Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.08.2016

15:32 Uhr

Skandal im schwedischen Fußball

Maskierter Zuschauer attackiert Torwart

Ein vermummter Mann schlägt bei einem schwedischen Fußball-Erstligaspiel einen Torwart nieder. Die Partie wird abgebrochen, der Angreifer abgeführt. Ein Wettanbieter wittert hinter der Attacke Wettbetrug.

Kurz vor Abpfiff der Partie zwischen Jönköping Södra und Östersund stürmte ein vermummter Mann auf das Spielfeld und schlug Östersund-Torwart Aly Keita nieder. dpa

Sicherheitskräfte greifen ein

Kurz vor Abpfiff der Partie zwischen Jönköping Södra und Östersund stürmte ein vermummter Mann auf das Spielfeld und schlug Östersund-Torwart Aly Keita nieder.

JonköpingEin maskierter Zuschauer hat bei einem Spiel in der ersten schwedischen Fußball-Liga einen Torhüter angegriffen. Aus dem Nichts stürmte der Mann am Montagabend kurz vor Abpfiff der Partie zwischen Jönköping Södra und Östersund auf das Spielfeld und schlug den Östersund-Torwart Aly Keita nieder. Der Keeper blieb auf dem Boden liegen. Kurz darauf wurde das Spiel beim Stand von 1:1 abgebrochen. Die Polizei nahm den 17-jährigen Angreifer fest.

Der Zeitung „Aftonbladet“ sagte Keita, ein Schlag habe ihn an der Schläfe getroffen, worauf ihm schwindelig geworden sei. Der staatliche schwedische Wettanbieter Svenska Spel untersucht nun laut der Zeitung „Expressen“, ob Wettbetrug hinter der Attacke stecken könnte. Vielen komme es komisch vor, dass der Täter aus Södertälje komme, „zumal kein Team aus Södertälje gespielt hat“, sagte ein Sprecher von Svenska Spel.

Vor der Festnahme hatte der Teenager behauptet, er habe eine Bombe in der Arena platziert. „Wir haben die Tribüne durchsucht, um etwas zu finden“, sagte ein Polizeisprecher in Jönköping. Gefunden wurde aber nichts.

Handelsblatt in 99 Sekunden

Der Untergang des Sports: Schmieren, lügen, dopen

Handelsblatt in 99 Sekunden: Der Untergang des Sports: Schmieren, lügen, dopen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Östersunds Trainer Graham Potter nannte den Vorfall eine Tragödie für den Fußball. „Es war ein ziemlich gutes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die einander respektieren und gut kennen“, sagte Potter dem Fernsehsender „CMore“. „Es geht dem Ende zu, und dann dieser Wahnsinn. Das ist schlimm, wirklich schlimm.“ Der schwedische Fußballverband muss nun entscheiden, ob es bei dem Unentschieden bleibt oder ob Östersund der Sieg zugesprochen wird.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×