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26.09.2014

14:48 Uhr

Sportpolitik

Blatter kandidiert erneut für Fifa-Chefposten

Er wird als unnahbarer Alleinherrscher in der internationalen Sportwelt kritisiert, zuletzt gab es Korruptionsvorwürfe. Das hindert Fifa-Chef Blatter nicht, erneut für das höchste Amt des Fußballsports zu kandidieren.

Er geht nicht: Joseph Blatter wird wieder zur Wahl zum Fifa-Präsidenten antreten. Ernsthafte Konkurrenz hat er nicht zu fürchten. dpa

Er geht nicht: Joseph Blatter wird wieder zur Wahl zum Fifa-Präsidenten antreten. Ernsthafte Konkurrenz hat er nicht zu fürchten.

ZürichFifa-Präsident Joseph S. Blatter hat offiziell seine Kandidatur für eine fünfte Amtszeit an der Spitze des Fußball-Weltverbandes verkündet. „Ich möchte der Fifa auch in einer fünften Amtszeit als Präsident zur Verfügung stehen und dienen“, sagte der 78-jährige Schweizer am Freitag nach der Sitzung des Fifa-Exekutivkomitees in Zürich.

Blatter steht der Fifa seit 1998 als Präsident vor, zuvor war er bereits von 1975 bis 1981 Technischer Direktor und von 1981 bis 1998 Generalsekretär des Verbandes. Ende August hatte sein bis dahin härtester Konkurrent Michel Platini (59), Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), seinen Verzicht auf den Wahlkampf gegen den Fifa-Boss verkündet.

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Bei der Wahl am 29. Mai 2015 in Zürich warten auf Blatter somit keine ernstzunehmende Gegenkandidaten. Ebenfalls um das Präsidentenamt bewirbt sich der Franzose Jérôme Champagne (56), dem allerdings gegen Blatter keine Chancen eingeräumt werden.

Gleichzeitig war in den vergangenen Tagen der Druck auf Blatter wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit WM-Vergabeverfahren gewachsen. Chefermittler Michael Garcia und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wollen die Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes zu den WM-Vergaben 2018 und 2022. Der Münchner Richter Joachim Eckert, Vorsitzender der Fifa-Ethikkommission, spricht sich für die Veröffentlichung einer möglichen Anklageschrift aus. „Ich halte es für vertretbar, wenn die Öffentlichkeit über einen Anklagesatz informiert würde. So geschieht es auch in der staatlichen Strafjustiz. Hier werden die Beschuldigten und die ihnen zur Last gelegten Verstößen aufgeführt“, sagte Eckert der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Kommentare (1)

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Herr Salvatore Bonpensiero

26.09.2014, 19:28 Uhr

Korruption, WM-Vergabe nach Russland, WM-Vergabe in die Wüste nach Katar... Wann jagt diesem Lumpen endlich mal jemand ein Stück Blei durch die Birne!?

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