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11.07.2014

16:30 Uhr

Skandal-Fußballer

Balotelli posiert mit Gewehr

Der italienische Skandal-Fußballer Mario Balotelli kann's nicht lassen. Auf einem Foto, das er am Vormittag im Netz veröffentlichte, zielt er mit einem Gewehr im Anschlag auf die Kamera – ein Zeichen an seine Kritiker.

Mario Balotelli wurde bei der EM 2012 vor allem durch diese Pose berühmt. dapd

Mario Balotelli wurde bei der EM 2012 vor allem durch diese Pose berühmt.

MailandDer italienische Skandal-Fußballer Mario Balotelli hat erneut abseits des Platzes für Schlagzeilen gesorgt. Der 23-Jährige, der mit der italienischen Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien bereits in der Vorrunde gescheitert war, veröffentlichte beim Foto-Portal Instagram ein Bild, auf dem er mit einem großen Gewehr in die Kamera zielt.

Dazu kommentierte der Stürmer: „Ein großer Kuss an alle, die mich hassen“. Kurz nach der Veröffentlichung verschwand das Foto wieder. Doch bei Twitter kursieren noch Screenshots.

Wegen diverser Rotsperren und Negativschlagzeilen hat sich der hochtalentierte Fußballer den Ruf „erarbeitet“, ein extrovertierter und zuweilen schwieriger Charakter zu sein. Sein Leben ist gepflastert mit Skandalen. Er ließ sich in Neapel mit Mafiabossen fotografieren oder warf in Manchester aus Spaß mit Dartpfeilen auf Jugendspieler. 2010 wurde er in Brescia festgenommen, weil er mit seinem Luxus-Sportwagen auf das Gelände eines Frauen-Gefängnisses fuhr - angeblich wollte er eine Prostituierte beglücken.

Zuletzt enttäuschte Balotelli auch sportlich. Sein bisheriger Nationaltrainer Cesare Prandelli kritisierte den Starstürmer zwei Wochen nach dem frühen WM-Aus der Italiener heftiger als alle anderen Spieler. „Ich habe Balotelli beim Abschied nach der WM gesagt, dass er seine virtuelle Welt verlassen muss. Er muss anfangen, in der Wirklichkeit zu leben, wenn er ein Meister werden will, der jede Situation bewältigen kann.“

Sein Verein AC Mailand war nicht besonders erfreut über das Bild. Vize-Präsident Adriano Galliani teilte mit, in Verträgen stehe zwar, was Spieler alles dürften und nicht dürften. Allerdings sei es nicht erlaubt, vorzuschreiben, was sie im Privaten machten. „Wir sagen es ihnen, aber das scheint nicht genug zu sein.“

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