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04.12.2012

13:29 Uhr

Spanische Medien spekulieren

Löw soll Mourinho bei Real ersetzen

José Mourinho ist noch gar nicht weg. Aber spanische Medien spekulieren schon wild über mögliche Nachfolger des eventuell scheidenden Real-Coachs. Weit oben auf der Liste: Bundestrainer Joachim Löw - trotz eines Makels.

Sollen laut spanischen Medien bald häufiger zusammenarbeiten: Madrids Sami Khedira und sein Nationaltrainer Joachim Löw dpa

Sollen laut spanischen Medien bald häufiger zusammenarbeiten: Madrids Sami Khedira und sein Nationaltrainer Joachim Löw

MadridBisher ist es nur ein Gerücht, dass Trainer José Mourinho den spanischen Fußballmeister Real Madrid zum Saisonende verlassen soll. Obwohl es von offizieller Seite nicht die geringste Andeutung zu einem möglichen Trainerwechsel gibt, befasst das Madrider Sportblatt „Marca“ sich bereits mit der Suche nach einem Nachfolger. Der deutsche Nationaltrainer Joachim Löw und der Italiener Carlo Ancelotti seien die Kandidaten, die Real-Präsident Florentino in Erwägung ziehe, berichtete das Blatt am Dienstag.

Der 53-jährige Ancelotti, derzeit bei Paris St. Germain unter Vertrag, sei die erste Wahl, schrieb „Marca“ ohne Angabe einer Quelle. Für ihn spreche, dass er bei Juventus Turin und beim AC Mailand Erfahrungen im Ligafußball und in der Champions League gesammelt habe. Löw sei der zweite Kandidat. Den Madrilenen gefalle am DFB-Trainer, dass er für einen ansehnlichen und offensiven Fußball eintrete. Sein Nachteil sei, dass er bei keinem großen Verein als Trainer gewirkt habe.

„Ich will dieser Sache keine Nahrung geben. Meine Beziehung zu Florentino ist gut“, hatte Mourinho die Spekulationen über einen Abschied am Montag bei der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam heute Abend kommentiert. Über seine Zukunft wolle er nicht sprechen, nur so viel: „Ich spiele meine 101. Partie in der Champions League, gegen Ajax.“

Real-Präsident Florentino Pérez (65) halte Mourinhos jüngste Provokation beim Derby gegen Atlético (2:0) am vergangenen Samstag für „Selbstmord“, schrieb die Zeitung Marca. „The Special One“ hatte sich vor der Partie - wie angekündigt - dem Votum der Fans gestellt. Um 21.20 Uhr betrat er den Rasen zur "Volksabstimmung", zu diesem Zeitpunkt, 40 Minuten vor Spielbeginn, waren aber nur 3000 Wahlberechtigte erschienen. Von denen meisten erntete er höflichen Applaus. „Ich bin auf den Platz gegangen, weil ich es vorzog, vor dem Spiel ausgepfiffen zu werden“, sagte Mourinho dazu.

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