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19.10.2014

18:01 Uhr

Spielbericht HSV - Hoffenheim

Hamburger Heimkrise setzt sich fort

Gut gespielt, aber wieder kein Heimsieg: Mehr als ein Punkt sprang für den HSV gegen 1899 Hoffenheim nicht heraus. Auch die weiter ungeschlagene TSG kann mit dem Ergebnis nicht so recht zufrieden sein.

Trotz couragierte Leistung nur ein Punkt zuhause: Marcell Jansen verlässt den Platz nach Ende der Partie. dpa

Trotz couragierte Leistung nur ein Punkt zuhause: Marcell Jansen verlässt den Platz nach Ende der Partie.

HamburgDer Hamburger SV hat seinen Heimfluch auch gegen Bayern-Verfolger 1899 Hoffenheim nicht beenden können und steckt nach dem 1:1 (1:1) in der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga fest. Die TSG ist nach acht Spieltagen weiterhin unbesiegt, büßte aber weiteren Boden auf den Spitzenreiter aus München ein und konnte die direkten Konkurrenten nicht abschütteln. Anthony Modeste (15.) brachte die Kraichgauer in Führung, Pierre-Michel Lasogga (34.) traf zum verdienten Ausgleich. Der erste Heimsieg seit dem 4. April gelang jedoch trotz guter Chancen nicht, mit sechs Punkten verbesserte sich der HSV zumindest auf den Relegationsplatz.

„Es ist schön, dass ich der Mannschaft helfen konnte, aber wir hätten lieber drei Punkte geholt“, sagte Lasogga und befand, die Mannschaft zeige seit dem 0:0 gegen den FC Bayern eine Tendenz nach oben. Der genesene Kapitän Rafael van der Vaart stellte im TV-Sender Sky fest: „Ich denke, dass wir gezeigt haben, dass wir auf einem super Weg sind, alle zusammen.“ Trotzdem musste Trainer Josef Zinnbauer einige Akteure aufrichten. „Ich habe gesagt, dass die Mannschaft die Köpfe nicht hängen lassen soll. Wir haben nicht verloren.“

Zwei Wochen nach dem 1:0 in Dortmund war den Hamburgern das neue Selbstvertrauen nach dem ersten Saisonsieg in der Anfangsphase anzumerken. Allerdings war der HSV in der Abwehr häufig zu offen, schon den zweiten Konter nutzten die Gäste. Pirmin Schwegler passte steil auf Modeste, und der Franzose schob Torhüter Jaroslav Drobny den Ball zu seinem dritten Saisontor durch die Beine. Drobny verhinderte bei einem Kopfball von Niklas Süle (21.) sogar das 0:2.

Bundesliga: Zahlen und Fakten zum 8. Spieltag

FC Bayern München - SV Werder Bremen

Im Duell des Ersten gegen den Letzten sorgten die Münchner von Beginn an für klare Verhältnisse. Philipp Lahm (20., 79.), Xabi Alonso (27.), Thomas Müller (43./Foulelfmeter) und Mario Götze (45., 86.) machten gegen erschreckend schwache Bremer das halbe Dutzend voll.

1 FSV Mainz 05 - FC Augsburg

Mit dem achten Spiel ohne Niederlage schob sich Mainz vorerst auf den Qualifikationsplatz zur Champions League. Jonas Hofmann (20.) stellte mit dem dritten Saisontreffer erneut seine starke Form unter Beweis, Jairo Samperio feierte drei Minuten später sein Tordebüt für die Rheinhessen. Durch Tobias Werner (78.) kam Augsburg nur zum Anschluss.

Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach

Erstmals nach sechs Spielen musste sich Hannover wieder vor eigenem Publikum geschlagen geben. Max Kruse (15.) köpfte zum Gladbacher 1:0 ein. Granit Xhaka (50.) erhöhte mit einem Freistoßknaller, bevor Kruse erneut traf (90.). Die Gladbacher schoben sich zumindest bis Sonntag auf Rang zwei.

SC Freiburg - VfL Wolfsburg

Der SC Freiburg wartet weiter auf den ersten Ligasieg. Wolfsburgs Daniel Caligiuri (8.) erzielte gegen sein Ex-Verein schon früh das 1:0 und legte nach einer guten Stunde nach. Die Freiburger agierten voller Leidenschaft, aber kopflos und warten trotz des 1:2 durch Sebastian Kerk (90.+1) weiter auf den ersten Punkt.

VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer bei der Begegnung VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen. Heung-Min Son (4./10.) schoss per Doppelpack die frühe Leverkusener Führung heraus. Kurz vor Ende erhöhte Karim Bellarabi (41.). Durch die Treffer Timo Werner (53.), Florian Klein (67.) und Martin Harnik (76.) retteten die Schwaben aber noch das Remis.

1.FC Köln - Borussia Dortmund

Bei der von Personalsorgen geplagten Borussia aus Dortmund knüpften Fans, Spieler und Verantwortliche die Hoffnungen auf die Wende an die Rückkehr eines Trios: Ilkay Gündogan, Marco Reus und Henrich Mchitarjan. Doch der Revierclub verlor trotzdem mit 1:2 (0:1) gegen den 1. FC Köln. Kevin Vogt (40.) und Simon Zoller trafen für den FC. Ciro Immobile (48.) besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

FC Schalke 04 - Hertha BSC Berlin

Am Samstagabend feierte Schalkes Trainer Roberto Di Matteo beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen Hertha BSC ein erfolgreiches Debüt. Klaas-Jan Huntelaar (19.) und Weltmeister Julian Draxler (65.) bescherten dem Nachfolger von Jens Keller den Sieg.

Hamburger SV - TSG 1899 Hoffenheim

Der Hamburger SV ist im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Das Team von Trainer Josef Zinnbauer spielte am Sonntag 1:1 (1:1) und verpasste damit den ersten Heimsieg seit dem 4. April. Mit sechs Punkten verbesserte sich der HSV aber zumindest auf den Relegationsplatz der Fußball-Bundesliga. Anthony Modeste (15.) brachte die Kraichgauer in Führung, Pierre-Michel Lasogga (34.) traf zum verdienten Ausgleich. Die Hoffenheimer sind nach acht Spieltagen weiter unbesiegt, büßten aber weiteren Boden auf Spitzenreiter Bayern München ein.

SC Paderborn 07 - Eintracht Farnkfurt

Der SC Paderborn bleibt in der Fußball-Bundesliga weiter in der Erfolgsspur. Der Aufsteiger gewann am Sonntag sein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 3:1 (0:0) und ist nach dem dritten Saisonsieg schon Tabellen-Siebter. Die Treffer für die Paderborner erzielten vor 15 000 Zuschauern in der Benteler-Arena Marvin Ducksch (66.), Kapitän Uwe Hünemeier (79.) und Stefan Kutschke (85.). Für die Eintracht-Führung hatte von Alex Meier (57.) gesorgt. Durch die Niederlage verpassten die Hessen den Sprung auf den dritten Rang hinter Tabellenführer Bayern München und Borussia Mönchengladbach.

Im Gegenzug besaßen van der Vaart (22.) und Nicolai Müller (23.) gegen Hoffenheims gut reagierenden Schlussmann Oliver Baumann die bis dahin besten Chancen der Hanseaten, die den Schock des Rückstandes damit abgeschüttelt hatten. Zwar waren die Hausherren fußballerisch und von der Spielanlage unterlegen, machten dies aber mit Energie und Einsatz wett. Nach einer Balleroberung von Müller und Pass von Tolgay Arslan schoss der bis dahin nicht in Erscheinung getretene Lasogga nervenstark zu seinem zweiten Saisontreffer ein.

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