Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.08.2012

11:01 Uhr

Skandaltorhüterin

Hope Solo verblüfft Kritiker

Mit Nacktfotos, TV-Auftritten und einer Biografie machte US-Torhüterin Hope Solo viel Reden um ihre Person. Bei ihrem gelungenen Auftritt im Olympia-Finale verstummten jedoch alle Kritiker. Ein perfekter Solo-Auftritt.

US-Torhüterin Hope Solo. Im Fernsehen zeigt sie sich lieber leicht bekleidet. dpa

US-Torhüterin Hope Solo. Im Fernsehen zeigt sie sich lieber leicht bekleidet.

LondonNacktfotos, Tanz-Show-Auftritte, intime Geständnisse, Zickereien via Twitter: US-Torfrau Hope Solo hat zuletzt oft abseits des Fußballfelds für Gesprächsstoff gesorgt. Kritiker fürchteten, der schillernden Star mit dem losen Mundwerk könne den Gold-Hattrick gefährden. Solo ließ das Gerede kalt. „Ich habe gehofft, dass meine Zeit noch kommt", sagte die 31-Jährige. Und der Solo-Auftritt kam - zum denkbar besten Zeitpunkt.

Im Olympia-Finale gegen Weltmeister Japan stand es 2:1 für die USA, als Solo vor der olympischen Rekordkulisse von 80.203 Zuschauern im Wembley-Stadion die vielleicht wichtigste Parade ihres Lebens zeigte. Japans Mana Iwabuchi lief in der 83. Spielminute alleine auf die Torfrau zu und zog aus sechs Metern ab.

Doch Solo erwischte mit einem blitzschnellen Satz nach links den Ball und faustete ihn aus der Gefahrenzone. „Ich dachte in dem Moment nur: Den muss ich halten", sagte sie über die Schlüsselszene eines Spiels, in dem die USA unterlegen waren.

Dank der Solo, die bereits in der ersten Hälfte zwei Großchancen mit Glanzparaden entschärft hatte, blieb es beim 2:1, die WM-Revanche war perfekt. Nach dem Abpfiff stürzten sich die einen auf Doppeltorschützin Carli Lloyd (7./54.), die anderen knubbelten sich um Solo. Auch „Golden Girl" Lloyd wusste, dass allein ihre Treffer gegen die unermüdlichen Japanerinnen wohl nicht zum dritten Olympiasieg nacheinander und zum insgesamt vierten gereicht hätten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×