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17.08.2016

08:47 Uhr

Sieg in der Champions-League-Quali

Gladbach ist bereit für Europas Königsklasse

Borussia Mönchengladbach feiert einen perfekten Start in die Saison, nach einem 3:1 in Bern steht das Team so gut wie sicher in der Champions League. Maßgeblich dafür ist vor allem „Taktikfuchs“ André Schubert.

Borussia Mönchengladbach hat die Champions-League-Qualifikation so gut wie geschafft. AP

3:1-Sieg über die Young Boys Bern

Borussia Mönchengladbach hat die Champions-League-Qualifikation so gut wie geschafft.

BernMit einer cleveren Taktik, zwei coolen Torjägern und tausenden begeisterten Fans hat Borussia Mönchengladbach die Teilnahme am Millionenspiel in der Champions League fast perfekt gemacht. „Das wollen wir nicht mehr hergeben“, sagte Trainer André Schubert nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg bei Young Boys Bern im Playoff-Hinspiel zur europäischen Königsklasse. Unterstützt von mehr als 6000 in weiß gekleideten Anhängern erledigten die Gladbacher ihre Aufgabe beim Schweizer Meisterschaftszweiten souverän und dürften im Rückspiel am Mittwoch nächster Woche endgültig in den Kreis der besten Europas zurückkehren.

„Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Wir haben gut gespielt und die Tore zum rechten Zeitpunkt gemacht“, sagte Defensiv-Allrounder Tony Jantschke. Verantwortlich dafür waren die beiden Torjäger André Hahn und Raffael. Der Brasilianer erzielte am Dienstagabend vor 30.224 Zuschauern im Stade de Suisse mit der ersten Torchance die 1:0-Führung (11.) und später auch das 3:1 (70.), das die UEFA aber als Eigentor von Alain Rochat wertete. „Er hat den Ball abgefälscht, aber egal“, meinte Raffael.

Den Weg zum Sieg ebnete Hahn, der lange auf der Bank schmorte, ehe er nach gut einer Stunde eingewechselt wurde und keine zwei Minuten später das wichtige 2:1 erzielte. Viele hatten den Offensivspieler, der in den vergangenen acht Pflichtspielen sieben Tore erzielte, in der Anfangsformation erwartet. „Ich hätte gerne von Beginn an gespielt. Aber ich habe die Antwort gegeben, als ich reingekommen bin“, sagte Hahn.

Die UEFA Champions League

Start

Die Königsklasse startet am 28. Juni 2016 und endet am 3. Juni 2017 mit dem Finale im Nationalstadion von Wales in Cardiff.

Quelle: Uefa.com

Wer ist dabei?

22 Mannschaften sind automatisch qualifiziert: Der Titelverteidiger der UEFA Champions League. Die Top drei aus Spanien, England und Deutschland. Die Top zwei aus Italien, Portugal und Frankreich. Die Meister aus Russland, der Ukraine, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und der Türkei

Spieltage in der Gruppenphase

1. Spieltag 13.–14.09.16
2. Spieltag 27.–28.09.16
3. Spieltag 18.–19.10.16
4. Spieltag 01.–02.11.16
5. Spieltag 22.–23.11.16
6. Spieltag 06.–07.12.16

Provisorische Daten der Auslosungen

25.08.2016: Gruppenphase
12.12.2016: Achtelfinals
17.03.2017: Viertelfinals
21.04.2017: Halbfinals

Finalspielort: Cardiff

Der Austragungsort des Finals der UEFA Champions League 2017, das am 3. Juni 2017 stattfindet, ist das Nationalstadion von Wales in Cardiff - es bietet 74 500 Zuschauern Platz. Das Stadion wurde am 30. Juni 2015 vom UEFA-Exekutivkomitee ausgewählt.

Finanzen

Der voraussichtlich für die Ausschüttung an die Klubs der UEFA Champions League pro Saison verfügbare Gesamttopf beläuft sich auf 1,257 Milliarden Euro. Davon feste Ausschüttungen: 724,4 Millionen Euro

Was ist in der Gruppenphase sicher drin?

Startprämie Gruppenphase: zwölf Millionen Euro

Leistungsprämie Gruppenphase: 1,5 Millionen Euro pro Sieg und 500.000 Euro pro Unentschieden

Was gibt es in den nächsten Runden sicher?

Achtelfinale: 5,5 Millionen Euro

Viertelfinale: sechs Millionen Euro

Halbfinale: sieben Millionen Euro

Was gibt es fürs Endspiel sicher?

Endspiel: 15 Millionen für den Sieger, 10,5 Millionen Euro für den unterlegenen Finalisten

Zusatz

Zusätzlich kann der Sieger des UEFA-Superpokals Einnahmen von vier Millionen Euro erwarten, der unterlegene Finalist drei Millionen Euro.

Mit der Einwechslung zum rechten Zeitpunkt, dem späteren Wechsel von einem 3-4-3-System auf ein 4-4-2 und der Startelf-Nominierung von zwei großen und kompakten defensiven Mittelfeldspielern (Christoph Kramer, Tobias Strobl) hat sich Borussias Coach als Taktik-Fuchs erwiesen. „Das war der Schlüssel. Das hat der Trainer gut gemacht“, befand Eberl.

Schubert erklärte seine Ideen: „Wir wussten, dass die Berner gerne lange Bälle spielen und da muss man auch bei Standards gut verteidigen. Wir hatten im Vorjahr auswärts oft die Stabilität nicht. Daher wollten wir diesmal auch defensiv die Kontrolle gewinnen.“ Und für die Offensive gibt's Hahn und vor allem Raffael. „Ich habe mir in den ersten zwei, drei Wochen der Vorbereitung ein bisschen Sorgen um Raffael gemacht. Aber alle haben mir gesagt: Bleib cool, alles ist gut. Raffael kommt zum richtigen Zeitpunkt. Und das hat er auch gemacht.“

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Die Warnung vor zu großer Euphorie nach dem Hinspiel-Sieg kam nur verhalten. „Es gibt immer dieses ominöse Gefühl, dass man sich zu sicher fühlt. Wir haben eine gute Ausgangslage und sind der Favoritenrolle ein Stück gerecht geworden“, meinte Eberl.

Schließlich wolle man den Fans auch etwas zurückgeben. Die Unterstützung der vielen Borussen-Anhänger in der Schweizer Bundesstadt war außergewöhnlich. „Das war Heimspiel-Atmosphäre. Die Stimmung war unglaublich“, sagte Gladbachs Sportdirektor. Auch die Spieler waren total begeistert. „Wenn du gefühlt 10 000 Fans im Rücken hast, spielt es sich leichter“, meinte Weltmeister Kramer. Am besten beschrieb es der Trainer: „Du stehst im Spielertunnel und hörst nur Mönchengladbacher Fans, dann gehst du raus und siehst diese weiße Wand - das ist fantastisch“.

Von

dpa

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