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01.02.2012

10:46 Uhr

Soccer-Schock

Amerikanische Frauen-Liga abgesagt

Schock für die US-Frauen: Die Soccer-Liga WPS streicht wegen eines Rechtsstreits und weiteren Problemen die Saison. Fraglich ist, wie sich die Kickerinnen nun auf Olympia in London vorbereiten sollen.

Die Torhüterin der US-amerikanischenn Fußballnationalmannschaft der Frauen, Hope Solo, hat nun keine Möglichkeit, sich in einem regulären Liga-Betrieb unter Wettkampfbedingungen auf die Olympischen Spiele in London vorzubereiten. dpa

Die Torhüterin der US-amerikanischenn Fußballnationalmannschaft der Frauen, Hope Solo, hat nun keine Möglichkeit, sich in einem regulären Liga-Betrieb unter Wettkampfbedingungen auf die Olympischen Spiele in London vorzubereiten.

BostonDer Freude über die erfolgreiche Olympia-Qualifikation folgte der Frust. Mit einer Mischung aus Unverständnis und Wehmut haben die Fußball-Nationalspielerinnen der USA auf die Absage der neuen Saison in der heimischen Profiliga WPS reagiert. Jungstar Alex Morgan sprach von einem „traurigen Tag“, die beliebte Hope Solo fand die Nachricht „sehr bitter und schade“, und selbst die für den 1. FFC Frankfurt spielende Ali Krieger wollte es „immer noch nicht glauben, dass die WPS in den USA nicht funktioniert“.

Am Montag hatte die WPS mitgeteilt, die kommende Spielzeit wegen gravierender Rechtsstreitigkeiten mit einem ehemaligen Teambesitzer abzusagen. 2013, so hieß es weiter, wolle man zurückkommen. Doch das scheint eher Wunschdenken als Wirklichkeit zu sein.

Die 2009 gegründete WPS ist nach ihrem Vorgänger WUSA bereits die zweite Frauen-Profiliga, die ihren Spielbetrieb nach nur drei Jahren einstellt. Dabei war der Hype um Abby Wambach und Hope Solo nach Platz zwei bei der WM im vergangenen Sommer in Deutschland so groß, wie seit dem Titelgewinn 1999 im eigenen Land nicht mehr. Doch die Hysterie um die US-Girls täuschte über die Probleme in der WPS hinweg.

Zu Beginn waren noch sieben Teams übers ganze Land verteilt, zuletzt nur noch fünf Mannschaft an der Ostküste übrig geblieben. Wie schon WUSA bot WPS zwar große Namen, schrieb aber trotzdem rote Zahlen. Und zuletzt stieg mit Sportartikelhersteller Puma ein wichtiger Sponsor aus.

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