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03.10.2015

05:46 Uhr

Sponsoren gegen Fifa-Chef

McDonald's und Coca Cola fordern Blatters Rücktritt

Jetzt wird es echt ungemütlich. Große Sponsoren fordern den sofortigen Rücktritt von Fifa-Chef Blatter. Sie haben Angst um das Geld, das sie über Jahre in den maroden Verband gepumpt haben.

FIFA-Präsident Sepp Blatter in seinem Büro: Krisentreffen nach Sponsorenaufstand ap

FIFA-Präsident Sepp Blatter in seinem Büro in Zürich

FIFA-Präsident Sepp Blatter in seinem Büro: Krisentreffen nach Sponsorenaufstand

New YorkDie ersten Sponsoren fordern das sofortige Ende der Amtszeit von Joseph Blatter an der Spitze der Fußball-Weltverbandes Fifa. Am Freitag formierten sich die beiden US-Unternehmen Coca-Cola und McDonald's gegen den 79 Jahre alten Schweizer, gegen den in der Schweiz ein Strafverfahren läuft. „Mit jedem Tag, der vergeht, werden das Bild und der Ruf von der Fifa weiter befleckt“, hieß es vom Getränkehersteller Coca-Cola.

Zum Wohle des Sports rufe Coca-Cola Blatter daher auf, sofort zurückzutreten, so dass ein glaubwürdiger und nachhaltiger Reformprozess so früh wie möglich beginnen könne. Ähnlich formulierte es McDonald's in seinem Statement: „Wir glauben, dass es im Interesse des Spiels wäre, wenn Fifa-Präsident Sepp Blatter sofort zurücktreten würde, so dass der Reformprozess mit der Glaubhaftigkeit geführt werden kann, die notwendig ist.“

Die unmissverständlichen Aufforderungen kamen vier Tage, nachdem Blatter an seinem Amtssitz in Zürich allerdings klargemacht hatte, nicht vor der Neuwahl am 26. Februar abzutreten. Er hatte am Montag in einer Rede vor Fifa-Mitarbeitern betont, nichts Illegales getan zu haben.

Sponsoren und ihr Verein: Die bekanntesten Verbindungen

Rang 1

Red Bull/RasenBallsport Leipzig: 74,5% (Vorjahreswert: Neueinsteiger)

Quelle: Sponsoringstudie 2015 der Technischen Universität Braunschweig, Basis: 4031 Interviews im Juli 2015, also vor Bekanntwerden des Dieselskandals bei Volkswagen.

Rang 2

Volkswagen/VfL Wolfsburg: 63,9% (– 3,9)

Rang 3

Deutsche Telekom/FC Bayern München: 59,4% (+ 7,9)

Rang 4

Bayer AG/Bayer 04 Leverkusen: 59,2% (– 2,3)

Rang 5

Allianz/FC Bayern München: 51,0% (+ 3,9)

Rang 6

SAP/1899 Hoffenheim: 46,7% (– 4,6)

Rang 7

Opel/Borussia Dortmund: 46,5% (+ 11,3)

Rang 8

Audi/FC Ingolstadt 04: 44,2% (+ 9,4)

Rang 9

REWE/1. FC Köln: 41,1% (+ 8,2)

Rang 10

Deutsche Bahn/Hertha BSC: 40,0% (– 0,7)

Und auch nach den Mitteilungen der Fifa-Partner bekräftigte Blatter, nicht vor den Wahlen seinen Posten zu räumen. In einem Statement seiner Anwälte hieß es, dass Blatter respektvoll der Position von Coca-Cola widerspreche. Wenn er nun sein Büro verlassen würde, wäre das nicht zum besten Wohle der Fifa und es würde auch nicht den Reformprozess voranbringen, glaube er. Die Konsequenz: Er werde nicht zurücktreten.

Vor einer Woche hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft mitgeteilt, dass gegen Blatter „ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung eröffnet“ wurde. Die Fifa wird seit Monaten vom schwersten Korruptionsskandal ihrer Geschichte erschüttert.

Von

dpa

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