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10.01.2007

17:10 Uhr

Spanien

Real Madrid setzt Beckham vor die Tür

Die „Galaktischen“ räumen das Feld. Nach Luis Figo und Zinedine Zidane wird auch David Beckham das kriselnde Real Madrid verlassen. Reals Sportdirektor Pedja Mijatovic gab bekannt: „Wir werden den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Beckham nicht verlängern.“

David Beckham. Foto: dpa dpa

David Beckham. Foto: dpa

HB MADRID. Der Ex-Kapitän der englischen Nationalelf hatte die Absicht erklärt, bei Real bleiben und seine Karriere in Madrid beenden zu wollen. Der 31-Jährige hatte nach Presseberichten jedoch verlangt, seine millionenschwere Werbeeinnahmen für sich behalten zu dürfen und nicht mit Real teilen zu müssen.

Der einstige Weltklasse-Spieler war 2003 nach einem monatelangen Ablösepoker für 35 Millionen Euro von Manchester United nach Madrid gewechselt, konnte dort mit den „Königlichen“ aber keinen Titel gewinnen. Für Real-Trainer Fabio Capello ist Beckham nur noch zweite Wahl. Er war zuletzt mit Profi- Clubs in den USA in Verbindung gebracht worden.

Bei den Madrilenen, die im Achtelfinale der Champions League auf den FC Bayern München treffen, steht ohnehin ein Ausverkauf von Stars an. Der Club will spätestens bis zum Sommer etwa ein Dutzend hoch bezahlter Kicker abgeben. Nach drei Jahren ohne Titel wollen sie auch vor den „Heiligen Kühen“ im Kader nicht mehr Halt machen.

In Madrid zirkulieren „Abschusslisten“ von Spielern, von denen Real sich lieber heute als morgen trennen möchte. An der Spitze soll Torjäger Ronaldo rangieren, den die Madrilenen buchstäblich in die Wüste schicken könnten. Um den Brasilianer wirbt der saudi-arabische Club Al-Ittihad. Nach Angaben des Sportblatts „As“ wollen die Saudis 20 Millionen Euro locker machen.

In Dschidda könnte der Torjäger mit seinem früheren Teamkameraden Figo ein Wiedersehen feiern, der im Sommer von Inter Mailand nach Al- Ittihad wechseln wird und mit dem Ronaldo schon beim FC Barcelona und bei Real in einer Elf gestanden hatte. Jedoch fällt es schwer, sich den lebenslustigen Ronaldo im sittenstrengen islamischen Königreich vorzustellen, in dem unverheiratete Paare nicht zusammenleben dürfen und Frauen Kopftuch und lange schwarze Gewänder tragen müssen.

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