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12.11.2013

17:01 Uhr

Spieler erpresst

Manipulationsskandal im österreichischen Fußball

Ein Profi aus der ersten österreichischen Liga hat Selbstanzeige erstattet. Er soll erpresst worden sein, als er sich weigerte, ein Spiel zu manipulieren. Das Ausmaß des Skandals ist noch unklar, die Polizei ermittelt.

Der österreichische Spieler Dominique Taboga hat Anzeige erstattet. Er soll erpresst worden sein, ein Spiel zu manipulieren. dpa

Der österreichische Spieler Dominique Taboga hat Anzeige erstattet. Er soll erpresst worden sein, ein Spiel zu manipulieren.

BerlinDer österreichische Fußball wird von einem Manipulationsskandal erschüttert. Nachdem ein Profi des Erstligisten SV Grödig Anzeige erstattet hatte, wurden am Montag bereits drei Personen festgenommen. Dominique Taboga soll sich demnach geweigert haben, ein Spiel zu manipulieren. Wegen des entgangenen Gewinns habe der Abwehrspieler angeblich 70 000 Euro zahlen sollen, schrieb die österreichische Nachrichtenagentur APA mit Berufung auf eine verlässliche Quelle.

Am Montagabend hatte Taboga Selbstanzeige bei der Polizei erstattet. Bei einer Geldübergabe wurden am Dienstag die drei Personen festgenommen worden. Laut dem Sender Sky Sport HD News hatte eine Spezialeinheit das Trio ergriffen. Sie sei anstelle von Taboga bei der Übergabe gewesen.

„Darunter befindet sich ein ehemaliger Fußballspieler der Ersten Liga“, sagte der Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft, Marcus Neher der APA zu den Verdächtigen. Laut krone.at soll es sich um einen ehemaligen Nationalspieler des Landes handeln.

Es werde ein Ermittlungsverfahren wegen Erpressung durchgeführt, erklärte Neher. Die Verdächtigen seien derzeit in polizeilicher Verwahrungshaft und noch nicht in die Justizanstalt Salzburg überstellt worden. Die Vernehmungen seien nicht abgeschlossen. Der 31 Jahre alte Tobago wurde nicht festgenommen, er gilt als Opfer.

„Wir sind schockiert“, sagte Grödigs Manager Christian Haas der APA. Man habe am Montag ein Gespräch mit Taboga geführt. „Er hat uns erklärt, dass er erpresst wird wegen Spielmanipulationen.“

Von

dpa

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