Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.01.2013

17:26 Uhr

Spektakulärer Coup

Guardiola wird neuer Trainer beim FC Bayern

Der ehemalige Barcelona-Trainer Josep Guardiola soll in der neuen Saison den FC Bayern München trainieren. Die Verpflichtung ist für die Münchener eine Investition in die Zukunft des Vereins.

Spanier löst Heynckes ab

Pep Guardiola wird neuer Bayern Trainer

Spanier löst Heynckes ab: Pep Guardiola wird neuer Bayern Trainer

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

München/DüsseldorfJupp Heynckes geht - Startrainer Josep Guardiola kommt! Bayern München hat mit der spektakulären Verpflichtung des europaweit umworbenen Spaniers, der mit dem FC Barcelona von Titel zu Titel eilte, schon vor dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga einen ersten Triumph im Jahr 2013 gefeiert. Beim Kampf um Guardiola stach der Rekordmeister Topclubs aus England, Italien und Frankreich aus und katapultierte sich dank des Millionen-Coups international ins Rampenlicht. Zur neuen Saison wird Guardiola, der an diesem Freitag 42 Jahre alt wird, Trainer-Oldie Heynckes ersetzen. Nach seiner dritten Amtszeit in München will der seine Karriere sogar beenden.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, den Fußballfachmann Pep Guardiola, der von vielen namhaften Clubs umworben und kontaktiert wurde, für den FC Bayern zu gewinnen“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch in einer Mitteilung des Vereins. Ehrenpräsent Franz Beckenbauer sprach den Vereinschefs ein großes Lob aus. „Da muss man sagen: Hut ab!“, meinte der einstige Vereinspräsident beim TV-Sender Sky. Der Transfer unterstreiche den Stellenwert des FC Bayern in der Fußballwelt.

Am Mittwochnachmittag hatten sich die Bayern-Bosse um Präsident Uli Hoeneß, Rummenigge und dem langjährigen Finanzvorstand Karl Hopfner auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße getroffen, um die letzten Formalitäten zu klären. Rund 20 Journalisten harrten bei leichtem Schneefall vor der Geschäftsstelle aus, bekamen aber nichts zu hören. Die Bayern-Cracks brausten trotz des Coups wortlos ab und ließen sich nur via Pressemitteilung zitieren. Statt ihnen dürften sich beim turnusmäßigen Pressetalk am Donnerstag (12 Uhr) Kapitän Philipp Lahm und Torwart Manuel Neuer ausführlich äußern.

Anders als zum Beispiel beim gescheiterten Versuch mit dem ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann glaubt Rummenigge fest an eine erfolgreiche Ära mit dem Spanier: „Pep Guardiola ist einer der erfolgreichsten Trainer der Welt, und wir sind sicher, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch dem deutschen Fußball viel Glanz verleihen kann.“ Man freue sich auf die Zusammenarbeit, die im Juli beginnen wird. Guardiola hat bereits einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2016 beim Bundesliga-Tabellenführer unterschrieben. „Als adäquater Nachfolger für Jupp Heynckes kam nur ein Trainer vom Kaliber eines Pep Guardiola infrage“, wurde Hoeneß zitiert.

Auch vom größten nationalen Kontrahenten Borussia Dortmund kam reichlich Lob. „Großes Kompliment an die Bayern, dass ihnen dieser Coup gelungen ist“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der Tageszeitung „Die Welt“. Guardiolas Verpflichtung tue der gesamten Liga gut, „weil die ganze Welt beobachtet, dass es gelingt, so einen Trainer nach Deutschland zu holen.“

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Andreas

16.01.2013, 19:00 Uhr

Tatsache ist, daß die Bayern in den letzten 25 Jahren nur mit Heynckes und Hitzfeld glücklich waren. Alle anderen Trainer konnten die Maximal-Erwartungen von Hoeneß (Drei Titel pro Saison und Zauber-Fußball) nicht erfüllen. Selbst Magath mußte nach zwei Doubles gehen.

Es wird sich zeigen, ob Guardiolas Erfolg an seinen großen Fähigkeiten oder an seinen tollen Spielern lag. Auch andere mehr oder weniger große Trainer (Klinsmann, van Gaal,...) wurden in München mit großen Worten begrüßt.

Mein Tip: Guardiola macht ca. 18 Monate in München, dann kommt Hitzfeld zurück.

Account gelöscht!

16.01.2013, 19:38 Uhr

@Andreas

mal abwarten. Ich denke, dass es für van Gaal extrem schwer war unter einem "schwachen" Manager Nerlinger und der Obermama Honeß, der nicht klar war dass ein Präsi nicht mehr der Manager ist. Der Heynckes hat damals bestimmt geholfen Ruhe in den Karton zu bringen, weil er es schlicht nicht nötig hat, den Sündenbock für die Presse und Vereinsbossen zu spielen: Klar Arbeitsteilung, ich Trainer, und der Rest ist euer Ding.

Ich denke, dass mit Sammer ein sehr durchsetzungsstarker Manager am Werke ist (im Gegensatz zum Nerlinger), der einen Trainer auch mal vom Stammtischgewitter der Vereinsbosse abschirmen kann. Der Guardiola hat sicherlich auch nicht den Anspruch Zweiter (bzw. Erster Verlierer) zu werden. Diesbezüglich sind Guardiola und die Vereinsbosse bestimmt auf gleicher Wellenlänge.

Noch was zu Heynckes. Der Mann ist ja nicht irgendwer. Heynckes war Spitzenfußballer der "goldenen 70er" (Superlativ des Superlativ) und gehört(e) Fußballtrainer quasi durchgehend zur absoluten Weltklasse. Ich finde es bemerkenswert wie Heynckes seinen Trainerstil über so lange Zeit ständig weiterentwickelte (und nie stehen blieb). Über so eine Karriere kann man nur staunen.

mono

16.01.2013, 22:27 Uhr

Was für eine fantastische Nachricht. Dank Bayern München, die gesamte Bundesliga geht eins `rauf!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×