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21.12.2013

16:32 Uhr

Slomka in Not

Freiburg gewinnt Krisengipfel

Quelle:SID

Der SC Freiburg hat im Krisengipfel der Bundesliga einen Befreiungsschlag gelandet und die angespannte Situation von Hannover 96 verschärft. Gegen schwache Niedersachsen siegte die Streich-Elf verdient.

Mehmedi ist beim 2:1-Sieg gegen Hannover Mann des Tages. SID

Mehmedi ist beim 2:1-Sieg gegen Hannover Mann des Tages.

Freiburg96-Trainer Mirko Slomka dürften angesichts der enttäuschenden Hinserie ohne Auswärtspunkt ungemütliche Weihnachtstage bevorstehen.

Während die Freiburger dank der Treffer des Schweizers Admir Mehmedi (25./36.) den ersten Liga-Heimsieg der Saison feierten, kassierte Hannover trotz des Treffers von Leonardo Bittencourt (90.+3) bei seinem achten Gastauftritt die achte Niederlage. Mit nur 18 Zählern müssen sich die "Roten" nach der Winterpause daher auf jenen Abstiegskampf einstellen, in dem sich Freiburg (14) als Tabellen-16. ohnehin befindet.

Vor 23.200 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw, setzten beide Teams in der Anfangsphase kaum Akzente. Das Geschehen spielte sich größtenteils zwischen den Strafräumen ab, gegen technisch versiertere Gäste hielt Freiburg mit Kampf dagegen.

Viele Fehlpässe, kein Tempo, kaum Ideen: Auch nach etwa 20 Minuten bot die Partie jede Menge Leerlauf. Hannover, das unter anderem auf den ungarischen Fußballer des Jahres Szabolcs Huszti (Gelbsperre) verzichten musste, zeigte zwar die bessere Spielanlage. Gegen clever verteidigende Gastgeber fanden die leicht überlegenen Niedersachsen aber kein Mittel.

Die Gastgeber, wegen Verletzungen oder Sperren insgesamt ohne sechs Akteure aber im Mittelfeld überraschend wieder mit Jonathan Schmid angetreten, stellten in Person von Mehmedi den Spielverlauf daher auf den Kopf. Der 22-Jährige vollendete eine Balleroberung seines Landsmanns Gelson Fernandes, in dem er den Ball aus knapp 20 Metern im kurzen Eck versenkte. Elf Minuten später fälschte er einen Distanzschuss von Schmid geschickt, aber aus abseitsverdächtiger Position ins Tor ab. Fortan wirkten die Gastgeber in ihrem 26. Pflichtspiel seit Anfang August physisch und auch mental frischer als Hannover.

"Wir wollen euch kämpfen sehen", skandierten die 96-Anhänger noch vor Wiederanpfiff. Doch Bittencourt (58.) vergab die Chance zum Anschlusstreffer mit einem unplatzierten Schuss in die Arme von SC-Keeper Oliver Baumann kläglich. Bei Mame Dioufs Kopfball (64.) war Baumann auf der Linie ebenfalls zur Stelle.

Nach Hannovers Drangphase brachte der agile Mehmedi die 96-Hintermannschaft immer wieder in Bedrängnis. Im Abschluss fehlte dann allerdings die letzte Entschlossenheit.

Die Eidgenossen Mehmedi und Fernandes ragten im Freiburger Team heraus, bei den Gästen überzeugte Stürmer Diouf in seinem 50. Bundesliga-Spiel mit Abstrichen.

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