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01.04.2011

09:15 Uhr

Sport-Sponsoring

Der Brust-Ton der Überzeugung

VonChristian Spiller
Quelle:Zeit Online

Ob der Nukleartechnik-Konzern Areva in Nürnberg oder der Erdgas-Förderer Gazprom auf Schalke: Immer wieder benutzen Unternehmen mit schlechtem Ruf den Sport als Imagewaschmaschine - mit Folgen für beide Seiten.

Areva auf der Brust, Protest auf der Tribüne Quelle: dapd

Areva auf der Brust, Protest auf der Tribüne

NürnbergDer 1. FC Nürnberg spielt gut und gewinnt oft. Die beste Mannschaft der Rückrunde kann für die kommende Spielzeit sogar auf einen Startplatz für die Europa League hoffen. "Mit breiter Brust ins nächste heiße Duell", heißt es folgerichtig auf einer Internetseite des Hauptsponsors. Doch genau dieser Spruch ist derzeit unpassend.

Auf der Nürnberger Brust prangt das Logo des Areva-Konzerns, weltweit führend im Nukleargeschäft. Areva wurde 2008 gleich zweimal vom NGO-Zusammenschluss Publiceye zum verantwortungslosesten Unternehmen gekürt, weil es die Arbeiter seiner Uranmine im Niger nicht ausreichend über die Gefährdung aufgeklärt und Erkrankungen verschwiegen haben soll. Aktueller: Areva verdiente sein Geld auch durch Lieferungen von Kernbrennstoff ins japanische Fukushima. Während Millionen Japaner vor einer nuklearen Katastrophe fürchten, wirbt ein Fußballclub aus Franken für einen unmittelbar Beteiligten.

Etwa 2,8 Millionen Euro pro Jahr ist dem französischen Atomkonzern der Platz auf dem Nürnberger Trikot wert. Doch Areva ist nicht der einzige Sportsponsor mit zweifelhaftem Ruf. Öl- und Gaszulieferer, Chemiekonzerne und Finanzdienstleister versuchen, durch Sportsponsoring ihr mieses Image reinzuwaschen. Oft funktioniert das. Kohlendioxidschleudernde Energieunternehmen und Mineralölkonzerne haben es vorgemacht. Beim Greenwashing versuchen sich meist besonders umweltfeindliche Konzerne mittels PR-Maßnahmen grün zu erscheinen.

Kommentare (1)

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weresglaubt

01.04.2011, 12:51 Uhr

Schwaches gelaber.

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