 57.343 Sitzplätze (67.812 Sitzplätze bei internationalen Spielen)

Kaderwert

SC Paderborn: 22,35 Millionen Euro (Nicht in den Top 100 in Europa)

FC Bayern: 564,35 Millionen Euro (Nummer drei in Europa)

Quelle: transfermarkt.de

Lizenzspieler-Etat 2014/15

SC Paderborn: 15 Millionen Euro

FC Bayern: 160 Millionen Euro

Quelle: transfermarkt.de

Teuerste Spieler

SC Paderborn: Alban Meha, Moritz Stoppelkamp, Mario Vrancic, Elias Kachunga (1,5 Millionen Euro)

FC Bayern: Robert Lewandowski, Thomas Müller (50 Millionen Euro), Mario Götze (48 Millionen Euro), Manuel Neuer (40 Millionen Euro)

Quelle: transfermarkt.de

Teuerst mögliche Startelf

SC Paderborn: 14,5 Millionen Euro

FC Bayern: 416 Millionen Euro

Quelle: transfermarkt.de

Topverdiener

SC Paderborn: Rafael Lopez und Moritz Stoppelkamp

FC Bayern: Franck Ribéry, Mario Götze (geschätzes Grundgehalt je 12 Millionen Euro pro Jahr)

Quelle: bild.de

Besonderes

SC Paderborn: Mit 1900 Fahradstellplätzen die meisten Stellplätze an einem Fußballstadion in ganz Europa

FC Bayern: Bei Spielen des FC Bayern München erscheint die Außenhaut des Stadions in rot (eine der Vereinsfarben). Bei Spielen des TSV 1860 München erscheint die Außenhaut in hellblau (eine der Vereinsfarben des TSV 1860 München). Bei Spielen von Deutschland erscheint die Außenhaut in weiß.

Die Paderborner konnten weiter nur staunend hinterherlaufen. Lewandowski erhöhte mit einem strammen Volleyschuss aus 17 Metern, der aber trotz seiner Schärfe für SC-Torwart Lukas Kruse nicht unhaltbar war. Das agile Offensiv-Trio Robben, Götze und Lewandowski sowie der stürmende Linksverteidiger David Alaba hätten noch weitere Treffer nachlegen können. Die Gäste konnten froh sein, dass sie zur Pause nicht höher zurücklagen. Allerdings hätte Idir Ouali nach einem öffnenden Pass von Moritz Stoppelkamp sogar das 1:2 machen können, aber den Schuss des Angreifers hielt Manuel Neuer mühelos (24.).

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